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Spurensicherung, Kriminalpolizei, Staatsschutz, Feuerwehr und die Baustatiker: Bis das Terminal wieder in Betrieb gehen kann, dürften noch Tage vergehen.
Spurensicherung, Kriminalpolizei, Staatsschutz, Feuerwehr und die Baustatiker: Bis das Terminal wieder in Betrieb gehen kann, dürften noch Tage vergehen.(Foto: REUTERS)

Anhaltende Probleme im Flugverkehr: Flughafen Brüssel bleibt länger geschlossen

Der Ausnahmezustand im europäischen Flugverkehr hält an: Nach den Brüsseler Terroranschlägen bleibt der Flughafen Zaventem vorerst außer Betrieb. Im Inneren der Abflughalle ist die Spurensicherung noch bei der Arbeit.

Vom Brüsseler Flughafen werden zumindest bis einschließlich Freitag keine Passagiermaschinen abheben. Zum jetzigen Zeitpunkt sei noch nicht abzusehen, wie lange die Ermittlungsarbeiten in der betroffenen Abflughalle andauern würden, teilte der Flughafenbetreiber mit. Erst nach Abschluss der Spurensicherung vor Ort kann mit der provisorischen Instandsetzung der Abflughalle begonnen werden.

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Der Flughafen Brüssel-Zaventem ist einer der beiden Anschlagsorte, an denen am Dienstag mehr als 30 Menschen getötet wurden. Die Abflughalle wurde durch zwei Explosionen schwer beschädigt.

Tausende Reisende warten nach dem Terroranschlag am Brüsseler Flughafen noch immer darauf, wieder an ihre Autos vorgelassen zu werden. Rund 6000 Fahrzeuge standen zuletzt noch auf Parkplätzen des Airports in abgesperrten Bereichen, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf den Parkplatzbetreiber Interparking berichtete.

Der Flugbetrieb am größten belgischen Luftdrehkreuz bleibt durch die Anschläge stark eingeschränkt. In Anbetracht der laufenden Ermittlungsarbeiten würden lediglich einige Fracht- und Privatflüge abgefertigt, hieß es.

Starten und landen dürfen demnach nur jene Maschinen, die nicht auf das durch die Explosionen verwüstete Terminal angewiesen sind. Aufgrund der international vorgeschriebenen Personenkontrollen für Luftreisen bleibt Brüssel-Zaventem damit für den regulären Reiseverkehr gesperrt.

Die betroffenen Fluggesellschaften müssen versuchen, die für Brüssel angesetzten Flüge auf andere Flughäfen der Region umzulenken. Infrage kommt dafür zunächst vor allem der Flughafen Brüssel-Charleroi, der rund 40 Kilometer südlich der belgischen Hauptstadt liegt.

In ähnlicher Distanz steht im Norden von Brüssel der Flughafen von Antwerpen zur Verfügung. Das Drehkreuz Zaventem ist dagegen vom Stadtzentrum Brüssel dagegen nur etwas mehr als zehn Kilometer entfernt.

Schiphol, Düsseldorf oder Köln

Als Ausweichflughäfen für Reisende bietet sich neben dem etwa 160 Kilometer Luftlinie entfernten Großflughafen Amsterdam-Schiphol in den Niederlanden auch die Drehkreuze in Deutschland an. Vom Flughafen Köln-Bonn oder dem Düsseldorfer Flughafen sind es mit Bus oder Mietwagen lediglich rund 200 Kilometer bis nach Brüssel. Je nach Verkehrslage entspricht das etwa zweieinhalb Stunden Fahrtzeit.

Bei den Terroranschlägen am Dienstag waren in der Abflughalle des Hauptstadtflughafen Brüssel-Zaventem und in einer U-Bahnstation im Europa-Viertel Brüssels mehrere Sprengsätze explodiert. Dabei kamen nach bisherigen Erkenntnissen 31 Menschen ums Leben. 270 weitere Personen erlitten Verletzungen.

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Quelle: n-tv.de

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