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Anleihen-Rückkauf geplant?: Deutsche-Bank-Aktie vollführt Kurssprung

40 Prozent Kursverlust binnen sechs Handelswochen: Die Deutsche Bank ist angeschlagen - und reagiert. Erst beschwichtigt Chef Cryan die Mitarbeiter. Dann steht ein Anleihe-Rückkauf im Raum. Der wiederum lässt die Anleger jubeln.

Spekulationen über einen möglichen Schuldenrückkauf durch die Deutsche Bank haben dem Aktienkurs Auftrieb gegeben und den Wertverlust des größten deutschen Kreditinstituts vorerst gestoppt. Der Aktienkurs legte in der Spitze bis zu 17 Prozent auf knapp 15,50 Euro zu. Am Ende stand ein Gewinn von rund 10 Prozent in den Handelsbüchern. Die Verluste der beiden vergangenen beiden Handelstage wurden damit wieder wettgemacht. Die Anteilsscheine waren zur Wochenmitte mit Abstand der größte Gewinner im Dax.

Hintergrund des Kurssprungs waren Berichte der "Financial Times" und der Nachrichtenagentur Bloomberg über ein mögliches milliardenschweres Programm zum Rückkauf von Schuldpapieren. Erwogen werde der Aufkauf von sogenannten vorrangigen Anleihen, von denen Papiere im Umfang von 50 Milliarden Euro im Umlauf seien, berichtete die "Financial Times". Eine Entscheidung dazu sei aber noch nicht gefallen, hieß es in beiden Berichten. Das Kreditinstitut wollte sie aber nicht kommentieren.

Beruhigungspille wirkt

Mit einem Rückkauf eigener Schulden könnte die Deutsche Bank dem Markt wieder Vertrauen zurückgeben und zugleich die eigene Bilanz stärken, da sich die Höhe der ausstehenden Forderungen reduzieren würde, wie es von Marktteilnehmern hieß. Seit Jahresbeginn hatte das Papier rund 40 Prozent eingebüßt, war nur noch mit rund 20 Milliarden Euro bewertet.

Vor allem am Montag hatten Gerüchte verunsichert, dass das Geldhausnicht mehr  in der Lage sein könnte, Schulden und bestimmte Anleihen zu bedienen. Deutsche-Bank-Chef John Cryan veröffentlichte deshalb am Dienstag einen Brief an die Mitarbeiter, in dem er versicherte, dass die Finanzen der Deutschen Bank "grundsolide" seien.

Quelle: n-tv.de

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