Wirtschaft
Kion-Zahlen stimmen zuversichtlich.
Kion-Zahlen stimmen zuversichtlich.(Foto: picture alliance / dpa)

Trotz Währungsabwertungen: Kion-Zahlen sorgen für Kursfantasie

Mit Währungseffekten muss sich Kion herumschlagen. Der Gabelstaplerhersteller schafft es dennoch, Analysten zufriedenzustellen. Das liegt am Ausblick und den Wachstumsaussichten in Westeuropa.

Negative Währungseffekte haben dem Gabelstaplerhersteller Kion im abgelaufenen Jahr zu schaffen gemacht. Vor allem die Abwertung des brasilianischen Real und des britischen Pfunds drückte auf das Wachstum. Dank niedrigerer Kosten und höherer Absatzpreise konnte das Unternehmen operativ aber zumindest mehr verdienen.

Der Umsatz lag 2013 mit rund 4,5 Milliarden Euro etwa auf dem Vorjahresniveau, wenn das verkaufte Hydraulikgeschäft herausgerechnet wird. Der Auftragseingang lag belastet von ungünstigen Wechselkursen mit rund 4,49 Milliarden Euro leicht unter dem bereinigten Vorjahreswert von 4,59 Milliarden. Der Anteil der in Wachstumsmärkten bestellten Fahrzeuge kletterte unterdessen auf rund 35 Prozent. Dazu trug das starke Neugeschäft in Osteuropa, Südamerika und China bei.

Wachstumsaussichten in Westeuropa

Das operative Ergebnis wuchs trotz der Belastungsfaktoren um 2 Prozent auf 416,5 Millionen Euro, die Marge stieg auf 9,3 Prozent. Unter dem Strich ging der Gewinn allerdings auf 135 Millionen von 161,4 Millionen Euro zurück. Kion begründete dies damit, dass das Vorjahresergebnis einmalige Erträge aus dem Verkauf des Hydraulik-Geschäfts enthalten habe.

Im neuen Geschäftsjahr will das Unternehmen von der Konjunkturerholung in Westeuropa profitieren. Bereits im Schlussquartal verzeichnete Kion in der Region einen kräftigen Anstieg der Nachfrage nach Flurförderzeugen um rund 10 Prozent - im Gesamtjahr lag das Wachstum hier lediglich bei 0,3 Prozent.

"Das gibt Krsfantasie"

Das ganze Paket kommt am deutschen Aktienmarkt gut an. "Das dürfte den Markt überraschen, weil sich das große Thema Schwellenländerkrise hier kaum widerspiegelt", sagt ein Händler. Weder im Absatz- noch in Wechselkurseffekten habe dies große Spuren hinterlassen. "Das gibt Kursfantasie, dürfte das Handelsvolumen beleben und stützt damit auch gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit für eine MDax-Aufnahme", so ein anderer Händler.

Kion sollten daher ihren Aufwärtstrend seit dem  Ausbruch über die 30-Euro-Marke weiter fortsetzen. Das Unternehmen gehörte früher zu Linde, dann dem Finanzinvestor KKR und ist derzeit im SDax notiert.

Quelle: n-tv.de

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