Wirtschaft
Arbeit wird schlechter entlohnt als Besitz - ein Trend, den Piketty in seinem vieldiskutierten Buch "Das Kapital im 21. Jahrhundert" unter die Lupe nimmt.
Arbeit wird schlechter entlohnt als Besitz - ein Trend, den Piketty in seinem vieldiskutierten Buch "Das Kapital im 21. Jahrhundert" unter die Lupe nimmt.(Foto: picture alliance / dpa)

Provokanter Protest: Piketty lehnt die Ehrenlegion ab

Die Ehrenlegion ist die höchste Auszeichnung Frankreichs. Auf der Liste der Neujahrsnominierungen stehen Jean Tirole, Wirtschaftsnobelpreisträger 2014, und auch Star-Ökonom Thomas Piketty. Doch der will den Verdienstorden nicht - und nennt Gründe.

Der französische Wirtschaftswissenschaftler Thomas Piketty hat aus Protest gegen die Regierung von Präsident François Hollande die Nominierung für die Ehrenlegion, die höchste Auszeichnung des Landes, abgelehnt. "Ich denke nicht, dass es der Regierung zukommt zu entscheiden, wer zu ehren ist", sagte der Autor des vieldiskutierten Buches "Das Kapital im 21. Jahrhundert". "Sie sollte sich lieber auf die Wiederankurbelung des Wachstums in Frankreich und Europa konzentrieren."

Im offiziellen Amtsblatt hatte Piketty zuvor in der Liste der Neujahrsnominierungen für die Ehrenlegion gestanden - zusammen mit dem Wirtschaftsnobelpreisträger 2014, Jean Tirole. Piketty stand eine Zeit lang der Sozialistischen Partei von Hollande nahe, er ging dann aber auf Distanz zur Politik der Regierung.

In seinem Buch vertritt er die These, dass kapitalistische Systeme grundsätzlich zu wachsender Ungleichheit und zur Bereicherung einiger weniger neigen. Damit machte er weltweit Furore, unter anderem in den USA, wo ihn Berater von US-Präsident Barack Obama empfingen. Von dem Buch wurden schon mehr als 1,5 Millionen Exemplare verkauft.

Quelle: n-tv.de

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