Wirtschaft
Toyota muss erneut einen Rückruf in den USA starten.
Toyota muss erneut einen Rückruf in den USA starten.(Foto: picture alliance / dpa)

Neues Jahr, neuer Rückruf: Toyota kämpft mit Airbags

Oktober 2011: Toyota ruft 7,5 Millionen Autos wegen fehlerhafter elektrischer Fensterheber zurück. November 2011: Toyota zitiert 2,7 Millionen Fahrzeuge wegen Problemen mit den Wasserpumpen in die Werkstätten. Nun startet der weltgrößte Autobauer erneut einen Rückruf: 1,3 Millionen Autos sind diesmal betroffen.

Der japanische Autobauer Toyota - gerade erst wieder zum größten Autobauer der Welt aufgestiegen - muss erneut Autos zur Überprüfung in die Werkstätten rufen. Diesmal sind 1,3 Millionen Fahrzeuge betroffen, vor allem in den USA. Bei diesen Autos können die Airbags oder die Scheibenwischer defekt sein, wie Toyota mitteilte. 2012 hatte Toyota 9,75 Millionen Fahrzeuge abgesetzt, deutlich mehr als General Motors (9,27 Millionen) und der europäische Branchenprimus Volkswagen (9,07 Millionen). 2011 war GM der gräßte Autohersteller, auch weil Toyota mit Qualitäts- und Imageproblemen und an den Folgen der Fukushima-Katastrophe zu kämpfen hatte.

Die nun von dem Rückruf betroffenen Fahrzeuge haben die Toyota-Werke größtenteils schon vor langer Zeit verlassen. Betroffen sind vor allem Mittelklasseautos des Modells Corolla der Baujahre 2003 und 2004. Allerdings werden auch 385.000 Fahrzeuge der Nobelmarke Lexus in die Werkstätten gerufen, und diese Autos sind mit Baujahren von 2006 bis 2012 auch neueren Datums.

Kein Einzelfall

Insbesondere die Airbag-Probleme in den Corollas sind gravierend, denn hier hat es auch 31 Vorfälle mit leichten Verletzungen und zwei Unfälle gegeben. Die Airbags können aufgeblasen werden, obwohl kein Anlass dafür besteht. Betroffen sind Autos, die aus einem Toyota-Werk in den USA stammen, deshalb sind in Deutschland ähnliche Vorfälle eher nicht zu befürchten. Wegen der Probleme mit den Scheibenwischern in den Lexus-Autos gab es dagegen keine Verletzten.

Der jüngste Rückruf von Toyota-Autos ist gerade erst zwei Monate alt. Im November mussten die Japaner 2,7 Millionen Fahrzeuge unter anderem wegen Problemen mit den Wasserpumpen zurückrufen. Im Oktober führten fehlerhafte elektrische Fensterheber gleich zu einem Rückruf von 7,5 Millionen Autos.

Quelle: n-tv.de

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