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Startups

Freitag, 18. Dezember 2009

Das Internet wird hörbar: Es gilt das gesprochene Wort

Alexander Hüsing

Netzsprecher.de ermöglicht, selbst aufgenommene Audiobeiträge auf die eigene Plattform zu stellen. Die Macher finden, dass das Internet so noch direkter wird.
"Deine Stimme im Netz" durch Netzsprecher.de.

"Deine Stimme im Netz" durch Netzsprecher.de.

Im Internet könnte es ruhig etwas "persönlicher, direkter und authentischer” zugehen, findet Sven Lehneke. Aus diesem Grund hat er gemeinsam mit Fabio Bacigalupo Netzsprecher, einen Dienst, mit dem man selbstaufgenommene Audiobeiträge auf die eigene Plattform oder Community stellen kann, auf die Beine gestellt. Webseitenbetreiber können über eine Service-API und eine eigene Rufnummer von überall her eigene Sprachnachrichten aufnehmen und online stellen. Das Ganze geht bequem per Telefon.

"Anwendungsszenarien für unseren Dienst haben wir viele”, sagt Lehneke. "Betreiber können beispielsweise von Veranstaltungen berichten oder kleine Interviews auf ihren Seiten einbauen. Gemeinnützige Organisationen haben die Möglichkeit, über eine Mehrwertnummer Spenden zu generieren, indem Nutzer Sprachgrüße an Bekannte verschicken.” Nicht zu vergessen ist der Mehrwert für Flirt-Communitys: Eine Stimme verrät eben doch mehr als tausend Worte. Die erste Kooperation besteht mit dem Hessischen Radiosender Radio Bob, bei dem Hörer über ein Plug-In Sprachkommentare schalten können.

Netzsprecher sind nicht die einzigen

Einen ähnlichen Dienst wie Netzsprecher stellt Google Voice bereit. Der Telefon-Manager stellt hinterlassene Audio-Nachrichten sogar in Textform dar – eine Sache, an der das Netzsprecher-Team ebenfalls tüftelt. Auch Audioboo und 1000Mikes beschäftigen sich mit dem Thema Sprachnachrichten.

"Im Gegensatz zu manchen Mitbewerbern richten wir uns aber nicht in erster Linie an private Nutzer, unser Fokus liegt auf der Entwicklung von Produkten für Portal- und Community-Betreiber”, betont Lehneke. Außerdem betreibt das Berliner Unternehmen eine eigene Telefoncommunity. Dort kann jeder den Dienst kostenlos nutzen und testen. Wer den Service anschließend bei sich integrieren will, zahlt monatlich zwischen 29 und 69 Euro für die Einbindung in seine Website beziehungsweise zwischen 69 und 129 Euro für die Community-Funktionen.

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Alexander Hüsing, deutsche-startups.de, porträtiert für n-tv.de jeden Freitag Gründer und ihre innovativen, kuriosen, vielversprechenden oder vollkommen abwegigen Geschäftsideen.

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