Windkraft auf SeeAllianz hält still

Vom Versicherer Allianz gibt es vorerst kein Geld für auf dem Meer errichtete Windkraftanlagen. Der Dax-Konzern erwartet staatliche Unterstützung.
Der Versicherer Allianz investiert bislang kein Geld
in Windkraftanlagen im Meer und erwartet bei der Versicherung solcher Anlagen staatliche
Unterstützung. Die Risiken dieser Projekte seien noch sehr wenig bekannt, sagte
Allianz-Klimastratege Armin Sandhövel. In Windkraftanlagen an Land sowie in Solarenergie
hat Europas größter Versicherer dagegen schon 1,3 Milliarden Euro angelegt und erzielt
damit 7 Prozent Rendite.
"Wir planen derzeit nicht, in Offshore zu investieren",
sagte Sandhövel. Auch andere institutionelle Investoren zeigten hier keinen Appetit,
während sie sich bei Windkraft an Land und bei Solarenergie zunehmend Konkurrenz
machten auf der Suche nach stabilen Geldanlagen abseits der Finanzmärkte.
Als Versicherer ist die Allianz bei mehreren Offshore-Anlagen
aktiv. Aber große Volumen könne die Versicherungswirtschaft nicht alleine tragen,
sagte Sandhövel und regte an, dass der Staat einen Teil der Risiken übernimmt oder
Garantien gibt. Die Bundesregierung will die Atomenergie vor allem durch Windkraftanlagen
in der Nordsee ersetzen.