Freitag, 13. Oktober 2017: Der Tag bei n-tv

Heute mit Jan Gänger

18:10 Uhr

Dax kämpft um die 13.000er Marke

Das nennt man wohl lustlosen Handel: Der Frankfurter Aktienmarkt schleicht ohne große Veränderungen ins Wochenende. Der Dax verharrt bei 12.991 Punkten, der MDax bei 26.081 Zählern. Der TecDax schließt bei einem Stand von 2526 Punkten.

Die größter Gewinner im Leitindex sind Lanxess und Beiersdorf mit jeweils plus 1,2 Prozent. Dagegen verlieren Deutsche Bank 1,2 Prozent.

Gesprächsthema an den Finanzmärkten war auch der Höhenflug der Kryptowährung Bitcoin. Nachdem sie erst am Donnerstag die Rekordmarke von 5000 Dollar geknackt hat, steht sie nun an der Schwelle von 6000. "Die Versuchung an der Cyberpraline Bitcoin ist in diesen Stunden zu groß, was zu einer gekonnten Ausblendung von Negativschlagzeilen führt", sagt Analyst Timo Emden vom Brokerhaus IG.

Wer wissen will, was es mit dem Bitcoin-Hype auf sich hat, dem sei dieses Gespräch empfohlen.

17:22 Uhr

Netflix-Aktie kostet mehr als 200 Dollar

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Die Aktien der Streaming-Anbieters Netflix haben erstmals die Marke von 200 Dollar überwunden.  Sie liegen derzeit 2,5 Prozent im Plus bei 282 Dollar. Händler führen das darauf zurück, dass Goldman Sachs das Kursziel von 200 auf 235 Dollar angehoben hatte. Trotz der bemerkenswerten Kursgewinne in diesem Jahr gebe es noch Luft nach oben, so die Analysten. Grund seien die jüngsten Preiserhöhungen sowie das Wachstum der Zahl der Abonnenten.

16:30 Uhr
Der private Konsum macht 70 Prozent des US-Bruttoinlandsprodukts aus.
Der private Konsum macht 70 Prozent des US-Bruttoinlandsprodukts aus.(Foto: REUTERS)

US-Verbraucher strotzen vor Zuversicht

Die Stimmung der US-Konsumenten hat sich im Oktober deutlich aufgehellt und den höchsten Stand seit Anfang 2004 erreicht. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen stieg auf 101,1 Punkte nach 95,1 Zählern im Vormonat, wie die Universität Michigan mitteilte.

Die Verbraucher bewerteten sowohl ihre derzeitige Lage als auch die Aussichten spürbar besser als zuletzt. Der private Konsum ist das Rückgrat der US-Wirtschaft. Er macht etwa 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus.

 

16:10 Uhr
15:52 Uhr

Wall Street startet zuversichtlich

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnet mit einem Aufschlag von 0,2 Prozent auf 22.880 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 legt 0,15 Prozent auf 2555 Zähler zu. Der Composite-Index der Technologiebörse Nasdaq steigt um 0,3 Prozent auf 6612 Stellen.

Im Fokus steht die Bank of America, deren Aktien um 1 Prozent nachgeben. Das Unternehmen hatte seinen Gewinn im dritten Quartal um 15 Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar gesteigert, vor allem aufgrund höherer US-Zinsen und Kostensenkungen.

Wells Fargo machten indes Rechtskosten und ein schwächelndes Hypothekengeschäft zu schaffen. Der Nettogewinn sank im Quartal um knapp ein Fünftel auf 4,6 Milliarden Dollar. Wells-Fargo-Aktien geben 3,5 Prozent nach.

Unter Druck stehen auch Krankenversicherer wie Centene und Klinik-Betreiber wie Tenet Healthcare, die jeweils rund 9 Prozent an Wert verlieren. Sie leiden unter der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, milliardenschwere Zahlungen an Versicherer einzustellen.

 

15:34 Uhr

Grammer-Aktien brechen ein

Der Machtkampf bei der Grammer AG hat dem Automobilzulieferer das Geschäft verhagelt: Das geplante Jahresziel für den Auftragseingang im Bereich Automotive werde voraussichtlich deutlich verfehlt, warnte der Zulieferer für Pkw-Innenausstattung und Nutzfahrzeugsitze.

