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Sein Job gilt vorerst als gesichert, doch als VW-Chef bleibt Martin Winterkorn noch viel tun.
Sein Job gilt vorerst als gesichert, doch als VW-Chef bleibt Martin Winterkorn noch viel tun.(Foto: dpa)

Audi und Porsche bringen Umsatz: Winterkorn legt triumphale Zahlen vor

Volkswagen steigert Gewinn und Umsatz deutlich. Allerdings zeigen jüngste Unternehmenszahlen auch, dass noch viel zu tun bleibt, um die Probleme zu beheben, die zum Machtkampf zwischen Vorstandschef Winterkorn und VW-Patriach Piëch führten

Nach dem gewonnenen Machtkampf gegen Firmenpatriarch Ferdinand Piëch wartet Volkswagen-Chef Martin Winterkorn mit einer glänzenden Quartalsbilanz auf. Der Betriebsgewinn sprang zu Jahresbeginn überraschend stark um fast 17 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro, wie Volkswagen mitteilte.

Der Umsatz von Europas größtem Autobauer kletterte um mehr als zehn Prozent auf 52,7 Milliarden Euro. Das Management bekräftigte seine Prognose für das Gesamtjahr. Demnach sollen Absatz, Umsatz und operatives Ergebnis in diesem Jahr zulegen. "Wir sind für die heterogene Entwicklung der weltweiten Automobilmärkte bestens aufgestellt", sagte Winterkorn.

Hauptlieferanten des Ertrags waren erneut die Oberklassetochter Audi und der Sportwagenbauer Porsche, die zusammen fast zwei Drittel des operativen Ergebnisses einfuhren. Der Betriebsgewinn der beiden Gemeinschaftsunternehmen in China, den Volkswagen im Finanzergebnis verbucht, stieg sogar um 28 Prozent auf rund 1,6 Milliarden Euro.

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Winterkorn kann auch erste Erfolge seines Sparkurses vorweisen, mit dem die schwachen Margen bei VW-Mittelklassewagen verbessert werden sollen. Die Kernmarke mit dem VW-Logo, die für gut die Hälfte des Umsatzes steht, legte im ersten Quartal beim Betriebsgewinn um 16,8 Prozent auf 514 Millionen Euro zu. Die Rendite verbesserte sich leicht auf zwei Prozent nach nur 1,8 Prozent im Vorjahr. Weitere Schritte müssen nach Ansicht von Analysten folgen, um die Ertragskraft zu steigern.

Piëchs Kritik bleibt gültig

Piëch hatte im Aufsichtsrat neben der schwachen Marge der Hauptmarke auch eine verfehlte Modellpolitik in den USA angeprangert. Die Probleme dort dürften VW noch einige Zeit beschäftigen, denn die angekündigten großen Geländewagen kommen erst 2016 und 2017 auf den Markt.

Piëch hatte am Samstag überraschend seinen Rücktritt als Aufsichtsratchef und von allen anderen Mandaten in dem weltumspannenden Unternehmen erklärt. Zuvor war er im engeren Führungszirkel mit dem Plan gescheitert, Winterkorn aus dem Amt zu drängen. Der 78-Jährige hatte sich vor gut zwei Wochen per "Spiegel"-Artikel von seinem Zögling öffentlich distanziert und den Wolfsburger Konzern damit in eine tiefe Führungskrise gestürzt.

Nach Piëchs Abgang ist offen, wer ihm an der Spitze des Kontrollgremiums des Zwölf-Marken-Imperiums folgen soll. Als möglicher Anwärter gilt Vorstandschef Winterkorn. Ihm hatten die einflussreichen Familien Porsche und Piëch vor längerem einen Wechsel in den Aufsichtsrat in Aussicht gestellt, um Piëch zu beerben, wenn dessen Mandat 2017 ausläuft. Das war allerdings lange bevor der Machtkampf ausbrach.

Quelle: n-tv.de

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