Wirtschaft
Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender RWE Deutschland AG (Archivbild).
Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender RWE Deutschland AG (Archivbild).(Foto: picture alliance / dpa)

Querelen bei der Ökotochter: RWE sucht neuen Deutschland-Chef

Wer darf die RWE-Sparte für erneuerbare Energien in die Zukunft führen? Übereinstimmenden Medienberichten zufolge gehen die Ansichten dazu in der Führungsetage des Energieversorgers offenbar weit auseinander. Die Rede ist von einer Trennung.

Der Energiekonzern RWE und sein Deutschlandchef gehen angeblich getrennte Wege. Arndt Neuhaus werde das Unternehmen verlassen, zitierte die Nachrichtenagentur Reuters einen nicht näher genannten Informanten. Die Trennung könne bereits in den kommenden Tagen geschehen, hieß es.

Gerüchte über einen unmittelbar bevorstehenden Wechsel in der Führungsetage bei RWE kursieren bereits seit längerem. Über das Ausscheiden des 49-jährigen Neuhaus hatte zuvor bereits das "Handelsblatt" berichtet. RWE wollte sich dazu nicht äußern.

Neuhaus leitet seit 2011 die sogenannte RWE Deutschland AG, in der unter anderem das Netz- und Vertriebsgeschäft gebündelt ist. Dies soll zusammen mit der Ökostromsparte in eine Tochter ausgegliedert werden, von der RWE in diesem Jahr einen Anteil von zehn Prozent an die Börse bringen will.

Die Führungsfrage dieser Gesellschaft ist bislang nicht geklärt. RWE-Chef Peter Terium hatte angekündigt, dass es zum 1. April eine Übergangslösung geben könne, bei der zunächst ein geschäftsführender Vorstand eingesetzt werde. Im Kreis der kommunalen Aktionäre soll Neuhaus als fester Kandidat für die Leitungsposition gehandelt worden sein. Im Bericht des "Handelsblatts" hieß es dagegen, Terium wolle nun vorerst selbst in Personalunion die neue Gesellschaft leiten.

RWE baut unter dem Druck der Energiewende den gesamten Konzern radikal um. Vor gut zwei Wochen hatte das Dax-Unternehmen bereits mit einer Personalie auf sich aufmerksam gemacht: Die Chefin des Branchenverbandes BDEW und frühere Staatsministerin im Bundeskanzleramt, Hildegard Müller, wechselt Anfang Mai zu Deutschlands zweitgrößtem Energieversorger.

Quelle: n-tv.de

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