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Die Aktie brach daraufhin ein, derzeit liegt sie knapp 15 Prozent im Minus.

Grammer wehrt sich derzeit gegen die Industriellen-Familie Hastor, die mit mehr als 20 Prozent der mit Abstand größte Aktionär des SDax-Unternehmens ist und Unternehmenschef Hartmut Müller ablösen will.

Bereits im April hatte Grammer berichtet, die Sorge der Automobilhersteller um eine Einflussnahme der Familie belaste den Auftragseingang. Nun teilte das Unternehmen mit, einige Premiumhersteller hätten sich mit Neuaufträgen weiter zurückgehalten. Zudem habe Grammer überraschend auch einen wichtigen globalen Folgeauftrag nicht erhalten.

Hastor ist in der deutschen Autoindustrie nicht gut angesehen, weil die Gruppe VW mit Lieferstopps unter Druck gesetzt hatte. VW ist auch größter Kunde bei Grammer.

15:30 Uhr
15:25 Uhr

Dax fällt unter die 13.000er Marke

Der Dax ist wieder unter 13.000 Punkte gerutscht. Zuvor hatte sich der Leitindex erstmals von dieser Marke nach oben absetzen können und bei knapp 13.036 Punkten ein Rekordhoch erreicht. Zuletzt legt der Dax um 0,04 Prozent auf 12.988,37 Punkte nur noch leicht zu.

Händler führten das auf Daten zur US-Inflation und einen daraufhin anziehenden Euro zurück.

Die Argumentationskette geht folgendermaßen:

  • Die Inflation war in den USA im September niedriger als erwartet.
  • Das belastet den Dollar.
  • Warum? Tendenziell werden jetzt Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed unwahrscheinlicher.
  • Je niedriger die Zinsen, umso unattraktiver ist der Währungsraum für Investoren - und umso schwächer die Nachfrage nach der entsprechenden Währung.
  • Mit einem steigenden Euro verschlechtern sich tendenziell die Exportchancen deutscher Unternehmen.
  • Anleger verkaufen Aktien von Exporteuren.

Nun denn.

14:43 Uhr

Euro gewinnt an Wert

Der Euro reagiert mit Aufschlägen auf die Bekanntgabe schwacher US-Konjunkturdaten. Die Verbraucherpreise sind im September um 0,5 gestiegen, und damit weniger als die erwarteten 0,6 Prozent. Auch die Kernrate blieb unter den Prognosen. Daneben haben auch die Einzelhandelsumsätze die Erwartungen nicht erfüllt.

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Damit werden die laut Fed-Projektionen im Raum stehenden drei Zinserhöhungen für das kommende Jahr unwahrscheinlicher. Im jüngsten Sitzungsprotokoll haben sich einige Teilnehmer besorgt wegen der anhaltend niedrigen Inflation gezeigt. Der Euro steigt auf 1,1860 Dollar nach rund 1,18 vor den Daten.

13:23 Uhr

Bank of America legt solide Zahlen vor

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Die Geschäftszahlen der Bank of America sind nach einer ersten Einschätzung eines Marktteilnehmers solide ausgefallen. Der Gewinn je Aktie liege knapp oberhalb der Markterwartung, das viel beachtete Handelsergebnis auf Höhe der Markterwartung. Vorbörslich zeigt sich die Aktie mit einem Minus von 0,2 Prozent kaum verändert.

Der Nettogewinn war im dritten Quartal um 15 Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar gestiegen. Die Erträge legten um ein Prozent auf 22,1 Milliarden Dollar zu. Der Anleihenhandel brach wie bei der Konkurrenz ein.

13:09 Uhr

Was macht die Wall Street?

Die Wall Street bewegt sich schon seit Tagen kaum noch, und daran wird sich wohl auch heute nichts ändern. Nachdem selbst besser als erwartet ausgefallene Geschäftsergebnisse wichtiger Großbanken Anleger gestern nicht aus der Lethargie hatten reißen können, zeigen sich Händler skeptisch, ob dies zum Wochenausklang gelingen könnte.

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Mit den vorbörslich erwarteten Geschäftsausweisen von Bank of America und Wells Fargo stehen immerhin wichtige Impulsgeber an. Zumindest theoretisch.

Bislang deutet der Aktienterminmarkt eine weitgehend unveränderte Handelseröffnung hin.

