Wirtschaft
Ministerpräsident Medwedew (r.) hat der staatlichen Entwicklungsbank VEB knapp 400 Millionen Euro zuschießen lassen.
Ministerpräsident Medwedew (r.) hat der staatlichen Entwicklungsbank VEB knapp 400 Millionen Euro zuschießen lassen.(Foto: REUTERS)

Nothilfen in Milliardenhöhe: Russland will wichtigste Banken schützen

Angesichts der sich verschärfenden Lage auf dem russischen Finanzmarkt will Moskau nun die wichtigsten Banken des Landes stärken. Als systemrelevant eingestufte Institute sollen mit Milliarden gegen westliche Sanktionen geschützt werden.

Das wirtschaftlich angeschlagene Russland stellt Banken staatliche Hilfen im Umfang von umgerechnet 13,2 Milliarden Euro in Aussicht. Ein entsprechender Gesetzentwurf sei beim Parlament eingereicht worden, teilte Finanzminister Anton Siluanow mit. Anspruchsberechtigt sollen demnach von der Zentralbank als systemrelevant eingestufte Banken sein, über die die wichtigsten Transaktionen liefen.

Ministerpräsident Dmitri Medwedew teilte zugleich mit, er habe eine Regierungsanordnung unterzeichnet, wonach der staatlichen Entwicklungsbank VEB umgerechnet knapp 400 Millionen Euro zusätzliches Kapital zugeschossen werden. Dies sei Teil von Maßnahmen, die russische Banken besser vor den Folgen westlicher Wirtschaftssanktionen schützen sollten.

Die russische Wirtschaft droht in eine Rezession zu stürzen. Neben den Sanktionen, die die Europäische Union und die USA wegen Russlands Ukraine-Politik verhängten, sind der Rückgang des Ölpreises und der Absturz des Rubel entscheidende Faktoren.

Quelle: n-tv.de

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