Wirtschaft
Der "progressivste Sportwagen der Welt": Auf der Automesse in Los Angeles bestaunen Fachbesucher einen BMW "i8 Hybrid".
Der "progressivste Sportwagen der Welt": Auf der Automesse in Los Angeles bestaunen Fachbesucher einen BMW "i8 Hybrid".(Foto: imago stock&people)

Elektrische Verkaufserfolge in China?: BMW enthüllt neue Pläne

Die tiefen Einbrüche in den europäischen Absatzmärkten bereiten dem Münchner Autobauer offenbar keine großen Sorgen mehr. BMW-Markenvorstand Schwarzenbauer sieht Licht am Ende des Tunnels - und enthüllt neue Pläne für den Mini.

Hat schon in führenden Positionen für Porsche und Audi gearbeitet: Peter Schwarzenbauer.
Hat schon in führenden Positionen für Porsche und Audi gearbeitet: Peter Schwarzenbauer.(Foto: bmw group)

Der Automobilkonzern BMW erkennt erste Anzeichen dafür, dass in der Krise am europäischen Automarkt das Schlimmste überstanden sein könnte. "Wir glauben, dass die Talsohle erreicht ist, das Schlimmste scheint überstanden", sagte BMW-Markenvorstand Peter Schwarzenbauer der "Euro am Sonntag". Der Markt werde sich aber nur langsam erholen. "Wir rechnen mit drei bis fünf Jahren." Zuletzt war die Zahl der Neuzulassungen in Europa wieder leicht gestiegen. Im Oktober bewegte sich der deutsche Markt allerdings noch rund 5 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Mit neuen Vorstößen will der im Börsenleitindex Dax notierte Autohersteller nun versuchen, im Segment der abgasfreien Fahrzeuge weiter Fuß zu fassen. Zusätzlich will BMW nun auch Modelle der Marke "Mini" mit einem Elektroantrieb ausrüsten.

"Die Elektrifizierung bei einem konventionellen und kleinen Fahrzeug wie dem Mini ist eine herausfordernde Aufgabe", sagte Schwarzenbauer. Den damit verbundenen Aufwand hält das BMW-Vorstandsmitglied jedoch für vertretbar. "Es passt perfekt zur Marke, und ich bin überzeugt, dass wir eine geeignete Lösung anbieten werden."

Ist der Markt reif?

Bislang hat BMW den rein elektrisch angetriebenen Mini nur in ausgiebigen Feldversuchen getestet. Bis zur Marktreife kamen die eMinis allerdings nicht. Laut Schwarzenbauer soll die Modellpalette des Mini nun allerdings ausgeweitet werden. Bisher bietet BMW sieben verschiedene Modellvariationen an. "Aufgrund der Fahrzeugarchitektur können wir auf acht bis zehn Derivate erweitern." Der künftige eMini wäre bei weitem nicht der erste Schritt in das neue Marktsegment.

Zusätzliches Absatzpotenzial für den Mini verspricht sich BMW insbesondere in China, aber auch in den USA, dem bislang schon größten Markt für den Kleinwagen. "Die Chinesen entdecken gerade die kleineren Segmente. Die Zeit für den Mini wird somit erst noch kommen."

Elektrische Flaggschiffe

Zuletzt feierte BMW zum Beispiel mit dem Verkaufsstart des neuen i3 einen wichtigen Meilenstein: Nach sechs Jahren Entwicklungszeit und einer geschätzten Investitionssumme von rund drei Milliarden Euro kommt damit das "erste rein elektrisch angetriebene Großserienfahrzeug" aus dem Hause BMW in den Handel.

Der Hersteller spricht in diesem Zusammenhang vom "derzeit progressivsten Sportwagen der Welt". Der BMW i3 sei das "erste Premium-Automobil, das von Beginn an für rein elektrische und damit emissionsfreie Mobilität konzipiert wurde".

Neben dem i3 bietet BMW auch mit dem i8 einen "Hochleistungssportwagen mit Verbrauchs- und Emissionswerten auf Kleinwagen-Niveau" an. Angetrieben wird dieses Modell von einem Plug-in-Hybrid-System, das aus einer Komination von Elektromotor und einem Dreizylinder-Benzinmotor besteht.

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Quelle: n-tv.de

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