Wirtschaft
Es geht nicht nur um Geld, sondern auch um Leiharbeit und niedrigere Tarife.
Es geht nicht nur um Geld, sondern auch um Leiharbeit und niedrigere Tarife.(Foto: dpa)

Tarifstreit bei der Lufthansa: Ufo akzeptiert Schlichter

Großer Fortschritt im Tarifstreit bei der Deutschen Lufthansa: Die Gewerkschaft der Flugbegleiter Ufo einigt sich mit der Arbeitgeberseite auf einen Vermittler, der die Tarifauseinandersetzung zu einem gütlichen Ende führen soll. Sein Name ist bekannt: Bert Rürup soll es richten.

Anerkannte Autorität: Bert Rürup (Archivbild).
Anerkannte Autorität: Bert Rürup (Archivbild).(Foto: dapd)

Der Wirtschaftswissenschaftler Bert Rürup soll den festgefahrenen Tarifkonflikt zwischen der Lufthansa und ihren Flugbegleitern schlichten.

Die Vertreter der Arbeitgeberseite und die Kabinengewerkschaft Ufo konnten sich auf die Berufung des 68 Jahre alten Unternehmensberaters und Rentenexperten einigen.

Die Lufthansa habe Rürup vorgeschlagen, berichtete Gewerkschaftschef . Zuvor waren mehrere andere des öffentlichen Lebens in Deutschland als mögliche Schlichter gehandelt worden.

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Der frühere "Rentenpapst" ist als Berater in Frankfurt tätig. Dort betreibt der Sozialdemokrat gemeinsam mit dem früheren Chef des Finanzvertriebs AWD, , eine eigene Beratungsgesellschaft.

In der Schlichtung geht es um Fragen aus dem Entgelt-Tarifvertrag für rund 18.000 Flugbegleiter der Lufthansa-Tochter Passage. Die Gewerkschaft hatte in einem Streik in drei Wellen weit über 1000 Flüge der Lufthansa ausfallen lassen und damit im internationalen Luftreiseverkehr erhebliche Behinderungen ausgelöst.

Kein Streik bis Oktober

Ufo verlangt 5 Prozent mehr Geld, während Lufthansa bei einer längeren Laufzeit 3,5 Prozent angeboten hat und die Gehaltsstufen abflachen will. Laut Schlichtungsvereinbarung wollen beide Seiten bis Ende Oktober zu einem Ergebnis kommen. Bis dahin darf nicht gestreikt werden.

Parallel laufen auch Verhandlungen über weitere Fragen der tariflichen Zukunft bei der Fluggesellschaft. Dabei geht es unter anderem um Leiharbeit und die Gründung einer Lufthansa-internen Billigfluggesellschaft, bei der niedrigere Tarife für die Flugbegleiter gelten sollen.

Quelle: n-tv.de

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