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KBA erlaubt Umrüstung bei Amarok: VW beginnt Rückruf mit Frühstart

Das Kraftfahrt-Bundesamt ist einverstanden: Volkswagen darf mit der Umrüstung manipulierter Diesel-Motoren beginnen. Erstes Modell ist der Pick-up Amarok. Doch dessen Rückruf hat längst begonnen - vor der offiziellen Freigabe.

Frühstart beim VW-Rückruf: Im Abgas-Skandal ist trotz zunächst fehlender Genehmigung durch das Kraftfahrt-Bundesamt der Startschuss für die Umrüstung von betroffenen Amarok-Modellen gefallen. Anders als vonseiten der Behörden und des Konzerns seit Tagen bekräftigt, läuft die Werkstattaktion schon. Die notwendige Freigabe des Kraftfahrt-Bundesamts dagegen kam erst am frühen Abend.

Mindestens ein betroffener Dieselwagen vom Modell Amarok hat heute bereits ein Software-Update erhalten. Ein Foto-Journalist der Nachrichtenagentur dpa dokumentierte bei einer VW-Vertragswerkstatt in der Region Hannover, dass die Software ohne Probleme aufgespielt wurde. Mindestens ein weiterer Umrüsttermin wurde bereits vergeben. Und die Amarok-Halter haben offensichtlich schon alle Post erhalten.

Den Beginn der Umrüstung bestätigten aber auf dpa-Nachfrage zunächst weder das für die Genehmigung der technischen Lösung zuständige KBA noch die VW-Konzernzentrale in Wolfsburg. Ein KBA-Sprecher sagte am Nachmittag: "Eine Freigabe für die technische Lösung bei Volkswagen durch das KBA liegt zur Stunde noch nicht vor." Ob der Rückruf damit ohne die nötige behördliche Genehmigung gestartet ist, blieb aber zunächst unklar. Alles deutete damit auf einen Fehler seitens VW hin.

In diesem Schreiben ruft VW den Amarok in die Werkstatt zurück.
In diesem Schreiben ruft VW den Amarok in die Werkstatt zurück.(Foto: dpa)

Am schließlich erteilte das KBA seine Freigabe: "VW wird die Halter dieser Fahrzeuge entsprechend informieren", hieß es aus Flensburg. Die Freigaben für die weiteren betroffenen Modelle befinden sich demnach derzeit noch in der Prüfung.

Pick-up-Halter wurden angeschrieben

Volkswagen hatte mit einer Software Abgastests bei Dieselfahrzeugen manipuliert. Das KBA hatte einen Rückruf der betroffenen Autos in die Werkstätten angeordnet. Davon sind in Deutschland rund 2,4 Millionen Fahrzeuge betroffen. Volkswagen hatte angekündigt, zuerst betroffene Pick-Up-Trucks vom Typ Amarok mit einem 2,0-Liter-Dieselmotor umzurüsten.

In dem Brief an die Amarok-Kunden, der der dpa vorliegt, heißt es: "Mit diesem Schreiben möchten wir Sie informieren, dass die benötigte Software zur Verfügung steht und Ihr Fahrzeug nun umprogrammiert werden kann." Im VW-System für die Händler, in das die dpa Einblick nahm, steht, das Update sei "sofort und unverzüglich" aufzuspielen. Dagegen hatte der VW-Konzern tagelang gesagt, die Anschreiben an die ersten Halter stünden noch unter Vorbehalt der finalen KBA-Freigabe.

Die Software, die die Werkstätten von einem VW-Server herunterladen können, steht laut Systemangabe seit dem 25. Januar bereit. Der VW-Sprecher sagte ebenfalls, die Anfang der Woche seien die entsprechenden Benachrichtigungen für die betroffenen Kunden auch versendet worden. In dem Schreiben an die Halter wird eine Servicenummer genannt, unter der Kunden Fragen stellen können.

Quelle: n-tv.de

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