Vielleicht locken ja Konjunkturdaten die Anleger aus der Reserve. Die Agenda hat mit den Verbraucherpreisen für September, die für die kurzfristige Geldpolitik von zentraler Bedeutung sind, den Einzelhandelsumsätzen für September sowie dem Verbrauchervertrauen im Oktober echte Hochkaräter zu bieten.

12:37 Uhr

Bandelt BMW mit Great Wall an?

Der Autokonzern BMW ist in Gesprächen über eine Kooperation mit dem chinesischen Hersteller Great Wall Motors. Darin geht es um eine Zusammenarbeit bei der Kleinwagenmarke Mini auf dem chinesischen Markt, wie Great Wall in Hongkong mitteilte.

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Great Wall ist Chinas größter Hersteller von SUV-Stadtgeländewagen. BMW hat seit Jahresbeginn rund 25.000 Autos der Marke Mini in dem Land verkauft - nach Großbritannien, den USA und Deutschland der viertgrößte Markt für die Kleinwagenserie. Um das Wachstum weiter zu steigern sind laut BMW Partnerschaften nötig. Minis werden derzeit nur in Europa produziert.

Die Aktien von Great Wall werden am Montag wieder gehandelt. Sie waren vor dem Hintergrund von Medienberichten über die Bildung eines Gemeinschaftsunternehmens mit BMW vom Handel ausgesetzt worden.

12:03 Uhr

Anleger meiden Hochtief

Der größte deutsche Baukonzern Hochtief will Insidern zufolge in der kommenden Woche ins Rennen um den spanischen Mautstraßen-Betreiber Abertis einsteigen. Hochtief fordert mit der Offerte den italienischen Infrastrukturkonzern Atlantia heraus, der bereits mit einem rund 17 Milliarden Euro schweren Übernahmeangebot um Abertis buhlt. Sprecher von ACS und Hochtief wollten sich nicht äußern.

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Damit könnte ein Bietergefecht starten. Bei Anlegern stößt das auf wenig Begeisterung. Die Hochtief-Aktien verlieren 0,4 Prozent auf 139 Euro.

Seit längerem halten sich Anleger mit Käufen in Hochtief zurück. In den vergangenen drei Monaten gab die Aktie um knapp 10 Prozent nach, während der MDax von einem Rekordhoch zum nächsten stieg.

11:50 Uhr
11:37 Uhr

Dax tanzt um die 13.000er Marke

Nach dem Durchbrechen der 13.000er-Schallmauer gönnt sich der Dax eine Verschnaufpause. Er lugte zwar erneut kurz über die Marke und markierte mit 13.003,14 Punkten ein Rekordhoch, tendierte über weite Strecken aber knapp darunter.

"Die Nachhaltigkeit des Ausbruchs muss sich erst noch zeigen", sagt Chartanalyst Martin Utschneider von der Privatbank Donner & Reuschel. Zum Ausklang der Handelswoche werde es nochmals einen "Tanz um die 13.000" geben. "Für eine Fortsetzung der Rally fehlt es zurzeit an Impulsen", sagt Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader.

Weltweit klettern Aktienindizes derzeit von einem Rekord zum nächsten. Die gute konjunkturelle Entwicklung gepaart mit niedrigen Leitzinsen biete beste Voraussetzungen für eine Fortsetzung der Rally, sagt Analyst Nobuyuki Kashihara vom Vermögensverwalter One.

11:10 Uhr

Tritt die EZB auf die Bremse?

Innerhalb der Europäischen Zentralbank zeichnet sich eine breite Mehrheit dafür ab, die expansiven Konjunkturhilfen zu verringern. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich dabei auf Insider.

Beim nächsten EZB-Treffen am 26. Oktober würden die Ratsmitglieder wohl dafür stimmen, das Anleihen-Kaufprogramm (QE) zwar zu verlängern, aber mit einem geringeren Kaufvolumen, sagten fünf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Es könnte nach Einschätzung der Insider auf eine Verlängerung der Käufe um neun Monate hinauslaufen. Die EZB wollte zu den Informationen keine Stellung nehmen.

Anleger kauften vor diesem Hintergrund Staatsanleihen der Euro-Länder. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel im Gegenzug auf den tiefsten Stand seit Anfang Oktober und notierte bei 0,415 Prozent.

