Wirtschaft
Der Streit entbrennt in einer für VW schwierigen Zeit.
Der Streit entbrennt in einer für VW schwierigen Zeit.(Foto: picture alliance / dpa)

Streit im Chattanooga-Werk: US-Gewerkschaft attackiert VW

Schwere Vorwürfe gegen Volkswagen: Nach Angaben der US-Autogewerkschaft UAW soll der Dax-Konzern keine gewerkschaftliche Vertretung in Chattanooga/Tennessee zulassen. Dort arbeiten rund 2500 Menschen.

Der krisengeschüttelte Autobauer Volkswagen hat in den USA Probleme mit einer Gewerkschaft. VW verweigere in seinem Werk in Chattanooga den Mitarbeitern eine gewerkschaftliche Vertretung, erklärte die US-Autogewerkschaft UAW. Das Werk im Bundesstaat Tennessee ist nach UAW-Angaben das einzige VW-Werk weltweit, dessen Mitarbeiter nicht durch eine Gewerkschaft vertreten werden.

Im Dezember 2015 hatte ein Teil der Arbeiter in Chattanooga dafür gestimmt, sich durch eine Gewerkschaft - die UAW - vertreten zu lassen. Die Wahl war ein Novum, da die VW-Mitarbeiter die ersten Mitarbeiter eines ausländischen Auto-Konzerns in den US-Südstaaten überhaupt waren, die für eine gewerkschaftliche Vertretung stimmten. Allerdings sind von der Wahl nur Facharbeiter betroffen.

Auch die US-Dachgewerkschaft AFL-CIO warf VW vor, die Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft zu verweigern. Sie forderte den Autobauer auf, seine weltweiten Standards auch auf das US-Werk auszuweiten. In Deutschland beispielsweise haben Arbeitnehmervertreter einen großen Einfluss auf den Konzern. Ein VW-Sprecher in den USA erklärte, dass es nicht den Vorstellungen des Autobauers entspreche, mit einer Gewerkschaft zu verhandeln, die nur einen Teil der Arbeitnehmer vertrete.

In dem Werk in Chattanooga beschäftigt Volkswagen rund 2500 Mitarbeiter. Künftig soll dort ein neuer sportlicher Geländewagen (SUV) mit dem Namen Cross Blue für den US-Markt gebaut werden.

Der Disput mit der Gewerkschaft kommt für VW zur Unzeit, da der Konzern nach der Abgasaffäre versucht, seinen Ruf wiederherzustellen.

Quelle: n-tv.de

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