Wirtschaft
Im März traf Ivanka Trump in Washington auf die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Im März traf Ivanka Trump in Washington auf die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel.(Foto: dpa)
Donnerstag, 20. April 2017

Für mehr Lehrstellen in den USA: Ivanka Trump sieht Deutschland als Vorbild

Bisher fällt die Trump-Regierung vor allem mit Kritik an der deutschen Wirtschaft auf - etwa hinsichtlich ihrer Exportüberschüsse. US-Präsidententochter Ivanka Trump äußert sich nun jedoch positiv: In Sachen Ausbildung könnten die USA von den Deutschen lernen.

Die USA könnten bei ihren Plänen, mehr Lehrstellen zu schaffen, aus Sicht der Präsidentenberaterin Ivanka Trump "einiges von Deutschland lernen". Deutschland sei im Bereich der Berufsausbildung "absoluter Wegbereiter", hob die Tochter des US-Präsidenten Donald Trump in einem Interview mit der "Wirtschaftswoche" hervor.

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"Das deutsche System der Berufsausbildung ist ein praktisches, erfolgreiches Beispiel für eine echte öffentlich-private Partnerschaft." Neben dem Berufsschulunterricht vermittele es die berufliche Praxis in den Betrieben. "Ich habe vor, von den Erfolgen Deutschlands in diesem Bereich zu lernen."

Ivanka Trump nimmt Anfang der kommenden Woche in Berlin an der W20-Konferenz zur Förderung von Frauen in der Arbeitswelt teil. Das Treffen am 25. und 26. April findet im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft statt. Dort wird sie auch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und IWF-Chefin Christine Lagarde zusammentreffen.

Besuch von Siemens-Werk geplant

Anschließend will Trump ein Ausbildungszentrum von Siemens und das Holocaust-Mahnmal in der Bundeshauptstadt besuchen, wie aus einem vorläufigen Programm hervorgeht, das das Weiße Haus am Donnerstag veröffentlichte. Der "Wirtschaftswoche" zufolge will sie sich im Siemens-Werk über die duale Ausbildung zu informieren.

Merkel hatte Ivanka Trump bereits bei ihrem Besuch in Washington getroffen. Beide saßen bei einem Wirtschaftsdialog über Ausbildungsfragen im Weißen Haus nebeneinander. Dort lud Siemens-Chef Joe Kaeser die Präsidententochter auch zu dem Besuch bei dem Konzern ein.

Nach ihrer Rückkehr in die Vereinigten Staaten will die Präsidenten-Tochter mit Unternehmen, Vertretern des Bundes, der Bundesstaaten und der Kommunen sowie mit Bildungseinrichtungen die Berufsausbildungsmodelle modernisieren.

Quelle: n-tv.de

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