Wirtschaft
Baustelle in Afrika. Auch auf diesem Markt konnte Heidelbergcement wieder zulegen.
Baustelle in Afrika. Auch auf diesem Markt konnte Heidelbergcement wieder zulegen.(Foto: imago/Westend61)

Bestes Ergebnis seit Finanzkrise: Heidelcement profitiert von Baukonjunktur

Kaum etwas hat Heidelbergcement im Schlussquartal 2014 bremsen können. Gute Baukonjunktur, mildes Wetter, schwacher Euro und billiges Öl - alles Faktoren, die dem Baustoffkonzern in die Karten spielten. Auf einem Markt ging es jedoch abwärts.

Gut laufende Geschäfte in den USA und Asien haben dem Baustoffkonzern Heidelbergcement im Schlussquartal 2014 Auftrieb gegeben. Zudem profitierte das Unternehmen vom milden Winter in Europa, einem schwächeren Euro und der weltweit guten Baukonjunktur.

Der Umsatz kletterte laut vorläufigen Zahlen von Oktober bis Ende Dezember um 6,4 Prozent auf 3,309 Milliarden Euro, wie die im Dax notierte Gesellschaft mitteilte. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) legte um 1,7 Prozent auf 625 Millionen Euro zu. "2014 war für Heidelbergcement operativ das mit Abstand beste Jahr seit der Finanzkrise", erklärte Vorstandschef Bernd Scheifele.

Mit den Zahlen übertraf der Konzern die Erwartungen der Analysten. Für das laufende Jahr 2015 erwartet Heidelbergcement eine Fortsetzung der positiven Entwicklung in Nordamerika, Asien und Afrika. Auch in West- und Nordeuropa rechnet das Unternehmen mit Zuwächsen. Dazu beitragen sollen vor allem Großbritannien und Deutschland, aber auch die Beneluxstaaten. Die Krise im Osten der Ukraine beeinträchtige jedoch Absatz und Ergebnis des Unternehmens in Russland.

Heidelbergcement rechnete aus den Zahlen die Beiträge des vor Kurzem verkauften Bauproduktegeschäfts (etwa Betonfertigteile, Pflaster, Betonrohre) heraus. Kurz vor Weihnachten hatte der Konzern die einst mit dem britischen Unternehmen Hanson übernommene Sparte für 1,4 Milliarden Dollar an den Finanzinvestor Lone Star verkauft. Nach den internationalen Standards zur Rechnungslegung IFRS durften die nicht fortgeführten Aktivitäten nicht mehr bilanziert werden.

Nach einer um das Bauproduktgeschäft bereinigten Prognose von Banken, die Heidelbergcement selbst erfasst hat, erwarteten Analysten einen Jahresumsatz von 12,37 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis von 1,58 Milliarden Euro. Das vierte Quartal schloss der Zement- und Kiesproduzent besser ab als vorhergesagt: Das operative Ergebnis betrug bereinigt 442 Millionen Euro bei einer Prognose von 434 Millionen Euro.

Quelle: n-tv.de

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