Wirtschaft
Schlechte Zeiten für Helden: Unternehmen in den USA schaffen zwar neue Jobs, allerdings weniger als erhofft.
Schlechte Zeiten für Helden: Unternehmen in den USA schaffen zwar neue Jobs, allerdings weniger als erhofft.(Foto: REUTERS)

Von wegen Frühjahrsbelebung: US-Firmen schaffen wenige Jobs

Die kräftige Belebung am US-Arbeitsmarkt scheint nicht von langer Dauer zu sein: Ein viel beachteter Arbeitsmarktindikator deutet auf ein schwächer als erhofftes Stellenwachstum im März hin. Für die Konjunkturentwicklung der größten Volkswirtschaft der Welt wäre das ein schlechtes Zeichen.

Die US-Firmen haben im März überraschend wenig Stellen geschaffen. Die Zahl der neuen Jobs stieg um 158.000 und damit so gering wie seit Oktober nicht mehr, wie der Arbeitsmarktdienstleister ADP mitteilte. Experten hatten mit 200.000 neuen Arbeitsplätzen gerechnet. Im Februar entstanden jedoch korrigierten Angaben zufolge in der Privatwirtschaft 236.000 neue Stellen - 76.000 mehr als zunächst angenommen.

"Die Erholung des Arbeitsmarktes setzt sich ungeachtet des leicht enttäuschenden Wertes fort", sagte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. Für den offiziellen Arbeitsmarktbericht der Regierung zeichne sich "aber kein positives Überraschungspotenzial" ab. Für die am Freitag anstehenden Daten sagen Experten ein Plus von 200.000 neuen Arbeitsplätzen außerhalb der Landwirtschaft im März voraus.

Der US-Arbeitsmarkt gilt derzeit als größtes Hindernis für ein stärkeres Wachstum der US-Wirtschaft. Trotz jüngster Hoffnungszeichen erwartet die US-Notenbank Fed nur eine schleppende Erholung. Sie rechnet erst für 2015 mit einem Absinken der Arbeitslosenquote auf 6,0 bis 6,5 Prozent. Damit käme das Ziel Vollbeschäftigung erst in zwei Jahren in greifbare Nähe. Im Februar war die Quote auf 7,7 Prozent gesunken - dies ist der niedrigste Stand seit Ende 2008.

Quelle: n-tv.de

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