Wirtschaft
Der französische Autobauer Renault will jährlich 50 Millionen Euro in die Verbesserung der Abgastechnologie investieren.
Der französische Autobauer Renault will jährlich 50 Millionen Euro in die Verbesserung der Abgastechnologie investieren.(Foto: dpa)

Neue Technologie für Millionen: Renault reagiert auf den Abgasskandal

In der Affäre um manipulierte Abgaswerte steht längst nicht mehr nur VW im Fokus. Auch Renault räumt ein, bei den Tests getrickst zu haben. Die Franzosen wollen fortan jährlich Millionenpakete schnüren, um die Optimierung der Abgastechnologie voranzutreiben.

In Reaktion auf den VW-Abgasskandal will der französische Automobilkonzern Renault verstärkt in die Verbesserung der Abgastechnologie investieren. Renault kündigte an, jährlich 50 Millionen Euro zu investieren, um die Lücke zwischen den Emissionen im Normalbetrieb und den im Testbetrieb ermittelten Werten zu reduzieren. Der Autohersteller gab zu, dass bei seinen Fahrzeugen der reale Stickoxid-Ausstoß deutlich über den angegebenen Werten liegen könne. Renault betonte aber, dass anders als bei Volkswagen keine Manipulationssoftware eingesetzt werde.

Der Volkswagen-Konzern hatte im September zugeben müssen, dass weltweit bei rund elf Millionen Dieselfahrzeugen eine Manipulationssoftware eingesetzt wurde, die den Stickoxid-Ausstoß im Testbetrieb als zu niedrig auswies. Der Skandal warf ein Schlaglicht auf die Testverfahren bei Autos. Auch ohne gezielte Manipulation entsprechen die im Testverfahren ermittelten Emissionswerte vielfach nicht dem tatsächlichen Schadstoffausstoß im Straßenverkehr. Ab 2017 soll daher das in Europa gültige Testverfahren geändert werden, um besser den realen Fahrbedingungen zu entsprechen.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte vor einem Monat erklärt, dass die Dieselvariante des neuen Renault Espace bis zu 25 Mal mehr Stickoxid ausstößt als eigentlich erlaubt, wenn die Emissionen nicht bei kaltem, sondern bei warmgelaufenem Motor gemessen werden. Renault erklärte aber, dass seine Fahrzeuge gemäß dem geltenden Prüfverfahren geprüft worden seien. Der Konzern kündigte zugleich an, gemeinsam mit seinem Partner Nissan in den kommenden fünf Jahren seine Investitionen zur Entwicklung sauberer Motoren zu "beschleunigen".

Quelle: n-tv.de

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