Wer ist Schuld an der Euro-Misere, die Politik oder die sogenannten Märkte? Und wer diktiert wem, was zu tun ist: Die Politik den Märkten oder umgekehrt?
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Dienstag, 08. November 2011
Die Busch-Trommel: Der Sieger ist der Finanzmarkt
von Friedhelm Busch
Politiker sollten den internationalen Finanzmärkten dankbar sein, meint n-tv Börsenkommentar Friedhelm Busch. Statt unentwegt auf sie einzupügeln, sollten sie sehen, dass ohne den Druck der Märkte ein dauerhafter Abbau der Staatsschulden in Euroland und ein Neustart für Griechenland oder Italien gar nicht denkbar wären.Das endlose Talkshow-Palaver der Massenmedien und die diffusen Protestaktionen vor den Bankzentralen in aller Welt lassen in der Öffentlichkeit kaum noch Zweifel aufkommen: Die entscheidende Ursache der gegenwärtigen Staatsschuldenkrise in Europa sind die Exzesse an den Finanzmärkten und die blinde Gier der Bankmanager und Spekulanten. Welche konkreten Vergehen man dieser amorphen Gruppe nun vorhalten kann, interessiert allerdings weniger.
Nun gibt es in der Tat problematische Strategien einzelner Akteure auf den Finanzmärkten, die kontrolliert, behindert, wenn nicht gar verhindert werden müssten. So kann es durchaus sinnvoll sein, durch eine gezielte Finanztransaktionssteuer den undurchschaubaren Wertpapierhandel über Hochfrequenzrechner weltweit zu verteuern und damit zu reduzieren oder den Banken beispielsweise beim Kauf von Anleihen überschuldeter Staaten die Bildung von belastbaren Eigenkapitalpuffern in ihren Bilanzen vorzuschreiben. Man sollte auch in den Banken selbst darüber nachdenken, ob all die undurchsichtigen Finanzprodukte notwendig sind, die letztlich nur der Erzielung eigener Gewinne aus Finanzgeschäften dienen und nicht der Absicherung von Kundengeldern. Ein Verzicht darauf könnte natürlich den eigenen Erfolg erheblich belasten, aber immerhin wäre es ein Hinweis auf eine vorhandene Einsicht und Selbstreinigungskräfte dieser Branche.
Der Politik scheinen die andauernden öffentlichen Proteste gegen die Banken durchaus ins eigene Konzept zu passen, belegen sie doch scheinbar, dass nicht die Regierungen die gegenwärtige Staatsschuldenkrise zu verantworten haben , sondern eben jene fehlgeleiteten, verantwortungslosen Finanzspekulanten, die mit Staatshilfen, also mit dem Geld der Steuerzahler vor dem Bankrott gerettet werden mussten, weil sonst das ganze Gesellschaftssystem zusammengebrochen wäre. Um diese Zwangslage künftig auszuschließen, sollen nun die systemrelevanten Banken an die kurze Leine staatlicher Kontrolleure gelegt werden. In Zukunft wollen also die Politiker den Finanzmärkten vorschreiben, wo's lang geht. Soweit die Hoffnung von Merkel und Co. Die Realität sieht völlig anders aus, wie in den letzten Tagen in Cannes zu besichtigen war.
Die Macht ist mit den Märkten
Nicht die Regierungschefs von Frankreich und Deutschland, nicht Brüssel oder die EZB haben den europäischen Stabilitätssündern die Richtung gewiesen, sondern die Finanzmärkte. Aber ist das allein schon ein Unglück? Erst als Griechenland begreifen musste, dass es ohne die finanzielle Unterstützung der Eurozone einsam und allein den Regeln der Finanzmärkte ausgesetzt sein würde, kroch Papandreou zu Kreuze. Verzichtete er erst auf die Volksbefragung zum griechischen Sparprogramm und dann auch auf das Amt des Ministerpräsidenten. Aber weder die eindringlichen Bitten der europäischen Regierungskollegen, noch die Sorge um den Euro oder gar um die Zukunft Europas haben ihn zur Einsicht gebracht, sondern ganz einfach der Hinweis: Kredite aus der gemeinsamen Kasse zu marktunüblich niedrigen Zinsen gibt es nur, wenn, wie verabredet, der griechische Haushalt so schnell wie möglich wieder in Ordnung gebracht wird. Andernfalls müssten sich die Griechen das Geld für ihre Rentenauszahlungen und Staatsgehälter auf den internationalen Finanzmärkten besorgen. Und dort würde es dann richtig teuer, für Griechenland wahrscheinlich unbezahlbar. Die Konsequenz wäre die Staatspleite.
