Wirtschaft
Die Preise in China steigen wegen des Winters. Experten sehen aber noch keine Inflationsgefahren.
Die Preise in China steigen wegen des Winters. Experten sehen aber noch keine Inflationsgefahren.(Foto: REUTERS)

Kalter Winter heizt Inflationsdruck an: Neues Wachstumsziel für China

Während die Produzentenpreise in China sinken, klettern die Verbraucherpreise - und das überraschend deutlich. Zudem rechnen Experten wegen des strammen Winters in den kommenden Monaten mit weiterem Preisdruck. Gleichzeitig werden erste Wachstumsprognosen der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt für 2013 bekannt.

Ein ungewöhnlich kalter Winter heizt in China den Anstieg der Lebensmittelpreise an und erhöht damit den Inflationsdruck. Gleichzeitig werden ersten Wachstumsziele für das laufende Jahr bekannt: Einem Agenturbericht zufolge wird die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt etwas an Fahrt verlieren. Für 2013 sei mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 7,5 Prozent zu rechnen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf den stellvertretenden Chef der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission, Zhang Xiaoqiang. 2012 habe das Wachstum bei 7,7 Prozent gelegen.

Die Verbraucherpreise kletterten indes im Dezember um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie die nationale Statistikbehörde berichtete. Im November hatten sich die Lebenshaltungskosten für die chinesischen Bürger nur um 2,0 Prozent erhöht. Volkswirte hatten für Dezember mit einer Jahresteuerung von 2,4 Prozent gerechnet. Auf Monatssicht zogen die Preise im Dezember um 0,8 Prozent an, im November hatte die Rate 0,1 Prozent betragen.

Die Preise für Lebensmittel erhöhten sich im Dezember um 4,2 Prozent. Viele Chinesen müssen einen großen Teil ihres Einkommens für Nahrungsmittel ausgegeben, weshalb deren Preise politisch sensitiv sind.

Die Inflation ist aber immer noch relativ niedrig, sagten Ökonomen. Wegen des kalten Wetters dürften die Preise allerdings in den nächsten Monaten erhöht bleiben.

Unterdessen gingen die Preise auf der Erzeugerstufe zurück. Die Produzentenpreise fielen im Dezember um 1,9 Prozent auf Jahressicht. Volkswirte hatten einen Rückgang um 1,8 Prozent erwartet. Im November waren die Erzeugerpreise mit einer Jahresrate von 2,2 Prozent gefallen. Binnen Monatsfrist sanken die Preise wie im Vormonat um 0,1 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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