Wirtschaft
Shell und First Utility können ein breites Vertriebsnetz nutzen.
Shell und First Utility können ein breites Vertriebsnetz nutzen.(Foto: picture alliance / dpa)

Angebote an der Tankstelle: Shell steigt in den Strommarkt ein

Konkurrenz belebt das Geschäft: Für die vier großen Energieversorger Deutschlands zeichnet sich im Geschäft mit Strom und Erdgas ein verschärfter Wettbewerb ab. Der Öl-Gigant Shell sucht offenbar neue Geldquellen.

Der Mineralölkonzern Shell will in Deutschland künftig auch Strom und Gas verkaufen. Shell schließt dazu eine Partnerschaft mit dem britischen Energieversorger First Utility. "Der deutsche Markt ist stark fragmentiert, aber viele Anbieter sind nur regional aktiv", sagte der Geschäftsführer der in Hamburg ansässigen First Utility GmbH, Maik Neubauer.

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Shell und First Utility hoffen auf Bewegungen in der breiten Masse: 70 Prozent der Kunden hätten noch nie ihren Energieanbieter gewechselt, betonte Neubauer. Die neue Strategie will der Konzern offenbar sehr schnell umsetzen - und dabei auch sein flächendeckendes Vertriebsnetz nutzen: Shell werde ab sofort auch an seinen rund 2200 Tankstellen in Deutschland auf Kundenfang gehen, hieß es.

Neuer Anbieter von der Insel

Shell-Partner First Utility ist in Großbritannien zuletzt stark gewachsen. Die Briten betreuen dort bereits mehr als 850.000 Kunden. Im deutschen Markt wird Shell als Stromanbieter nur im Hintergrund auftreten: Die Verträge mit den Kunden soll den Angaben zufolge First Utility schließen. Shell übernimmt dabei nur die Beschaffung und Bereitstellung von Strom und Gas.

Deutschland ist der größte Markt für elektrische Energie und Erdgas in Europa. Der deutsche Markt ist jedoch hart umkämpft. Neben den Energieriesen Eon, RWE, EnBW und Vattenfall buhlen auch Hunderte gut etablierte Stadtwerke um Kunden. Dem Branchenverband BDEW zufolge gibt es hierzulande insgesamt 1190 Strom- und 890 Gasanbieter.

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Quelle: n-tv.de

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