Einem ähnlichen Druck von Seiten der Finanzmärkte sehen sich andere hochverschuldete Regierungen in Europa ausgesetzt. Portugal, Spanien oder Italien, bald auch Frankreich hängen ab vom Urteil der internationalen Ratingagenturen. Senken diese ihren Daumen, setzen sie also die Kreditwürdigkeit dieser Länder herab, weil ihnen die versprochenen Konsolidierungsmaßnahmen nicht ausreichend erscheinen oder nicht glaubwürdig, gibt es frisches Geld von privaten Investoren nur zu steigenden Zinsen. Um dem zu entgehen, sind jetzt offenbar selbst die schlimmsten europäischen Stabilitätssünder bereit zu tätiger Reue. Es sind im Grunde also die Finanzmärkte, die eine Sanierung überschuldeter Staatshaushalte erzwingen. Notfalls auch gegen den Willen der Bürger, die sich über Jahre am gepumpten Wohlstand prächtig gewärmt haben und nun, da ihnen die Rechnung präsentiert wird, desillusioniert und enttäuscht ihre verantwortlichen Politiker in die Wüste schicken.
Nach Irland und Portugal werden bald auch Spanien und Griechenland eine neue Regierung bekommen. Selbst Berlusconi scheint zum Abschuss freigegeben zu sein und Sarkozy könnte ihm bald folgen. Statt unentwegt auf die Finanzmärkte einzuschlagen, sollten die Politiker, wenn sie wirklich an einem dauerhaften Abbau der Staatsschulden und an einem Neustart interessiert sind, den internationalen Finanzmärkten insgeheim danken, denn letztlich sind sie es, die mit ihren Zinskeulen staatliche Geldverschwender abschrecken.

Ich kann dem Autor nur zustimmen, wenn auch die Politik nicht aus der Verantwortung entlassen werden kann. Werden doch durch ständige Wahlgeschenke nur Machterhaltung und Wählerstimmen gekauft. Das Lamento, dass die armen Enkel für unsere Schulden aufkommen müssen, finde ich heuchlerisch. Wer jetzt schon wieder 6 Milliarden unters Volk streuen will, hat die Zeichen der Zeit nicht verstanden. Statt Pseudojubel über geringere Neuverschulung möchte ich gerne einmal sehen und hören, dass keine neuen Schulden mehr aufgenommen werden und die Altschulden endlich abgetragen werden. Wieviel Geld haben wir in den letzten Jahrzehnten an Zinsen mit unseren Steuern bezahlt! - Ohne Schulden würde kein Land den ach so bösen Finanzmärkten ausgeliefert sein. Manchmal frage ich mich, ob Politik die einfachsten Dinge des Haushaltens nicht verstehen kann oder nicht verstehen will. Ob das Volk gemeinsam aufsteht, um diesen Wahnsinn zu stoppen, wage ich mit Blick auf die Geschichte zu bezweifeln.
Halloooo? Ich lese da, dass sich die Bürger am gepumpten Wohlstand prächtig gewärmt haben sollen, fragt sich nur wer!! Bevor ich vor drei Jahren in die Erwerbsunfähigkeitsrente geschickt wurde, verdiente ich ca. acht Jahre Jahr für Jahr weniger, zuletzt ca. 250€ im Monat! Meine Frau arbeitet im Öffentlichen Dienst und durchlebt die gleichen Erfahrungen. Erst wurde die Zuzahlung zur VBL Zusatzrentenversicherung komplett auf sie übertragen, schlussendlich jedes Jahr gringere Gehaltsabschlüsse unterhalb der Inflationsrate. Zusätzlich wird nun meine mickrige Rente versteuert. Dies bedeutet: Für 37 Jahre Erwerbstätigkeit bleiben mir, nach Abzug der Steuern, in etwa die gesetzliche Grundsicherung!!!! Toll gewärmt haben wir uns in den ganzen Jahren, Herr Busch. Ist es nicht so, dass gerade die Grossverdiener sich gütlich getan haben? Ist ja immer die gleiche Leier, der Kleine zahlt die Zeche, immer drauf, bis auch dort nichts mehr zu holen ist. Und was kommt dann? Sollten wir nicht endlich einmal mit dem Streichen vieler sinnlosen Subventionen anfangen und so ganz nebenbei die Superverdiener mehr besteuern? Und wieso kommt der Staat in keinem Jahr mit seinem Einkommen aus? Müsste Vater Staat derart rechnen, wie Otto Normalo, wäre auch unser Staatshaushalt in Ordnung! Es ist stets einfach, das Geld, welches man nicht selbst hat erarbeiten müssen, zu verbraten! Danke Vater Staat, mach weiter so. Ach so, mein Sohn, sehr gut ausgebildet Beruf und Studium kann das Elend in Deutschland nicht mehr ertragen und wandert aus. Wenn ich gesundheitlich dazu in der Lage wäre, würde ich den gleichen Weg gehen. Ich kann diese Regierung, das ewige Lügen, das Gemauschel, das Geld verprassen und das Begünstigen der Dickverdiener nicht mehr ertragen.
So ist es nicht!! Unsere Finanzsystem konstruiert von das Kapital für sich selbst und durch schwächere Politiker im Gang gesetzt, ist Schuld an diese schadhaften Lage. Kein Politiker kann überleben in eine Welt wo die meisten Media, auch N-Tv, im privaten Hand sind, und steuern die Gemüt die Bürgern nach belieben, ohne die Willen diesen privaten Herrscher die Kapital Welt letztendlich zu dienen.
nur komisch, dass dies nur für den Euroraum gilt. Euroraum hat eine gesamtverschuldung m.W. von 4,5 USA ca 10 Japan ca 10 die große amerikanische rating Ratten interessiert aber nur Euro Ich glaube nicht, dass die US Wirtschaft besser ist. Ganz im gegenteil, sie hängen technologiemässig Jahren hinter Europa.