Nach derzeitigem Stand läuft das inzwischen auf 2,3 Billionen Euro angelegte Anleihen-Kaufprogramm, mit dem die Währungshüter die Kreditvergabe ankurbeln und für mehr Inflation sorgen wollen, zum Jahresende aus.

10:51 Uhr

Kobe-Steel-Aktie stürzt ab

Der Skandal um Produktdaten-Fälschung beim japanischen Stahlkonzern Kobe Steel weitet sich aus. Kobe Steel räumte nun ein, dass auch die Stahlsparte Inspektionszertifikate gefälscht habe, etwa bei Drahtprodukten. Bislang war lediglich von Aluminium- und Kupferprodukten die Rede gewesen.

Die Aktie von Kobe Steel verlor in Tokio daraufhin fast 9 Prozent an Wert. Seit Bekanntwerden des Skandals hat sie mehr als 40 Prozent eingebüßt.

Der Konzern hatte zugegeben, Aluminium- und Kupferprodukte sowie Eisenpulver mit gefälschten Inspektionsdaten zum Beispiel zur Materialstärke verkauft zu haben. Die Produkte werden in Autos, Flugzeugen, Raketen und Rüstungsprodukten verwendet.

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10:23 Uhr

Bitcoin auf Rekordhoch

Richtig Schwung ist derweil in der Kryptowährung Bitcoin, die heute ein neues Hoch erreicht hat und zeitweise 5800 Dollar kostete. Damit schoss der Kurs in den vergangenen 48 Stunden um mehr als 20 Prozent in die Höhe. Mittlerweile kommt der Kurs wieder etwas zurück, er liegt derzeit bei 5600 Dollar,

Marktbeobachter tun sich mit einer Erklärung für den anhaltenden Aufwärtsschub schwer. Bereits am Vortag wurde vereinzelt auf Spekulationen verwiesen, China werde den Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin von lizenzierten Dienstleistern wieder erlauben. Die Marktstrategen der BayernLB, weisen darauf hin, dass einige Banken wie Goldman Sachs angekündigt hätten, in den Handel und das Assetmanagement von Bitcoin einzusteigen.

Ich vermute, bei diesen Erklärungen machen die Kurse die Nachrichten – und nicht die Nachrichten die Kurse.

09:59 Uhr
09:34 Uhr

Voltabox feiert erfolgreiches Debüt

Voltabox werden heute erstmals an der Börse gehandelt, und der Einstand ist durchaus gelungen: Der erste Kurs wurde mit 30 Euro ermittelt, der Ausgabepreis hatte bei 24 Euro gelegen.

Der Ausgabepreis hatte bereits am oberen Ende der Emissionsspanne gelegen und die Aktien waren auf diesem Niveau rund zehnfach überzeichnet gewesen. Im Handel wird damit gerechnet, dass einige Anleger gleich am ersten Tag Kasse machen. Auf der anderen Seite dürften vor allem institutionelle Investoren die Aktien einsammeln, die sie möglicherweise nicht zeichnen konnten.

Voltabox stellt für elektrisch betriebene Busse, Gabelstapler und andere Industriefahrzeuge Batteriesysteme her.

09:07 Uhr

Dax startet voller Zuversicht

"Auf zu neuen Rekordständen!" So könnte heute das Motto am deutschen Aktienmarkt lauten. Der Dax geht mit leichten Gewinnen in den Tag, er steigt 0,1 Prozent auf 12.996 Punkte. Der MDax verharrt bei 26.077 Zählern, während der TecDax 0,2 Prozent auf 2518 Punkte verliert.

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Eine Stütze sind die Vorgaben aus Asien. Hier nahm der japanische Nikkei in seiner Rekordrally auf dem höchsten Niveau seit 1996 nochmals Fahrt auf - angeführt von Technologiewerten und Einzelhändlern. Auch an Chinas Börsen ging es aufwärts, nachdem die Daten von Chinas Außenhandel kurz vor dem wichtigen Parteikongress in Peking von Stärke zeugten. An der Wall Street kamen die Indizes derweil etwas von ihren Rekordständen zurück.

