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Doppelter Angriff auf die Spitze: Steigt Puma bei Dortmund ein?

Der Kampf um Spitzenplätze in der Bundesliga wird nicht unwesentlich durch die Finanzkraft der Vereine mitbestimmt. Dabei holt Dortmund zum Branchenprimus München auf. Das hofft auch der Sportartikelhersteller im Rennen mit Konkurrenten.

Der Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund kann offenbar mit den nächsten Millioneneinnahmen aus dem Einstieg eines Aktionärs rechnen. Wie das "Handelsblatt" berichtet, gilt der Sportartikelhersteller Puma als besonders aussichtsreicher Kandidat. Kreisen zufolge gebe es Verhandlungen mit Unternehmen aus dem bisherigen Unterstützerkreis. Dazu zählten unter anderem Signal Iduna, Opel, Turkish Airlines und der Kabelnetzbetreiber Unitymedia.

Mit Blick auf Puma heißt es, die Wahrscheinlichkeit sei groß, dass es im Sommer zu einem Abschluss komme. Derzeit jedoch stehe eine Einigung nicht unmittelbar bevor. Sprecher von Dortmund und Puma wollten sich nicht äußern.

Der BVB hatte sich jüngst bereits seinen Hauptsponsor Evonik als Großaktionär geangelt. Die Mannschaft läuft seit knapp seit zwei Jahren in Puma-Trikots auf und zählt zu den Hoffnungsträgern des angeschlagenen Sportartikelkonzerns. Der Adidas-Konkurrent hatte sich mit Sportmode verzettelt und setzt nun wieder stärker auf seine Wurzeln im Leistungssport.

Puma hinkt Konkurrenten hinterher

Im vergangenen Jahr erzielten die Partner einen Achtungserfolg gegen ihre übermächtigen Rivalen: Damals standen die Borussen dem von Adidas ausgerüsteten FC Bayern im Champions-League-Finale gegenüber. Adidas ist seit Langem auch als Aktionär an den Bayern beteiligt und hält derzeit gut acht Prozent. Weltweit beherrschen Adidas und Nike als Ausrüster das Fußballgeschäft, während Puma abgeschlagen auf dem dritten Platz steht.

Der Essener Chemiekonzern Evonik übernahm in der vergangenen Woche per Kapitalerhöhung neun Prozent an den Dortmundern. Damit spülte der Sponsor dem Bundesliga-Vizemeister 27 Millionen Euro in die Kasse.

Händler werteten den neuerlichen Bericht als sehr positiv für Borussia Dortmund. "Damit würde Dortmund dem Vorbild von Bayern München weiter nacheifern", hieß es. Nach dem Einstieg von Evonik werde damit nun auch ein Sportausrüster als Ankeraktionär gewonnen. Dies verstärke die Aktionärsbasis und sei positiv für die Aktie.

Quelle: n-tv.de

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