Diese Finanz-Oligarchie, bestehend aus Investment-Banken, Investment-Gesellschaften, Rating-Agenturen, Zentralbanken und Geschäfts-Banken, besitzt die tatsächliche Macht über die Staaten und die Welt. Die Hochfinanz dominiert die Politik, und die Politiker, willfährige Handlanger und skrupellose Erfüllungsgehilfen, verraten und vergewaltigen die Völker. Willige Helfershelfer sind dumme oder korrupte Ökonomen und Medien, die die Zusammenhänge nicht verstehen, ignorieren oder verschleiern, das destruktive System verteidigen, die verbrecherischen Täter unterstützen und deren kriminelles Treiben rechtfertigen.
Ja, so ist es. Etwas aehnliches brauc ht man auch in Deutschland ! Die Absahner des Laenderfinanzausgleichs leben auf Kosten der Nettozahler seit Generationen. Wird Zeit, dass man dem einen Riegel vorschiebt.
War das jetzt nur ironisch gemeint oder verschieben wir wirklich den schwarzen Peter? Endlich ist der Kater aus dem Sack und keiner sieht ihn? Der Kater ist sehr intelligenttt und geht immer dahin wo er sich vermehren kann sein Name ist Geld, wir sind schlisslich eine Globale Gesellschaft geworden und brauchen ein Globales Weltwährungssystem, wir als Globale Gesellschaft sollten uns mal überlegen ob wir nicht den schwarzen Peter untergejubelt bekommen haben vielleicht brauchen wir nur zwei Währungen eine für die Zocker und eine für die die nicht vom Zocken leben, würde viele Probleme lösen sowie neue Probleme entstehen, weiss der Geier wie sich das entwickeln würde war ja nur eine Idee, und Iden müssen wir haben und die besten haben sich immer schon durchgesetzt, früher wurden Streitigkeiteniten mit Kriegen geregelt heute nicht mit Waffen sondern mit Geld, wie Margret Thatcher schon sagte der Stärkste setzt sich durch, wenn ich Außerirdischercher währe und diese Welt entdeckte und sehe wie die Menschen hier leben würde ich sofort wieder abhauen denn mit den Idioten könnte ich nichts anfangen. Klaus Hermann
Man liest übrigens viel mehr radikale Stellungnahmen als moderate und sachorientierte. Es würde mich daher nicht wundern, wenn ab einem bestimmten Grad von Basisdemokratie das Eigenkapital der großen Banken einfach an die Leute auf der Straße verteilt wird. Manch denken ja, dann wären alle großen Finanzprobleme gelöst. Ich schlage vor, alle Banken müssen bei einem negativen Jahrsabschluß künftig eine 10ige Zwangsbeteiligung des Staates hinnehmen plus einen staatlichen Berauftragten im Aufsichtsrat. Für Banken, die bankrott gehen, wird eine gesetzliche Prozedurt geschaffen, die es erlaubt, alle Geschäfte der letzten 100 Tage zurück abzuwickeln. Oder auch nur einen maßgeblichen Teil davon. Außerdem sollte es vielleicht bei den Finanzaufsichtsbehörden der EU eine Abteilung geben, wo ringförmige oder dreieckige Verschuldungs- und Anlagestrukturen zwischen internationalen Akteuren aufgeklärt und bei Notwendigkeit zwangsbereinigt werden.
einfach schlimm dieser kommentar von herrn busch. wo war denn die verschuldung der kranken staaten vor lehmann?? von wem wurden die systemrelevanten banken gerettet?? und jetzt prügelt herr busch mit seinesgleichen auf die retter ein? verkehrte welt. ich kan das schon nicht mehr hören - von wegen über ihre verhältnisse gelebt. wer hat denn hier über seine verhältnisse gelebt und wer hat davon profitiert, dass wer auch immer über seinen verhältnissen gelebt hat. die schulden der einen sind die erträge der anderen. wer hat aber die erträge - der deutsche michel nicht - sondern die herren die keiner kennt in london. sicher gab es auch brotkrumen für deren handlanger - aber keine, absolut keine für die arbeitende bevölkerung die die tatsächlichen werte täglich schafft zu der ich herrn busch wirklich nicht zähle - er ist genausoein scharlatan und erfüllungsgehilfe der herrschenden kaste. ich hoffe das er das insgeheim irgendwie ahnt, aber - allein mir fehlt der glaube. dafür reicht seine wohl tatsächlich vorhandenen intelligenz nicht aus, da eine soziale intelligenz bei ihm noch nie zu erkennen war. nundenn in diesem umfeld in dem er sich bewegt ja nicht außergewöhnliches. insofern könnte man ihm verzeihen - aber da er ja meinungsbildend sein mag und ihm auch ein forum gegeben wird sollte er ein einsehen haben und seine trommel doch lieber im medienlosen busch maltretieren - ich würde ihm dafür sogar buschgeld in aluchip´s zahlen.
