Wirtschaft
Die Zahl der neuverkauften Autos legt im Mai wieder zu.
Die Zahl der neuverkauften Autos legt im Mai wieder zu.(Foto: picture alliance / dpa)

Osterdelle aufgebügelt: Mehr Pkw verkauft - aber nicht an privat

Der deutsche Automarkt findet in die Erfolgsspur zurück. Nach einem überraschenden Dämpfer können die Hersteller wieder mehr Fahrzeuge an die Kunden übergeben. Doch der Absatz bleibt niedrig - und es greifen hauptsächlich Firmen zu.

Der deutsche Automarkt kommt wieder in Schwung. Im Mai wurden zwischen Rügen und Zugspitze 274.804 Fahrzeuge neu zugelassen, wie das Kraftfahrtbundesamt mitteilte. Das waren 5,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Während sich Privatleute sich weiter mit dem Kauf eines Neuwagens zurückhielten, legten gewerbliche Zulassungen. In den ersten fünf Monaten belief sich das Plus damit auf 3,4 Prozent. Insgesamt wurden 1,26 Millionen Pkw angesetzt.

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Damit könnte sich das Absatzminus aus dem Vormonat als kleine Delle in der Erholung erweisen. Damals waren die Verkäufe überraschend um 3,6 Prozent gesunken. Es war zugleich der erste Rückgang seit November. Experten hatten auf das Osterfest und geringere Preisabschläge verwiesen.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young verwies darauf, dass das Plus im Mai ausschließlich von den Unternehmen getragen werde. So kletterten die gewerblichen Zulassungen um zwölf Prozent auf gut 172.000 Pkw. Dank der guten Konjunktur spreche viel dafür, dass dieser trend halte, sagte E&Y-Experte Peter Fuß. Dagegen gingen die Neuzulassungen bei Privatpersonen um fünf Prozent zurück - trotz Preisnachlässen.

Drittschlechtester Mai seit 2006

Bei den deutschen Marken wies Porsche im Vergleich zum Vorjahresmonat mit 11,0 Prozent das stärkste Plus auf, gefolgt von Opel mit 9,0 Prozent. Mercedes hielt mit einem Minus von 0,5 Prozent nahezu das Vorjahresniveau. Mini und Smart wiesen Verluste im zweistelligen Bereich aus. Die deutschen Marken dominierten dennoch nach wie vor den Neuzulassungsmarkt. Dabei lag VW mit einem Anteil von 21,2 Prozent an der Spitze - auch wenn die Marke den Absatz gegenüber dem Mai 2013 nur unterdurchschnittlich um 2,4 Prozent steigern konnte.

Zugleich verwiesen die Wirtschaftsprüfer darauf, dass die verkäufe noch immer auf einem niedrigen Niveau lägen. Seit 2006 hätte es lediglich zwei Mai-Monate gegeben, in denen weniger Autos verkauft worden seien. Dagegen wurden der Aufstellung im Mai 2009 über 100.000 Autos mehr abgesetzt.

Bei den Importmarken fuhr Jeep mit einem Plus von 84,6 Prozent den stärksten Anstieg ein, gefolgt von Nissan mit 36,6 Prozent. Als stärkster Importeur erreichte Skoda mit 5,8 Prozent den höchsten Anteil bei den Erstanmeldungen.

Quelle: n-tv.de

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