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Ukraine-Wirtschaft schrumpft stark: IWF erwartet 46 Prozent Inflation

Die ukrainische Regierung rechnet mit einem Rückgang der Wirtschaftskraft des Landes von 5,5 Prozent 2015. Die Prognose des IWF sieht da wesentlich düsterer aus. Auch die Teuerung liefert wenig Grund zur Hoffnung - im Gegenteil.

Die Wirtschaft in der Ukraine wird nach Auffassung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in diesem Jahr noch stärker schrumpfen als bisher angenommen. Der IWF senkte seine Konjunkturprognose für das vom Krieg mit den pro-russischen Separaristen ruinierte Land weiter und geht nun von einem Rückgang der Wirtschaft um neun Prozent aus. Bisher war er für 2015 von einem Minus von 5,5 Prozent ausgegangen. Gleichzeitig dürfte die Inflation laut IWF wegen der höheren Energiepreise und der unvorteilhaften Wechselkurses bei 46 Prozent liegen.

Die ukrainische Regierung geht bislang davon aus, dass die Wirtschaft in diesem Jahr um 5,5 Prozent schrumpft. Die Weltbank rechnet mit einem Minus von 7,5 Prozent.

Dauerhafte Stabilisierung angestrebt

Trotz der düsteren Prognose hat der IWF bei seiner jüngsten Mission in Kiew nach eigenen Angaben auch ermutigende Zeichen festgestellt. Dazu gehöre unter anderem eine Stabilisierung der Wechselkurse sowie ein Anwachsen der internationalen Währungsreserven. Die ukrainischen Behörden hätten erkannt, dass Finanzstabilität und "robustes und dauerhaftes Wachstum" nur mit wirtschaftlichen Reformen zu erreichen seien, hieß es in der IWF-Erklärung.

Von dem Bericht hängt die Freigabe der zweiten Kredittranche in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar für das Land ab. Der IWF will der Ukraine mit Kredithilfen von 17,5 Milliarden Dollar für die kommenden vier Jahre wieder auf die Beine helfen. Die Darlehen sind Teil eines umfassenden internationalen Pakets im Volumen von über 40 Milliarden Dollar. Damit soll das Land wirtschaftlich dauerhaft stabilisiert werden.

Quelle: n-tv.de

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