Das war so ziemlich das Beste was ich von Herrn Busch seit langem gelesen habe. Es ist doch garnicht schwer. Die Konzerne Banken/ Fonds usw. lassen in ihrer Gier nach - der Bürger stellt etwas weniger Ansprüche an den Staat und der Staat macht Politik für den Menschen und betreibt keine Lobbypolitik zu Lasten der Allgemeinheit. Dann kommt jeder mit seinem Geld aus sogar der Staat und alle sind zufrieden. Ich glaube allerdings nicht, dass das klappen wird, denn das hatten wir je schon mal - nannte sich Garten Eden. Und dann - frei nach Hildegard Kneef - Von nun an gings bergab.
Die Finanzmärkte sind nur eine Art Katalysator. Dort wo keine Verwerfungen sind z.B. Norwegen funktioniert eine Spekulation nicht. Das nicht alles sauber in den Finanzmärkten läuft, ist meiner Meinung nach Konsens und muss nicht erläutert werden, sondern reguliert werden. Die Einsicht hat sich unterweilen durchgesetzt, allein die Taten fehlen wie die Kanzlerin immer sagt. Wäre der Staat ein mittelständiges Unternehmen hätten die Banken ihm schon vor Jahrzehnten den Hahn abgedreht. Man kann einfach nicht 50 Jahre lang Schulden machen und sagen, dass wir in Deutschland kein Problem haben. In dieser völligen Überschätzung freut man sich, wenn man die sogenannten Stabilitätskriterien einhält. Nur 3 Neuverschuldung!!! Wer dies Zinseszinsrechnung versteht weiß, dass das niemals funktionieren kann. M.E. haben die Regierungen mindestens den gleichen Anteil an dem Dilemma wie auch die Banken, die haben immer dem Staat das Geld gegeben. Man muss auch den Deutschen erklären, dass die Rente nicht funktioniert, bzw. die Junge Generation zwar einzahlt aber nichts raus bekommt, die Krankenversicherungen nicht funktioniert, die Pflegeversicherung und auch die Staatlich Garantierten Rentenzahlungen an die Beamten. Das alles muss schnellstmöglich dem Bürger wir bürgen für Deutschland erklärt werden. Ansonsten ist Deutschland bald auch Griechenland und dann bluten wir alle.
Die Ratingagenturen erfüllen ihre Aufgaben voll und ganz. Der Markt ragiert, die Verschuldungsmentalität der Staaten nimmt hoffentlich ein Ende. Insofern kann man den Märkten dankbar sein.
Naja wenn nun die Finanzmärkte auf die Staatsverschuldung zeigen und sagen böse Staaten, wie konntet ihr euch nur so verschulden und damit das Weltfinanzsystem gefährden.... Ist das wohl eine grobe Vereinfachung. Jahrelang wurden die schwachen Euro-Volswirtschaften von den Finanzmärkten mit billigem Geld gemästet. Keiner der Investoren hat die Frage gestellt, ob diese Staaten ihree Schulden jemals voll bedienen werden können, sonst wären derartig niedrige Anleihen-Zinssätze dort niemals möglich gewesen. Schliesslich hat man gewissen Staaten auf den Finanzmärkten schlagartig den Geldhahn abgedreht - mit Zinssteigerungen, die in dieser kurzen Zeit nicht verkraftbar waren. Als ob plötzlich die Investoren erkannt hätten, dass Kredit-Zinssätze immer das unterliegende Risiko abbilden sollten. Welch glorreiche Erkenntniss! Leider zu spät. Die Pleitewelle hat gerade erst begonnen. Arme Investoren, welche nun ihre Investments verlieren? Nun raten Sie mal, wer am Ende die Rechung bezahlen wird...
Ohne Vorfinanzierung wäre Fortschritt in keiner Art u. Weise möglich ; das ist nun mal so. Nur die Geschwindigkeit dieser Vorfinanzierung sollte zum Nachdenken anregen.
Wieso merken die EU-Experten nicht, dass die USA versuchen, den Euro zu ruinieren. Sie haben schon vorher alles getan, um ihn zu verhindern. Es ist ihnen nicht gelungen. Jetzt, mit ihren Ratingagenturen, ein verlängerter Arm der US-Regierung wird mit Absicht Europa unter Druck gesetzt um es zu spalten. Der Grund ist wie immer: die USA wollen keine Macht abgeben.
