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Vorteil Zeitarbeit: Ab 2015 sollen neue Regeln gelten.
Vorteil Zeitarbeit: Ab 2015 sollen neue Regeln gelten.(Foto: dapd)

Neue Quote wie bei Daimler?: BMW denkt über Zeitarbeit nach

Der Umgang mit befristet beschäftigten Arbeitskräften sorgt am Fließband für Unmut: Eigentlich sollte das Instrument Zeitarbeit nur dazu dienen, die Personalplanung an Belastungsspitzen anzupassen. BMW will sich nun angeblich an Daimler orientieren.

Die einzige Frau im Vorstand: Milagros Caiña Carreiro-Andree betreut bei BMW das Personal- und Sozialwesen.
Die einzige Frau im Vorstand: Milagros Caiña Carreiro-Andree betreut bei BMW das Personal- und Sozialwesen.(Foto: bmwgroup.com)
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Der Münchner Autohersteller will bisher unbestätigten Angaben zufolge den Anteil der Zeitarbeitskräfte an der Belegschaft von zurzeit rund 15 auf 8 Prozent zurückfahren.

Personalvorstand Milagros Caiña-Andree habe in einer Betriebsvereinbarung der starken Reduzierung zugestimmt, berichtete die "Wirtschaftswoche".

Wirksam werde die neue Quote im Jahr 2015, hieß es. Sie müsse im Jahresdurchschnitt und im Durchschnitt aller neun deutschen Werke eingehalten werden. Abweichungen sollen mit Zustimmung des Betriebsrats möglich sein.

Maßnahme für den Betriebsfrieden

Betriebsratschef Manfred Schoch sagte dem Magazin zufolge, dass der Autokonzern dennoch bleibe. BMW gleicht damit den internen Umgang mit Zeitarbeit an das Vorbild des Konkurrenten an, der ebenfalls maximal 8 Prozent Zeitarbeiter beschäftigt.

Geschäftlich läuft es bei dem Münchner Autobauer derzeit vergleichsweise gut. Die Absatzkrise in der europäischen Automobilindustrie scheint an den Herstellern von Oberklassenwagen weitgehend vorüberzuziehen.

Dazu kommt: BMW findet inbesondere in aufstrebenden Zukunftsmärkten wie China und auch in den USA weiterhin reißenden Absatz: Weltweit lieferte der Konzern im Oktober 157.618 Autos aus und damit gut 13 Prozent mehr als vor einem Jahr.

"Wir sind auf einem guten Weg"

Während der Absatz in Europa stagnierte, legte er in Amerika um 20 und in Asien um 36 Prozent zu.

Vertriebsvorstand Ian Robertson sagte dazu vor dem Wochenende: "Wir rechnen auch in den kommenden Monaten mit einer positiven Absatzentwicklung. Wir sind auf einem guten Weg, im Jahr 2012 einen neuen Absatzrekord zu erzielen - trotz des momentanen Gegenwinds in einigen europäischen Märkten."

BMW will in diesem Jahr mehr als 1,7 Mio. Pkw verkaufen. Der Autokonzern hatte erst am vergangenen Dienstag überrascht.

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Quelle: n-tv.de

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