Wirtschaft
Die Kreditwürdigkeit der S&P-Mutter McGraw-Hill wurde herabgestuft.
Die Kreditwürdigkeit der S&P-Mutter McGraw-Hill wurde herabgestuft.(Foto: picture alliance / dpa)

Kampf um Kreditwürdigkeit: S&P selbst herabgestuft

Mit ihren Bonitätseinstufungen vor allem der kriselnden Eurozonen-Länder hat sich die US-Ratingagentur Standard & Poor's mächtig Ärger und Kritik eingebrockt. Die USA klagt etwa. Nun bekommt S&P die eigene Medizin zu schmecken: Moody's senkt den Daumen.

Nach der Klage des US-Justizministeriums gegen Standard & Poor's hat die Ratingagentur selbst mit Zweifeln an ihrer Kreditwürdigkeit zu kämpfen. Konkurrent Moody's senkte die Bonität der S&P-Mutterfirma McGraw-Hill um zwei Stufen auf Baa2. Neben den Risiken der Klage führte Moody's als Grund für die Herabstufung auch das Ende von McGraw-Hills Verlagsaktivitäten im Bereich der Fach- und Lehrbücher an. Das Unternehmen hatte die profitable Sparte im November für 2,5 Mrd. Dollar an einen Investmentfonds verkauft.

Das US-Justizministerium hatte Anfang Februar eine Zivilklage gegen Standard & Poor's eingereicht. Der Ratingagentur wird vorgeworfen, Anleger in den Jahren vor der Finanzkrise mit übertriebenen Bonitätsnoten für Hypothekenpapiere vorsätzlich in die Irre geführt zu haben. Die auf faulen Immobilienkrediten basierenden Wertpapiere lösten vor fünf Jahren in einem Domino-Effekt die weltweiten Turbulenzen an den Finanzmärkten aus. S&P droht eine Strafe in Milliardenhöhe. Die Agentur weist die Vorwürfe zurück.

Quelle: n-tv.de

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