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Explodierende Airbags: Hersteller rufen Millionen Autos zurück

Der Ärger der Autohersteller mit den Airbags des Pannenherstellers Takata findet kein Ende. Diesmal müssen Toyota und Nissan 6,5 Millionen Wagen zurückrufen. Auch in Deutschland verkaufte Autos sind betroffen.

Wegen defekter Airbags rufen die beiden japanischen Autobauer Toyota und Nissan weltweit mehr als 6,5 Millionen Autos zurück. Bei Toyota waren nach Unternehmensangaben insgesamt fünf Millionen Fahrzeuge betroffen, davon laut einer Sprecherin rund 153.000 in Deutschland. Nissan erklärte, der Rückruf des Unternehmens beziehe sich auf 1,56 Millionen Autos weltweit.

Eine Sprecherin von Toyota sagte, der normale Fahrbetrieb der betroffenen Fahrzeuge sei nicht beeinträchtigt. Es könne jedoch Feuchtigkeit in den Gasgenerator des Fahrer- und des Beifahrer-Airbags eindringen. Im Falle eines Unfalls könnten die Airbags dadurch "nicht mehr ordnungsgemäß" funktionieren.

Nissan teilte mit, bei den Airbags bestehe Explosionsgefahr. Es gebe ein Risiko, dass das Metallgehäuse des Gasgenerators nicht ordnungsgemäß funktioniere. Beide Autobauer betonten, dass ihre Rückrufe nicht in Verbindung mit Todesfällen oder Verletzten bei Autounfällen stünden.

Kraftfahrtbundesamt informiert

Betroffen sind laut Toyota insgesamt 35 Modelle, die zwischen März 2003 und November 2007 produziert wurden, darunter der Corolla und der Yaris. Der Sprecherin zufolge werden die Halter in Deutschland über das Kraftfahrtbundesamt informiert. Bei Nissan sind den Angaben zufolge Modelle betroffen, die zwischen 2004 und 2008 vom Band liefen.

Die Rückrufserie steht im Zusammenhang mit der Skandalserie um den japanischen Airbag-Hersteller Takata. Mindestens fünf Todesfälle in den USA und Malaysia werden mit den defekten Airbags der Firma in Verbindung gebracht. Sie können platzen und durch heiße Metallteile Fahrer und Beifahrer verletzen. In den vergangenen Jahren hatten bereits mehrere Autobauer deswegen gut 20 Millionen Fahrzeuge zurückrufen müssen, darunter auch Honda und General Motors.

Quelle: n-tv.de

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