Am Nachmittag dürfte sich das Interesse der Börsianer auf die Quartalsberichte der US-Großbanken Wells Fargo und Bank of America richten. Daneben könnten die US-Verbraucherpreise im September neue Aufschlüsse über die Inflation geben - und damit auf die Zinspolitik der US-Notenbank, derzeit wohl die wichtigste Stellgröße für die Aktienmärkte.

Bei den Unternehmen stehen mit Bayer und BASF zwei Dax-Schwergewichte im Fokus. BASF übernimmt für knapp sechs Milliarden Euro von Bayer Teile des Geschäfts mit Saatgut- und Unkrautvernichtungsmitteln. Der Deal steht im Zusammenhang mit der Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto durch Bayer. BASF geben um 1 Prozent nach, und Bayer legen um 1 Prozent zu.

Einen Blick wert ist auch der Börsengang von Voltabox. Dem Batteriehersteller sind die Aktien für den Schritt an die Börse regelrecht aus den Händen gerissen worden: Der Ausgabepreis für die Anteilsscheine liegt mit 24 Euro am oberen Ende der Angebotsspanne. Das Unternehmen nimmt damit brutto fast 140 Millionen Euro ein.

Ich möchte mich noch kurz vorstellen: Mein Name ist Jan Gänger, ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Kritik, Fragen oder Anregungen erreichen Sie mich unter jan.gaenger@nachrichtenmanufaktur.de

08:40 Uhr

Dax nun knapp über 13.000 erwartet

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Kurz vor Handelsbeginn werden Europas Börsen etwas höher erwartet. Es zeichnet sich ab, dass der Dax einen weiteren Anlauf an die 13.000er-Marke versucht. Über dieser Marke gab es am Vortag noch eine hohe Abgabebereitschaft. Mit größeren Gewinnmitnahmen rechnen Marktteilnehmer nicht, da es am Kapitalmarkt weiterhin kaum Alternativen gebe, eine Rendite zu erzielen.

Die Vorgaben für Aktien sind gut, der Nikkei-225 handelt auf dem höchsten Stand seit 21 Jahren. Der Dax notiert vorbörslich 0,2 Prozent höher bei 13.003 Punkten, auch der Euro-Stoxx-50 dürfte etwas höher starten.

Die Handelsdaten aus China werden positiv für die exportstarke deutsche Wirtschaft eingestuft. China setzt seit längerem auf den heimischen Konsum - dazu passt, dass die Einfuhren im September gegenüber dem Vorjahr um 18,7 Prozent gestiegen sind. Dies ist deutlich über den erwarteten 15 Prozent, im August lag das Plus noch bei 13,3 Prozent.

08:32 Uhr

Nikkei überspringt locker 21.000-Punkte-Marke

(Foto: imago/AFLO)

In der Hoffnung auf einen weltweiten Wirtschaftsboom haben sich Anleger in Asien zum Wochenausklang mit Aktien eingedeckt und die Börsen auf Höhenflug geschickt. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei 1,0 Prozent höher bei 21.155 Punkten - das war der höchste Schlusskurs seit 21 Jahren.

"Die Aktienkurse werden im Gleichklang mit den Geschäftsergebnissen von Unternehmen rund um den Globus weiter steigen", sagte Analyst Nobuyuki Kashihara vom Vermögensverwalter One. Die derzeitige Situation mit guter konjunktureller Entwicklung und niedrigen Leitzinsen biete beste Voraussetzungen für eine weitere Aktienrally.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legte im Handelsverlauf bis zu 0,3 Prozent auf ein Zehn-Jahres-Hoch von 549 Punkten zu. Der südkoreanische Kospi markierte mit 2479 Zählern ein Rekordhoch. Auch die Börsen in China verzeichneten Kursgewinne.

08:22 Uhr

Sinkende US-Lagerbeständen lassen Ölpreise steigen

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Die Ölpreise haben sich im frühen Handel nach oben bewegt. Ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete 56,54 US-Dollar. Das waren 29 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im November stieg um 33 Cent auf 50,93 Dollar.

Auftrieb bekamen die Ölpreise weiter von Daten vom Vortag, denen zufolge die Rohölbestände in den USA in der vergangenen Woche gefallen sind. Händler führten dies unter anderem auf die sehr hohen US-Rohölexporte zurück.

