Wirtschaft
(Foto: REUTERS)

Treffen am Donnerstag: Cockpit und Lufthansa wollen verhandeln

Die Gespräche sind festgefahren - doch Lufthansa und die Pilotengewerkschaft wollen einen neuen Anlauf nehmen. Die Airline sieht die Streikgefahr damit gebannt. Die Kapitäne indes will die Planungen für einen Ausstand fortführen.

Im Tarifkonflikt zwischen Lufthansa-Piloten und dem Unternehmen soll es nach Gewerkschaftsangaben einen neuen Verhandlungstermin am Donnerstag geben. Die Pilotenvereinigung Cockpit erwarte, dass das Lufthansa-Management "auf einen ernsthaften und ehrlichen Lösungskurs" einschwenke, hieß es. Die akute Streikgefahr sei damit vom Tisch, was positiv für die Kunden sei, sagte eine Lufthansa-Sprecherin.

Die Gewerkschaft fordert das Unternehmen auf, die bisherigen Forderungen zu korrigieren. "Bis zu einer Einigung hält die Vereinigung Cockpit die Planungen für Arbeitskampfmaßnahmen aufrecht", hieß es. Die Lufthansa-Sprecherin wollte sich nicht dazu äußern, ob ein aufgebessertes Angebot vorlegt werde.

Erst Ende vergangener Woche war die jüngste Tarifverhandlungsrunde nach vier Monaten abgebrochen worden. Die Gewerkschaft hatte die Gespräche für gescheitert erklärt und Arbeitskampfmaßnahmen angekündigt. Angesichts der festgefahrenen Situation scheint eine Lösung eher unwahrscheinlich. Fluggäste müssen daher wie schon im April, als die Gewerkschaft bereits streikte, mit Störungen und Flugausfällen rechnen. Damals wurden wegen des massiven Streiks 3.800 Flüge gestrichen.

Im Kern kämpfen die gut 5000 Piloten nicht nur für höhere Gehälter, sondern um ihre bisherige Karriere- und Lebensplanung. Diese sehen sie durch die Kündigung des Tarifvertrags über die Übergangsversorgung durch die Lufthansa gefährdet. Mit dem Geld aus der Versorgungskasse konnten die Piloten bislang früher in die Rente starten.

Dagegen will die Kranich-Airline nach den Angestellten am Boden und dem Kabinenpersonal auch die Piloten an dem vor zwei Jahren aufgelegten Sanierungs- und Sparkurs beteiligen. Doch vor allem die Pläne des neuen Konzernchefs Carsten Spohr für eine Billig-Airline unter der Marke Eurowings treiben die Piloten auf die Barrikaden.

Quelle: n-tv.de

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