Wirtschaft
Ein Nugget in Händen eines Schürfers: Die Masse des Goldes gewinnen Rohstoffkonzerne im industriellen Maßstab.
Ein Nugget in Händen eines Schürfers: Die Masse des Goldes gewinnen Rohstoffkonzerne im industriellen Maßstab.(Foto: REUTERS)

Tiefpreise locken ins Edelmetall: Nachfrage nach Gold zieht an

Das Edelmetall entwickelt neue Anziehungskraft: Wenige Wochen nach dem Fünf-Jahres-Tief veröffentlichen Marktbeobachter neue Daten. Der niedrige Preis scheint den weltweiten Gold-Bedarf zu befeuern.

Die weltweite Nachfrage nach Gold ist im dritten Quartal wieder gestiegen. Grund dafür sei der deutlich gesunkene Kurs des Edelmetalls, wie der World Gold Council, eine Organisation der großen Goldproduzenten, mitteilte.

Zwischen Juli und September belief sich der Bedarf demnach auf 1121 Tonnen Gold. Die Nachfrage fiel damit um acht Prozent höher aus als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im Juli hatte der Goldpreis am Weltmarkt mit 1072,35 Dollar (1001 Euro) je Feinunze den tiefsten Wert seit fünf Jahren erreicht. Aktuell kostet die Feinunze Gold etwas weniger als 1082 Dollar. Eine Feinunze entspricht rund 31,1 Gramm).

Überraschend sei dieses Mal gewesen, dass der niedrige Kurs die Nachfrage weltweit befeuert habe, sagte der Chefanalyst des Weltgoldrats, Alistair Hewitt. Für gewöhnlich wirke sich der Preis in erster Linie auf die Nachfrage von Käufern aus Asien und dem Nahen Osten aus.

Indien und China vorn

Bei der regionalen Verteilung blieb das gewohnte Muster erhalten: Indien ist nach wie vor der größte Goldabnehmer, dicht gefolgt von China. Nachgefragt wird Gold als Rohstoff vor allem in der Schmuckherstellung und im verarbeitenden Gewerbe wie etwa der Elektroindustrie.

Daneben kaufen Goldhändler Edelmetallbestände am Weltmarkt auf, um damit Anlegern etwa in Form von Barren eine möglichst beständige Wertanlage anzubieten. Die größten Bestände an reinem Gold lagern jedoch in den Kellern der Zentralbanken.

Früheren Angaben zufolge hortet zum Beispiel die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) an verschiedenen Standorten in den USA insgesamt 8133,5 Tonnen Gold. Die weltweit zweitgrößten Reserven hält die deutsche Bundesbank: Die Barren liegen allerdings zum größten Teil noch in Tresoren unterhalb der New Yorker Wall Street.

Quelle: n-tv.de

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