Wirtschaft
Wolfgang Porsche soll im Sinne einer "nachhaltigen Dividendenpolitik" für eine höhere Ausschüttung eingesetzt haben.
Wolfgang Porsche soll im Sinne einer "nachhaltigen Dividendenpolitik" für eine höhere Ausschüttung eingesetzt haben.(Foto: dpa)

Holding schüttet 300 Millionen aus: VW-Eigner bestehen auf hoher Dividende

Die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch wollen trotz Rekordverlust bei VW nicht auf ihre gewohnten Dividendeneinnahmen verzichten. Die Holding Porsche SE muss daher an ihre Rücklagen.

Trotz des Abgasskandals will die  VW-Dachgesellschaft Porsche SE ihren Anteilseignern eine überraschend hohe Dividende zubilligen. Vorstand und Aufsichtsrat verständigten sich am Montag darauf, dieses Jahr gut einen Euro pro Aktie ausschütten zu wollen, wie die Porsche SE (PSE) mitteilte.

Der Vorstand der Beteiligungsfirma, in dem unter anderem VW-Boss Matthias Müller sitzt, hatte noch am Freitag nur eine Dividende von gut 20 Cent angepeilt. Auf Druck des Aufsichtsrats mit Wolfgang Porsche an der Spitze kam am Montag die Meinungsänderung. Im Sinne einer "nachhaltigen Dividendenpolitik" und wegen des positiven Ausblicks bei VW sollen nun doch umgerechnet etwa 300 Millionen Euro an die Familien Porsche, Piëch und institutionelle Anleger fließen, wie ein Firmensprecher sagte.

Finanziert wird die Dividende großteils über Rücklagen, die bisher noch etwa 1,7 Milliarden Euro betragen. Die Porsche-SE-Hauptversammlung soll den Dividendenvorschlag an diesem Freitag in Stuttgart billigen. 

Die PSE hält 52,2 Prozent der Stammaktien an VW. PSE befindt sich im Besitz der Familien Porsche und Piëch sowie institutioneller Investoren.

Quelle: n-tv.de

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