Wirtschaft
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Mittwoch, 11. Januar 2017

Wirtschaftliche Abschottung der USA: Trump schickt Peso auf Rekordtief

Mexikos Wirtschaft ist abhängig vom Handel mit dem Nachbarn USA. Etwaige Strafzölle, wie sie der künftige US-Präsident Trump plant, schlagen deshalb heftig ins Kontor und lassen die Landeswährung Peso taumeln. Die Zentralbank muss einschreiten.

Vor der für den Nachmittag angekündigten Pressekonferenz des designierten US-Präsidenten Donald Trump geht der mexikanische Peso erneut auf Tauchstation. Die Währung fällt auf ein Rekordtief. Ein Dollar war zwischenzeitlich umgerechnet 21,8471 Peso wert.

Bereits nach dem Wahlsieg Trumps war der Peso unter Druck geraten. Mit Spannung wird nun unter anderem erwartet, inwieweit Trump Signale zu seiner künftigen Handelspolitik geben wird. Der Republikaner setzt auf wirtschaftliche Abschottung, er stellt das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) infrage und will Strafzölle auf mexikanische Waren erheben. Unklar ist bislang, was von seinen Plänen in welcher Härte er tatsächlich umsetzen will und kann.

Wegen der hohen Abhängigkeit Mexikos vom Handel mit den USA reagiert der Peso besonders stark auf die politischen Entwicklungen im nördlichen Nachbarland. Seit dem Wahlsieg Trumps im November hat der Peso circa 19 Prozent an Wert eingebüßt.

Neben der anstehenden Pressekonferenz in den USA haben laut Händlern auch am Vortag veröffentlichte Zahlen zur Peso-Schwäche beigetragen: Ihnen zufolge hatte Mexikos Zentralbank in der vergangenen Woche 1,82 Milliarden Dollar ihrer Währungsreserven verkauft, um den Peso zu stützen. Einen deutlichen Absturz der Währung hatte sie damit aber nicht verhindern können.

Quelle: n-tv.de

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