Wirtschaft
Bankchef Lloyd Blankfein gut lachen: Goldman Sachs kann erneut überraschen.
Bankchef Lloyd Blankfein gut lachen: Goldman Sachs kann erneut überraschen.(Foto: REUTERS)

Bestes Drittquartal seit 2009: Goldman Sachs pulverisiert Erwartungen

Die US-Großbank Goldman Sachs bleibt sich treu: Das elfte Jahresviertel in Folge kann das Finanzinstitut die Markterwartungen schlagen. Der Gewinn steigt um fast die Hälfte. Allerdings bleiben einige Sparten hinter dem starken zweiten Quartal zurück.

Auflebende Handelsgeschäfte haben der US-Investmentbank Goldman Sachs im dritten Quartal zu einem satten Gewinnanstieg verholfen. Dank einer spürbaren Erholung im Geschäft mit Anleihen, Devisen und Rohstoffen (FICC) kletterte der Gewinn auf Jahressicht unterm Strich um 48 Prozent auf 2,24 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen mitteilte. Es war das stärkste dritte Quartal seit 2009, als die Weltwirtschaftskrise die Märkte nach unten gerissen hatte.

Zudem konnte Goldman Sachs das elfte Quartal in Folge die Prognosen der Analysten übertreffen. Je Aktie verdiente Goldman Sachs 4,57 Dollar und damit deutlich mehr als Analysten mit 3,21 Dollar erwartet hatten. Zudem ist das nicht nur ein massiver Gewinnsprung gegenüber den 2,88 Dollar je Aktie im Vorjahr, sondern auch mehr als die 4,10 Dollar im bereits starken Vorquartal.

Im FICC-Geschäft kletterten die Einnahmen um 74 Prozent auf 2,17 Milliarden Dollar. Das Investmentbanking steigerte die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr zwar um gut ein Viertel auf 1,46 Milliarden Dollar. Auf Quartalssicht indes gingen die Einnahmen um fast ein Fünftel zurück.

Im abgelaufenen Quartal brummte bei dem Institut zudem das Beratungsgeschäft rund um Fusionen und Übernahmen. Auch mit Kapitalmaßnahmen und Börsengängen verdiente Goldman gut. In der Vermögensverwaltung, die seit der Finanzkrise als stabiler Anker ausgebaut wurde, stiegen die Einnahmen um 20 Prozent.

Auch andere Banken profitieren

In den vergangenen Quartalen hatte das trübe Handelsgeschäft noch die Bilanzen der Geldhäuser belastet. Zuletzt gerieten die globalen Finanzmärkte, die sich den Großteil des Jahres kaum bewegt hatten, wegen Spekulationen auf Zinssteigerungen in den USA und Zinssenkungen in Europa jedoch zunehmend in Bewegung, wovon Banken durch anziehende Handelseinnahmen profitieren.

Insgesamt stiegen die Einnahmen von Goldman Sachs im abgelaufenen Quartal auf 8,39 Milliarden Dollar von 6,72 Milliarden vor einem Jahr. Analysten hatten dagegen lediglich Gesamteinnahmen 7,82 Milliarden Dollar prognostiziert. An die 9,13 Milliarden Dollar des zweiten Quartals reichte Goldman Sachs allerdings nicht ganz heran.

Auch JP Morgan und die Citigroup hatten die anziehende Handelsaktivität an den Kapitalmärkten und Börsen im dritten Quartal in steigende Gewinne ummünzen können. Bei der Bank of America legten die Handelseinnahmen zwar ebenfalls deutlich zu, allerdings nagte der milliardenschwere Vergleich im Hypothekenstreit bei der gemessen an der Bilanzsumme zweitgrößten Bank der USA am Gewinn.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen