Wirtschaft
Neuwagen waren auch im Februar wieder gefragt.
Neuwagen waren auch im Februar wieder gefragt.(Foto: REUTERS)

Südeuropa kommt in Schwung: Pkw-Nachfrage beflügelt deutsche Autobauer

Dank hoher Zuwächse in Südeuropa ist die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im Februar kräftig angestiegen. Vor allem Spanien, Italien und Portugal sorgen für ein gutes Geschäft. Doch vom Vorkrisenniveau ist der Markt noch weit entfernt.

Der Europäische Automarkt bleibt auf Wachstumskurs. Zum achtzehnten Mal in Folge legten die Neuwagenverkäufe in der EU auf Jahressicht zu. Im Februar wurden in der Europäischen Union 924.440 neue PKW zugelassen – das sind 7,3 Prozent mehr als im Vergleich zum Vorjahr, wie der europäische Herstellerverband ACEA mitteilte. Im Februar 2008, kurz vor der Wirtschaftskrise, hatte das Niveau laut ACEA allerdings bei etwa 1,15 Millionen Neuzulassungen gelegen. In den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres beleif sich das Plus auf sieben Prozent.

Im Februar haben alle großen Märkte zu dem Wachstum beigetragen. Spanien, Italien und Großbritannien haben sogar zweistellige Wachstumsraten erreicht. Besonders deutlich erholte sich erneut der spanische Markt mit einem Zuwachs von mehr als einem Viertel. In Italien ging es mit 13,2 Prozent ebenfalls zweistellig bergauf. In Portugal zogen die Verkäufe sogar um knapp 36 Prozent an. Damit kommt der Automarkt gerade in ehemaligen Krisen-Ländern wieder in Schwung. In den beiden wichtigsten Märkten, Deutschland und Frankreich, kletterten die Neuverkäufe um 6,6 und um 4,5 Prozent.

Unter den Herstellern konnten besonders die deutschen Autohersteller punkten. Bei BMW stiegen die Absätze um 16 Prozent, bei Daimler um 14,1 Prozent. Die Zulassungen der VW Group erreichten im Februar ein Plus von 11,1 Prozent. Der Konzern mit seinen verschiedenen Marken hielt den ACEA-Zahlen zufolge seinen Marktanteil von rund einem Viertel in der EU. Die Opel Group verzeichnete ein Minus von 8,3 Prozent. Zum Opel-Konzern gehören auch die Marken Chevrolet, Opel-Vauxhall und andere GM-Marken. Gerade bei Chevrolet ist der Umsatz stark eingebrochen und wirkte sich somit negativ auf die Gesamtzahlen aus. Ohne diese kamen Opel und die Schwestermarke Vauxhall auf ein Plus von 6,3 Prozent.

Im vergangenen Jahr lagen die Neuzulassungen mit rund 12,5 Millionen Autos um etwa drei Millionen unter den Höchstwerten vor der Krise.

Quelle: n-tv.de

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