Allmählich wird es wirklich peinlich, was Herr Busch an Platitüden von sich gibt, die sich zudem durch Fakten nicht stützen lassen und Herr Busch versucht ja auch gar nicht, sich Aussagen mit Fakten zu stützen. Mit keinem Wort wird hier erwähnt, dass die Märkte mit ihren Bewertungen von Kreditverbriefungen und Derivaten katastrophal danebenlag - und vom Staat zum Preis höherer Verschuldung gerettet werden mussten. Herr Busch verharmlost systematisches Spekulieren auf eine Rettung durch die öffentliche Hand als problematische Strategien einzelner Akteure. Die Finanzbranche ist auch die einzige, die konstant über ihre Verhältnisse lebt, hier werden die Gewinne verschenkt, die die Poduktivwirtschaft erarbeitet hat. Und man muss schon wirklich jeden Realitätsbezug verlieren, wenn man die Märkte als rationale Akteure darstellt. Binnen kürzester Zeit steigen die Zinssätze für Staatsanleihen bestimmter Länder um mehrere Prozent, ohne dass sich Fundamentaldaten geändert haben. Natürlich kommen diese Länder dann in Schwierigkeiten - der Preis dafür, dass sie dumm genug sind, ihre Staatsanleihen nicht an die Notenbank zu verkaufen siehe GB, USA, weswegen der Markt diese Länder nett behandelt, auch wenn er ihre Praxis verteufelt. Nein, man muss der Bank das Geld für 1 leihen, damit sie es dem Staat dann für 5 zurückverleihen kann - und das ist dann ein wichtiger Beitrag zur Disziplinierung von Politikern... Die Finanzmärkte erzwingen radikale Einschnitte bei Staaten, deren Haushalt sie aus der Balance gebracht haben. Und dann loben Leute wie Herr Busch sie noch dafür und halten sich dabei für kompetent. Peinlich!
Die Märkte diktieren Sparmaßnahmen, aber die Politik bestimmt, wo gespart wird. In Deutschland bieten sich Sparmaßnahmen bei den Sozialausgaben und hier insbesondere bei einem großen Etatposten an : Der Zuwanderung. Bis Ende 2007 entstanden Deutschland Zuwanderungskosten in Höhe von ca. 1 Billion EURO als Sonderschulden. FAZ v. 24.06.2010 umgelegt pro Kopf auf 25 Millionen Nettosteuerzahler 40.000 EURO. Allein diese Kosten könnten durch Einwanderungsbedingungen wie in den Einwanderungsländern Australien, Neuseeland, Kanada und den USA radikal reduziert werden. Einwanderung von Menschen, die dem Land etwas bringen : Ja. Einwanderung in die Sozialsysteme : Nein
Die Finanztransaktionssteuer ist doch nur wieder ein Vehikel für Pleitestatten wie die BRD, noch weitere Gelder einzutreiben, die wir am Ende als Bankkunden wieder bezahlen müssen! Es wäre weitaus einfacher die Börse zu bändigen, indem man staatlicherseits eine gwisse Haltedauer - welche, das muß sukzessive ausprobiert werden - für Käufe und Verkäufe an der Börse vorgeben würde. Das heißt, eine Haltedauer im Milisekundenbereich braucht nicht der normale Börsenhändler, sondern alleine den Zocker, dem es nicht um kurz-, mittelfristig oder langfristige Anlagen geht, sondern um Zockereien, an denen er sich bereichern will, weil diese extrem kurze Haltezeit eben technisch möglich geworden ist. Also ist eine Mindesthaltedauer von Börsenanteilen vorzugeben, die nicht untersxchritten werden darf. Sie kann im Minuten- oder Stundenbereich liegen s. o. darf aber keinesfalls im Milisekundenbreich liegen, denn nur letzteres schafft diese andauernde und für die Wirtschaft schädliche Börsenunruhe.
Was regt Ihr Euch alle auf? Vor 2Jahren hatten wir Wahlen. Und? Da hatten wir die Wahl. Und was machten wir daraus? Geringste Wahlbeteiligung seid Jahren.Viel können wir nicht bewegen aber die Mittel die wir haben sollten wir auch einsetzen.Später jammern, was soll das? Lernt daraus. Die nächste Wahl kommt bestimmt.
Zu Herrn Busch Herr Busch bringt die Dinge mit Fachwissen und Realitätssinn auf den Punkt. Die Verschuldungs-Orgie der Europäischen Staaten hat sicher nichts mit dem Fehlverhalten vieler Finanzinstitute zu tun. Die ständigen Versprechungen der Politiker führten zu immer höheren Geldtransfers, die aber mit Schulden geleistet wurden. Das ist eine Abkehr von der einzig richtigen Wirtschaftsform, nämlich der Sozialen Marktwirtschaft. Ein sehr konservativer Spruch hat, trotz allem Gezeter der Politiker, immer noch Gültigkeit: Man kann auf Dauer nicht mehr ausgeben als man einnimmt. Heinrich Seibert, Ing.
Die Verantwortung der Banken einschließlich EZB bei der Geldvergabe hat Herr Busch allerdings vergessen. Wieso konnte man Griechenland jahrelang Geld ausreichen? Bei jedem Häuslebauer werden die Voraussetzungen zur Kreditvergabe ernünftigerweise genau geprüft. Vergessen sollte man auch nicht, dass es die Politik war,die Finanzprodukte zugelassen hat,die sie nicht versteht und die Geldmengen generieren ohne dabei reale Werte zu schaffen ! In Deutschland waren Schröder, Steinmeier und Genossen dafür verantwortlich, wobei die damalige Opposition sogar noch mehr Freiheiten für die Spekulanten durchsetzen wollte.
