Wirtschaft
Dieter Zetsche schreibt die Dieseltechnologie nicht ab.
Dieter Zetsche schreibt die Dieseltechnologie nicht ab.(Foto: dpa)

Abgas-Manipulationen: Zetsche kritisiert Volkswagen

Eigentlich ist Dieter Zetsche nicht dafür bekannt, sich negativ über Wettbewerber zu äußern. Bei VW macht der Daimler-Chef eine Ausnahme. Er beklagt, dass der Abgasskandal die Autobranche in Misskredit bringe.

Daimler-Chef Dieter Zetsche hat wegen der Abgasmanipulationen Kritik an der Unternehmenskultur von Volkswagen geübt. In der Regel kritisiere er keine Wettbewerber, sagte Zetsche auf dem Daimler-Neujahrsempfang in Berlin. "Bei der VW-Affäre bleibt uns leider nichts anderes übrig", weil diese Auswirkungen auf die ganze Autobranche habe.

Er könne versichern, dass es solche Manipulationen bei Daimler nicht gegeben habe und auch nicht geben werde, äußerte Zetsche weiter. "Ich bin nämlich sehr zuversichtlich, dass wenn bei uns jemand auf eine so Idee käme, würde diese Person sehr schnell auf andere Personen treffen, die sagen würden, 'So was wollen wir nicht tun, so was tun wir auch nicht'."

Daimler werde an der Dieseltechnologie festhalten. "Wir können und wir dürfen diese Technologie nicht abschreiben." Zwar biete Daimler bis 2017 zehn Hybrid-Modelle an, doch sei die Nachfrage der Kunden wegen des weltweit niedrigen Ölpreises sehr schwach. Schon deshalb müsse in saubere Dieselautos investiert werden, um die Vorgaben zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen "auch nur im Ansatz" erfüllen zu können.

Zetsche forderte die EU-Kommission auf, schnell festzulegen, wie künftig die Abgaswerte gemessen werden. Man sei mit Modifikationen einverstanden. Dies sollte bis Ende Februar entschieden sein. 

Quelle: n-tv.de

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