Keine Ruhe an der Rating-Front Fitch sieht Ungarn skeptisch
Einen Tag vor Heiligabend sorgen die Ratingagenturen noch einmal für Wirbel. Nachdem S&P die den Ausblick für die Kreditwürdigkeit für Slowenien gesenkt hat, kommt auch Konkurrent Fitch um die Ecke und senkt das Rating für Ungarn.
Die Ratingagentur Fitch
hat die Kreditwürdigkeit Ungarns um eine Stufe gesenkt. Die Kreditwächter
befürchten, dass die von der Regierung verfolgte Haushaltspolitik nicht zu den
gewünschten Ergebnissen führen wird.
Wie Fitch mitteilte,
sinkt das Rating für langlaufende Staatsanleihen in Fremdwährung auf
"BBB-" von zuvor "BBB" und notiert nunmehr auf der
niedrigsten Stufe im Bereich der soliden Finanzanlagen (Investmentgrade). Für
langlaufende Staatsanleihen in Landeswährung sinkt das Rating auf
"BBB" von "BBB+", das kurzfristige Rating von
"F3" wurde bestätigt. Der Ausblick für die langfristigen
Bonitätsnoten wurde als "negativ" bezeichnet, was signalisiert, dass
weitere Abstufungen folgen könnten.
Die Regierung von Ministerpräsident Viktor
Orban strebt eine Sanierung der Staatsfinanzen hauptsächlich über eine Erhöhung
der Steuern an. Diese Fiskalpläne führten in die falsche Richtung, kritisierte
Fitch. Zudem sei das Land wegen der hohen Verschuldung des Staates, der Bürger
sowie der Banken anfällig für externe Schocks.