Wirtschaft
Die aktuelle Lage sei "nicht im Geringsten mit der Lehman-Krise 2008 vergleichbar", sagt Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret
Die aktuelle Lage sei "nicht im Geringsten mit der Lehman-Krise 2008 vergleichbar", sagt Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret(Foto: picture alliance / dpa)

"Kein Vergleich mit 2008": Bundesbank glaubt nicht an Bankenkrise

Trotz der jüngsten Kursturbulenzen deutscher und europäischer Banken an den Börsen, macht sich die Bundesbank keine Sorgen um die Branche. Die Banken seien gut aufgestellt. Dennoch gibt es zuletzt auch kritische Töne.

Die Deutsche Bundesbank sieht trotz der jüngsten Marktturbulenzen offenbar keinen Anlass zur Sorge um die Stabilität der deutschen Geldhäuser. Das für die Bankenaufsicht zuständige Vorstandsmitglied Andreas Dombret sagte der "Bild"-Zeitung, die Kapitalsituation der deutschen Banken "hat sich in den vergangenen Jahren stark verbessert". Die aktuelle Lage sei "nicht im Geringsten mit der Lehman-Krise 2008 vergleichbar". Dombret fügte hinzu: "Deshalb bin ich heute deutlich entspannter."

Die Aktien der Deutschen Bank und anderer Institute standen in den letzten Tagen im Zentrum heftiger Kursschwankungen an den Börsen. Besonders eklatant fiel das beim deutschen Marktführer aus, die zuletzt mit Milliardenverlusten von sich reden machte. Das Institut hat binnen drei Wochen rund 30 Prozent seines Börsenwertes verloren.

Auch aus der Wirtschaft waren zuletzt besorgte Stimmen wegen der Schwäche des deutschen Bankensektors laut geworden. Dagegen hält Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble den jüngsten Kursrutsch bei Bankenaktien für übertrieben, wie er in Brüssel sagte.

Die Commerzbank hingegen konnte zuletzt wieder positiv mit einem Milliardengewinn überraschen: "Die operativen Erträge liegen ebenso über den Erwartungen wie der operative Gewinn", sagte ein Händler. Die Aktie konnte im frühen Handel mehr als zehn Prozent zulegen.

Quelle: n-tv.de

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