Wirtschaft
Im Geschäft mit Speicherchips geht es bei Samsung aufwärts.
Im Geschäft mit Speicherchips geht es bei Samsung aufwärts.(Foto: picture alliance / dpa)

Gewinn bricht ein: Konkurrenz verhagelt Samsung das Geschäft

Smartphones sind nach wie vor ein Boom-Produkt. Doch der Marktführer Samsung verliert Anteile an die immer schärfer werdende Konkurrenz aus Fernost. Es gibt aber auch Teilbereiche, in denen Samsung weiter wächst.

Der verschärfte Wettbewerb bei Smartphones drückt auf das Ergebnis von Weltmarktführer Samsung. Das führende südkoreanische Technologie-Unternehmen erwartet für das dritte Quartal 2014 zwar ein operatives Ergebnis in Milliardenhöhe. Doch rechnet es damit, dass sich dieser im Jahresvergleich mehr als halbiert haben wird. Es ist der vierte Quartalsrückgang in Folge.

Das Ergebnis aus den gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten werde auf 4,1 Billionen Won (etwa 3,1 Milliarden Euro) geschätzt, teilte der größte Hersteller von Handys, Speicherchips und TV-Geräten in seinem Ergebnisausblick mit. Der Umsatz werde bei 47 Billionen Won liegen, nach rund 59 Billionen Won im dritten Quartal 2013.

Das operative Ergebnis dürfte im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 62 Prozent gefallen sein und wohl zwischen 2,9 Milliarden und 3,2 Milliarden Euro liegen. Das bewegt sich im Rahmen der Analystenschätzungen. Endgültige Zahlen, den Überschuss eingeschlossen, will Samsung wie gewöhnlich erst später im Monat nachliefern.

Beobachter nicht überrascht

Die Unsicherheiten des Geschäfts mit IT und mobiler Kommunikation wie Handys, Netzwerken und digitaler Bildverarbeitung dauerten im vierten Quartal 2014 an, hieß es.

Der schlechtere Ergebnisausblick kam für Marktbeobachter nicht überraschend. Der Wettbewerb im Smartphone-Markt ist schärfer geworden. Besonders in Asien machten zuletzt lokale Hersteller Samsung seine Spitzenposition im Geschäft mit Handys und Smartphones streitig, wie Markterhebungen in Indien und China zeigen. Daneben verzeichnete Apple mit seinen neuen iPhone-Modellen im Oberklasse-Segment große Absatzerfolge. Samsung Spitzenmodell hingegen, das Galaxy S5, verkauft sich schwächer als erwartet.

Zugleich setzt Samsung weiter auf den zunehmenden Bedarf an Speicherkapazitäten in mobilen Geräten, eingeschlossen Smartphones. Am Montag hatte der Elektronikhersteller den Bau einer neuen riesigen Chip-Fabrik am heimischen Standort in Pyongtaek unweit von Seoul für mehr als elf Milliarden Euro angekündigt. Der Ertrag im Speicher-Geschäft habe sich im Vergleich zum Vorquartal verbessert, teilte Samsung weiter mit.

Quelle: n-tv.de

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