Ich kann Herrn Busch nur äußerst bedingt zustimmen. Einerseits kann geht es hier meiner Meinung nach nicht um eine Korrektur einer ungesunden Staatsverschuldung, sondern nur um Spekulationen, von denen zunächst mal einige wenige die Anleger - wer immer das auch ist???profitieren. Ginge es wirklich um Verschuldung, dann wären wohl die USA erstes und lohnendstes Ziel einer Korrektur der Schulden. So ist es nur auffällig, dass es stattdessen die Euro-Länder sind, die dran glauben müssen, weil sie a aufgrund politischer Differenzen angreifbarer sind und bdie Rating-Agenturen, die an den Börsen gehört werden, anglo-amerikanische Unternehmen sind und wohl trotz anderslautender Beteuerungen sehr wohl auch regionale Interessen vertreten. Am Schlimmsten finde ich aber, von Herrn Busch kein Wort darüber zu lesen, dass demokratisch gewählte und somit auch legitimierte Regierungen von Privatinteressen, die anonym, undurchschaubar und kollektiviert der Markt, die Anleger auftreten, gegängelt, unter Druck gesetzt und gelenkt werden. Im Gegenteil, Herr Busch scheint das noch supertoll zu finden ohne die erschreckenden Konsequenzen zu berücksichtigen, die eine anonymisierte Marktmacht ohne Verantwortung und ohne Haftung bedeutet. Hätten die systemrelevanten Banken vor drei Jahren Verantwortung übernommen, sie hätten keinen einzigen Cent an öffentlichen Geldern übernehmen dürfen. Wo war sie da, die Verantwortung. Demokratie sollte anders aussehen, freie Marktwirtschaft sollte kein Fetisch sein, auf dessen Altar Mitbestimmung, Recht und Verantwortung geopfert werden dürfen. Zurück an den Start Herr Busch, überdenken Sie nochmal Ihre eigenen Grundannahmen. Mag. Andreas Heimerl, Berater, Journalist
Herr Busch hat vollkommen Recht. Was tun wir im Moment? Wir prügeln auf den Feuermelder die bösen Spekulanten ein, weil er ein Feuer meldet, anstatt den Brand zu löschen!
@ chris, 08.11.11 Ihr Hinweis auf Wahlen vor zwei Jahren ist zwar richtig, geht aber an der Realität in der BRD vollkommen vorbei! Wer hier wählen geht, darf nur sein Kreuzchen bei denejnigen Parteien machen, die vom regierenden Parteienkartell abgesegnet worden sind. Es sind zwar Wahlen, jedoch hat der Wähler keine Auswahl mehr. Im übrigen sind in allen etablierten Parteien nur diejenigen vertreten, die von Wirtschaft keine Ahnung haben, nie wirklich etwas geleistet, außer sich auf Parteiversammlungen hochgeschwätzt zu haben, und daher Leute, wie z. B. den Wirtschaftsprofessor Kirchhof umgehend wegbeißen, weil sie instinktiv spüren, daß dieser Mann ihnen an Fachwissen weit überlegen ist. Die Dummheit haßt und fürchtet nichts mehr als die Klugheit, durch deren Anwesenheit alleine sie entlarvt werden könnte. Mehr lese man hierzu in dem ewig gültig und stets aktuellen Märchen von Des Kaisers neue Kleider!
Die Wahrheit liegt wie meistens in der Mitte. Die Finanzmärkte werden von Menschen wie Du und ich gemanaget - mit dem Ziel, möglichst hohe Gewinne zu machen. Die Politiker sollten für das Gemeinwohl sorgen und folglich mit Gesetzen Mißstände und Fehlentwicklungen besetigen bzw. verhindern. Das tun sie aus diversen Gründen schlecht: zu spät,zu ideologisch, zu dilletantisch. Wer ist schuld ? Alle, auch wir die Wähler. Wir brauchen neue Besen, denn die fegen bekanntlich gut ! Falk
Wir hätten auf Prov. Ludwig Erhard hören sollen!!! Maß halten Für die Zukunft sollte nur noch die EZB die Kreditte an die einzelnen Euro-Staaten geben. Die Zinsen kämen in einen Ausgleichstopf. Jeder Staat könnte nur soviele Schulden neu machen, wie er zurückzahlen muß + 1 Tilgung pro Jahr. Dann wären alle Eurostaaten in 1oo Jahren schuldenfrei. Alle Staaten hätten einen günstigen Zinssatz. Kein Land hätte also Wettbewerbsvorteile. In 100 Jahren könnten unsere Enkel dann richtig feiern. Wenn ein Saat mehr Geld haben will muß er sein Tafelsilber halt veräußern. Die Lösung müßte doch eigendlich logisch sein. Aber alles wird so kompliziert, daß selbst fähige Leute wie die Buschtrommel sich Kopfzerbrechen machen müssen und nicht mehr richtig klarkommen. Gruß Paul Abeler
Hier stellt sich wieder die große frage, war zuerst das Ei oder das Huhn da. Zumindest bei Spanien liegen die Ursachen Ihrer Staatsverschuldung in der Finanzkrise, Spanien war eins der wenigen europäischen länder welche alle kriterien aller Stabilitäs Pakte erfüllt hat. Ich erinner mich an so Worte wie, keine staatlichen eingriffe, der Markt reguliert es. Jetzt will der Markt regulieren und jetzt bekommen alle Angst. ich denke, lieber ein ende mit schrecken als schrecken ohne ende. Ein neuanfang? lasst doch das system so wie es herscht erstmal zu ende gehen, ja sich selbst zerstören. erst dann ist ein neuanfang möglich. So wie es jetzt ist wird es nur ein hinauszögern des unvermeidbaren werden. Und liebe Politiker wir, das Volk sind zu weit aus grösseren Opfern und zu mehr Solidarität bereit als alle denken. Ich habe den Eindruck das nicht wir das Volk gerettet und beschützt werden sondern nur die Banken und die Märkte ein Bürger, demokrat und Steuerzahler
Dass EU USA JAPAN und der Rest der Welt Schuldenberge auftürmen, seit Jahrzehnten, wissen wir, Poliker, Experten, und nur durch den EURO und die von allen EURO-Ländern nicht respektierte Regeln bzgl. der Verschuldunglimite und das Fehlen des Willens von allen EU Ländern die Budgets Finanzpolitik in der EU-Länder gemeinsam zu oranisieren, ab Beginn der EURO Einführung, hat uns in diese Situation gebracht, und jetzt bleibt als einzige Lösung der EURBOND plus eine EU Finanzpolitik/behörde, die die Kombination aus den besten EU-Länderen Finanzpolitoken in den anderen schachen Ländern durchsetzt. Sonst kracht es richtig und zwar bald.
