Wirtschaft
Die Verteidigungsministerin flog zum ersten Mal mit dem A400M.
Die Verteidigungsministerin flog zum ersten Mal mit dem A400M.(Foto: dpa)
Mittwoch, 08. Februar 2017

Experten untersuchen Pannenflugzeug: Airbus entschuldigt sich für A400M-Ausfall

Mit dem A400M gibt es schon lange Probleme. Nun hat das Transportflugzeug auch bei seiner Premiere als Passagiermaschine für Ursula von der Leyen versagt. Airbus zeigt sich schockiert. Das Verteidigungsministerium will Schadensersatz geltend machen.

Der Flugzeughersteller Airbus bedauert, dass eine ihrer Militärtransporter A400M auf einer Reise von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen den Dienst versagte. "Wir sind schockiert und bedauern sehr, dass die Verteidigungsministerin und ihre Begleitung aufgrund des Ausfalls einer A400M erhebliche Reiseeinschränkungen erleben musste", teilte ein Airbus-Sprecher mit. "Wie dieser Ausfall zustande kam, muss jetzt geklärt werden. Wir setzen alles daran, dazu unseren Beitrag zu leisten."

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Nach der Panne bei der ersten Dienstreise mit der Verteidigungsministerin wollen Experten das Transportflugzeug in Litauen unter die Lupe nehmen. Ein Instandssetzungsteam aus Experten der Bundeswehr und des Herstellers Airbus sei unterwegs, sagte ein Sprecher der Luftwaffe.

Man wolle den Flieger so bald wie möglich zum Lufttransportgeschwader 62 ins niedersächsische Wunstorf zurückbringen. Von den acht A400M-Maschinen der Bundeswehr sei nun nur noch eine einsatzbereit - drei befänden sich in Reparatur, drei in planmäßigen Inspektionen, ein Flugzeug werde derzeit modernisiert.

Alte Transall-Maschine musste aushelfen

Der A400M war am Dienstag beim Besuch von der Leyens mit einem Hydraulikschaden an einem der vier Triebwerke in Kaunas liegen geblieben. Die Ursache für die "ärgerliche Panne" müsse noch untersucht werden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Das Ministerium mache Schadenersatzansprüche gegenüber dem Hersteller geltend.

Ob das Triebwerk bereits auf dem Hinflug ausfiel, war noch unklar. Von der Leyen hatte in Litauen das von der Bundeswehr geführte Nato-Bataillon besucht. Die Ministerin und ihre Delegation mussten mit einer 50 Jahre alten Transall-Maschine zurück fliegen. Eigentlich sollen die A400M die Transall-Flugzeuge ersetzen.

Die gesamte A400M Flotte absolvierte nach Unternehmensangaben bislang mehr als 15.000 Flugstunden. Das Programm sei eines der größten Verteidigungsprojekte in Europa und beschäftige dort mehr als 40.000 Menschen. Das A400M-Programm habe im Unternehmen oberste Priorität. Man habe im vergangenen Jahr große Fortschritte erzielt, was die Qualität und Anzahl der ausgelieferten Flugzeuge angehe. Tatsächlich zählt der A400M zu den problematischsten Rüstungsprojekten der Bundeswehr. Insgesamt hat die Bundesregierung 53 Maschinen beim Hersteller Airbus bestellt.

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Quelle: n-tv.de

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