Generell spielt die Entwicklung der Lagerbestände eine wichtige Rolle am Ölmarkt.  Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) belasten derzeit eine steigende Nachfrage und Produktionsrückgänge in einigen Ländern die globalen Ölreserven. In diesem Jahr dürften die Lagerbestände demnach erstmals seit vier Jahren wieder sinken. 2018 dürfte dann eine Stabilisierung folgen.

07:49 Uhr

Euro startet etwas fester

(Foto: REUTERS)

Der Kurs des Euro hat am Freitag im frühen Handel leicht zugelegt. Am Morgen wurde die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,1850 US-Dollar gehandelt und damit etwas über dem Niveau vom Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstag auf 1,1856 Dollar festgesetzt.

Anleger am Devisenmarkt warten mit Spannung auf die am Nachmittag anstehende Veröffentlichung der US-Inflationszahlen. Sollte die Teuerung schwach ausfallen, könnten erneut Zweifel am künftigen Straffungskurs der US-Notenbank aufkommen.

Aus dem zur Wochenmitte veröffentlichten Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung geht hervor, dass die Notenbanker die schwache Inflation mit Sorge beobachten, dass aber eine weitere Zinsanhebung im Dezember weiterhin angepeilt wird.

07:35 Uhr

Dax wird kaum verändert erwartet

(Foto: REUTERS)

Nachdem sich die europäischen Indizes diese Woche in einer engen Spanne mehrheitlich seitwärts bewegt haben, dürfte diese Entwicklung auch am Freitag anhalten. Mit größeren Gewinnmitnahmen ist nicht zu rechnen, da es am Kapitalmarkt kaum Alternativen gibt, eine Rendite zu erzielen. Den nächsten Impuls für die Einzelwerte dürfte die Berichtssaison liefern. Am Vortag legten JP Morgan und Citigroup Zahlen vor, die Aktien gingen im Minus aus dem Handel. Zum Wochenschluss folgen nun Bank of America und Wells Fargo.

Die Vorgaben aus Asien sind gut. IG sieht den Dax in diesem Umfeld mit 12.984 Punkten am frühen Morgen kaum verändert, auch der Euro-Stoxx-50 dürfte zunächst auf der Stelle treten. Am Vorabend hatten die US-Börsen mit leichten Abschlägen geschlossen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Richtig Schwung ist dagegen die Kryptowährung Bitcoin, die auf einem neuen Hoch notiert. Aktuell wird der Bitcoin bei knapp 5800 US-Dollar gehandelt, damit ist er in den vergangenen 48 Stunden über 20 Prozent in die Höhe geschossen.

Marktbeobachter tun sich mit einer Erklärung für den anhaltenden Aufwärtsschub schwer. Bereits am Vortag wurde vereinzelt auf Spekulationen verwiesen, China werde den Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin von lizenzierten Dienstleistern wieder erlauben.

06:56 Uhr

Nikkei auf höchstem Stand seit 21 Jahren

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Die asiatischen Börsen haben zum Wochenabschluss ihre Rekordjagd fortgesetzt. In Tokio kletterte der Nikkei-Index zwischenzeitlich um bis zu 0,3 Prozent auf 21.013 Punkte. Das ist der höchste Stand seit Dezember 1996. Händler schrieben die Aufschläge vor allem der Wahrscheinlichkeit zu, dass Japans Regierungspartei die noch in diesem Monat anstehenden Wahlen für sich entscheidet. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um fast 0,2 Prozent und markierte damit einen Rekord.

Bei den Einzelwerten stach ein weiteres Mal der Stahlkonzern Kobe Steel hervor. Die Aktie fiel mehr als acht Prozent. Zuvor hatte die Zeitung "Nikkei" berichtet, dass mehr als 30 Unternehmen außerhalb Japans Produkte von Kobe Steel mit gefälschten Spezifikationen erhalten haben. Eine wichtige Rolle spielte im Handel auch das Schwergewicht Fast Retailing. Der Einzelhändler überraschte für das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Rekordgewinn. Das Papier legte um 3,7 Prozent zu.

Der Euro lag im frühen Handel bei 1,1848 US-Dollar zu. Auf Wochensicht hat die Gemeinschaftswährung rund ein Prozent zugelegt. Zum Yen notierte die US-Währung bei 112,0,7 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9742 Franken je Dollar und 1,1547 Franken je Euro gehandelt.