Die privaten Banken in Deutschland sind zwar vom Staat gestützt worden, haben aber das Geld schon längst wieder zurückgezahlt. siehe commerzbank Die Staatlichen Banken sind ja wohl die schlimmsten kaputten Kandidaten. Diese müssen natürlich vom Staat gerettet werden. Der Staat sind wiederum wir Bürger. Ohne die staatlichen Banken hätten die Länder sich ja überhauptnicht so sehr verschulden können. Die Moral von der Geschicht, ohne sparen geht es nicht!!!!! Gruß Paul
Es ist schon eine enorme Dreistigkeit, wenn die Banken flankiert von Ratingagenturen sich und viele Kommunen und Privatleute mit üblen Spekulation und Finanzderivaten, die sie selbst nicht mehr verstehen geschweige denn die Kunden, an den Rand der Pleite bringen Finanzkrise 2008. Dann werden sie und ihre Zocker von uns dummen Steuerzahlern und den Politikern gerettet, weil Systenrelevant. Dann gehts ihnen wieder gut und sie genehmigen sich wieder Millionenboni. Den Bürgern und den Staaten gehts derweil schlecht, weil die die Zeche für de Spekulanten bezahlen mussten. Und jetzt kommen diese Turbo-Lobbyisten wie Busch und Sinn daher und sagen den Staaten und Bürgern: Selbst schuld. Falls, nur fals irgendein Bänker oder Vermögensberater mit vermeintlich sicheren Anlagen mal dem Busch sein Vermögen verzockt und er sich am gepunpten Hartz-4 Wohlstand wärmen darf, dann werde ich mir denken: Selbst schuld!
Die Nettoreallöhne fallen seit Jahren. Die Gewinne der Unternehmen nicht, die Gehälter der Politiker auch nicht. Viele Banken haben prächtig verdient. Wie siehts bei Ihnen aus, Herr Busch? Diejenigen, die den Wert schöpfen - also richtig arbeiten - sind die Looser des Systems. Und sollen weiter bluten. Langsam werde ich - wie viele andere auch - zum Revolutionär gegen dieses offensichtlich ungerechte, untransparente System !
Endlich mal ein super Artikel!!! Vielen Dank Herr Busch! An die Zweifler: - habt ihr Schulden über 3 Jahreseinkommen? wie staatlich - habt ihr mitentschieden, wofür das staatliche Geld ausgegeben wird? - das Wahlrecht wahrgenommen oder ein Ehrenamt übernommen? - habt ihr Eure Aktionärsrechte wahrgenommen - Abstimmungen auf den Hauptversammlungen und Bestimmung der Unternehmens/Bank-Strategien? Solltet ihr auch nur eine Frage mit NEIN beantworten können, so solltet ihr VOR dem kommentieren unbedingt überlegen, was ihr schreibt und ob es nicht sinnvoller ist, zuerst an sich selbst zu arbeiten, bevor man ungerechtfertigt mit dem Finger auf andere zeigt! Sinnlose, der Allgemeinheit kostenverursachende Demonstrationen von Leuten, die weder zur Wahl gehen noch sich aufstellen lassen um politisch Einfluss zu nehmen sowie Personen, die gegebene Rechte nur zu ihrem Eigennütz gebrauchen z.B. Aktionäre bestimmen die Strategie der Banken - damit vor allen auch die vielen Kleinaktionäre, dann gibts eben statt Dividenden und Kursgewinnen eben weniger Geld bzw Kursverluste! sollten sich aus meiner Sicht völlig aus öffentlichen Meckereien heraushalten! Unwissende und nicht lernfähige Personen, welche weder auf Argumente noch auf anerkannte Experten hören möchten können daher gerne abschalten!
