Dienstag, 08. September 2009
McCurry darf weiterbrutzeln: Niederlage für McDonald's
Die US-Schnellrestaurantkette McDonald's muss sich in Malaysia künftig mit ungewohnter Konkurrenz arrangieren. Nach einem achtjährigen Kampf vor Gericht unterliegt der amerikanische Fast-Food-Gigant in einem zähen Markenstreit endgültig einem kleinen indischen Restaurant.
David gegen Goliath: Kanageswary Suppiah - hier mit ihrem Mann vor dem mittlerweile weltberühmten McCurry-Stammhaus - kann sich jetzt wieder voll auf ihre Gäste konzentrieren.
(Foto: AP)
Nach dem Urteil des höchsten Gerichts des asiatischen Staates Malaysia hat McDonald's keinen Alleinanspruch auf das "Mc" vor dem Namen. Die Richter in Kuala Lumpur wiesen einen Einspruch des US-Giganten gegen das Urteil eines Berufungsgerichts zurück. Der Imbiss "McCurry" darf die Vorsilbe "Mc" in seinem Namen behalten.
McDonald's muss dem Restaurant, das in Kuala Lumpur unter anderem auch Spezialitäten aus Indien anbietet, 10.000 Ringgit Gerichtskosten erstatten. Umgerechnet entspricht das einer Summe von knapp 2000 Euro.
"Das ist das Ende der Fahnenstange für McDonald's - McCurry darf die Vorsilbe nutzen", freute sich der Anwalt der Gegenseite, Sri Dev Nair. "Was für eine Erleichterung", sagte McCurry-Betreiberin Kanageswary Suppiah. "Dass der mentale Stress vorbei ist, ist Millionen wert."
Die McCurry-Chefin wies das Argument der US-Kette erneut zurück, das "Mc" könne zu Verwechslungen führen: Ihr kleines Familienunternehmen habe mit seinen traditionellen Gerichten eine ganz andere Klientel als die US-Schnellrestaurants, sagte sie.
"Es gibt keine Gemeinsamkeiten, das wussten wir von Anfang an, und deshalb haben wir das durchgezogen", sagte sie weiter. Der Anwalt der Gegenseite teilte mit, er akzeptiere das Urteil.
McCurry gibt es seit 1999, wegen des Rechtstreits konnte der kleine Imbiss nach Angaben seiner Besitzerin bisher nicht expandieren. McDonald's betreibt dagegen allein in Malaysia 185 Filialen.
mmo/AFP/dpa
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