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Zinserhöhung im April oder Juni?: Spekulationen treiben Dollar

Die Fed hat nach ihrem jüngsten Zins-Entscheid deutlich gemacht, dass sie angesichts der globalen Konjunkturabkühlung und der Turbulenzen an den Finanzmärkten die Geldpolitik nur behutsam straffen will. Seitdem spekulieren Experten - und der Dollar reagiert.

Spekulationen auf eine baldige Anhebung der Zinsen in den USA haben dem Dollar Rückenwind verliehen. Der Euro fiel bis auf 1,1183 Dollar. Im Schlussgeschäft am Dienstag notierte die Gemeinschaftswährung noch bei 1,1214 Dollar.

Patrick Harker, Führungsmitglied der US-Notenbank Fed, sprach sich in einer Rede für eine weitere Straffung der Geldpolitik schon im April aus. Es gebe starke Argumente dafür, nach der Zinswende vom Dezember nachzulegen, sagte der Chef des Fed-Ablegers in Philadelphia. 2016 sollte die Zentralbank nach seiner Ansicht mindestens drei Mal die geldpolitischen Zügel anziehen. Charles Evans, Präsident der Fed von Chicago, geht von zwei Zinsschritten in diesem Jahr aus.

Geldpolitik behutsam straffen

Die US-Notenbank scheine sich - anders als von vielen Marktteilnehmern zwischenzeitlich geglaubt - von ihrem Zinserhöhungszyklus nicht verabschiedet zu haben, schreiben die Analysten der Essener Nationalbank. Evans wie auch Harker sind in dem über die Zinspolitik entscheidenden Fed-Gremium dieses Jahr allerdings nicht stimmberechtigt.

Die US-Notenbank hatte nach ihrem jüngsten Zins-Entscheid deutlich gemacht, dass sie angesichts der globalen Konjunkturabkühlung und der Turbulenzen an den Finanzmärkten die Geldpolitik nur behutsam straffen will. Viele Experten rechnen erst im Juni mit der nächsten Anhebung. Derzeit hält die Fed den Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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