Halten wir mal fest, was offensichtlich inzwischen jeder teilt, sowohl Sozialradikale als auch Marktradikale: Es gibt offensichtlich Finanzmarktinstrumente, die - je nachdem - reguliert oder ganz abgeschafft werden müssen. Im Artikel sind einige genannt. Dann sollte das doch nun ENDLICH gemacht werden - und zwar vom Gesetzgeber. Freiwillig durch Einsicht der Industrie klappt das nie - genauso wenig wie die Autoindustrie es für möglich hielt den Katalysator einzuführen oder die Industrie eine Frauenquote. Hier muss einfach der Gesetzgeber ran. Wenn er nicht wäre, hätte wir noch nicht mal Schulpflicht - aus Kostengründen. We mehr mMacht hat und wer gewonnen hat? Völlig gleichgültig. Jeder der beiden Akteure Finanz-Industrie, Gesetzgerber hat Stärken und Schwächen. Ich hätte die erste Finanzmarktkrise ehrlich gesagt nicht ohne das Eingreifen des Staates erleben wollen. Dann wären heute nicht die Staaten pleite, sondern eine Menge Banken, eine Menge Industriefirmen und wir hätten 10 Mio. Arbeitslose oder mehr. Ich kann dieses auf den anderen Eindreschen nicht leiden. Einer der wenigen Schwächen dieses Artikels ist, dass man den Eindruck hat, er wäre vor der Finanzkrise geschrieben und alles was seither passiert ist, wäre niemals passiert. Das macht ihn nciht falsch, nur einseitig und schräg.
Herr Busch, Sie haben vollkommen recht. Die öffentlichen Medien prangern pausenlos die Banken an, ohne zu wissen wovon sie reden. Ebenso die meisten Poltiker und auch einige Ökonomen. Tatsächlich liegt die Schuld für die Krise aber maßgeblich bei Poltikern, rund um den Globus. Wer im Zusammenhang vom Investment in Staatsanleihen auf eine Zockersteuer bzw. allgemein auf Zockereien kommt, der braucht erhebliche Nachhilfe. Und anstatt sich mit Schuldzuweisungen zu beschäftigen, liebe Genossen aus dem linken Lager, liebe Medien, sollten wir uns lieber mit der Lösung der Probleme beschäftigen. Aber wenn es darum geht, fällt der Opposition gar nichts mehr ein!! Wir retten übrigens keine Bank, damit der angeblich inkompetente Vorstand weiteren Boni erhält. Wir retten meist staatliche Banken, um noch selber Geld aus dem Automaten zu bekommen. Und wenn man bedenkt, dass es 95 der Weltbevölkerung weitaus schlechter geht als der deutschen Bevölkerung, wenn man bedenkt, dass es einem heutigem Hartz4 Empfänger besser geht als einem Chefarzt vor 40 Jahren und wenn ich dann hier lese, wie schlecht es uns doch angeblich geht, dann kann ich nur hoffen, dass es uns Deutschen nicht wirklich mal wieder schlecht gehen wird. Ein Herr Westerwelle hatte diesbezgl. schon vollkommen recht. Dieses Gejammer auf verdammt hohem Niveau gleicht der spät römischen Dekadenz!
Sehr geehrter Herr Busch, ich muss Ihnen absolut bepflichten. Die Auffassung des Primates der Politik über die Ökonomie entstammt m.E. vor allem von Allmachtswahnvostellungen der Politiker und Teilen der veröffentlichten Presse. Schon die Sowjetunion ist zusammengebrochen, da ihr die ökonomische Kraft fehlte sich zu erhalten und gleichzeitig das Wettrüsten mit den USA zu bestehen. In Folge ist dann auch die defizitäre DDR durch ausbleibende Subventionen vom grossen Bruderstaat an so den Rand der Existenz gedrückt worden, das die friedliche Revolution eine Chance bekam. Andererseits sind die aktuelle Weltmacht USA und die zukünftige China vor allem deshalb in dieser Position, da sie über eine entfesselte Ökonomie verfügen. Theoretisch kann man sich auch klar machen warum die Ökonomie den stärkeren Part spielt. Es lässt sich vernünftiger Weise kein Gesetz formulieren, welches in Form eines Gebotes Wirtschaftssubjekte zu einer aktiven wirtschaftlichen Betätigung zwingt. Dies kann nur über Anreize passieren s. aktueller Finanzmarktfall. Der Staat kann nur Verbote aussprechen oder an der wirtschaftlichen Betätigung über Abgaben teilhaben. Allerdings können die Wirtschaftsubjekte diese Regeln unterlaufen indem sie entweder unter inkaufnahme von Risikokosten gegen die Gesetze verstossen Steuerflucht, Schwarzarbeit, die Gesetze unterlaufen Auswandern in die Schweiz, Betriebsverlagerung oder indem sie den Tatbestand des Gesetzes umgehen Überstunden in Freizeit ausgleichen statt auszahlen lassen. Insofern sitzt der Staat langfristig immer am kürzeren Hebel und baut zudem erhebliche Kontrollkosten auf, versuchte er die Wirtschaftssubjekte zu etwas zu zwingen was diesen in einer Vielzahl nicht in den Kram passt. Besten Dank für diesen Kommentar wider den gegenwärtigen politischen Mainstream.