Der Börsen-Tag
15. September 2017
imageMit Max Borowski
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17:27 Uhr

Zweifel an US-Konjunktur stützen Euro und Pfund

Der Dollar schwächelt, der Euro und das britische Pfund legen zu. Euro / Dollar

  • Belastet wurde der Dollar durch enttäuschende Zahlen zum US-Einzelhandel. Die Umsätze sind im August um 0,2 Prozent zum Vormonat gesunken. Bankvolkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet.

  • Einen starken Rückschlag gab es bei der US-Industrieproduktion im August. Allerdings wurden die Zahlen durch den Hurrikan "Harvey" verzerrt. Durch die Folgen des tropischen Wirbelsturms sind an der Südküste der USA Teile der Ölindustrie und der chemischen Industrie zeitweise ausgefallen.

  • Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit 1,1977 US-Dollar gehandelt. Im frühen Handel hatte der Euro nur knapp über der Marke von 1,19 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1963 (Donnerstag: 1,1885) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8359 (0,8414) Euro.

  • Das britische Pfund wurde durch Notenbankeraussagen beflügelt. Zum Dollar stieg die britische Währung auf den höchsten Stand seit Ende Juni 2016. Der Pfund-Kurs kletterte in der Spitze bis auf 1,3616 US-Dollar. Seit den Kursverlusten infolge des Brexit-Votums hatte das Pfund nicht mehr höher notiert. Vor der Brexit-Entscheidung Ende Juni 2016 hatte das Pfund allerdings noch über der Marke von 1,50 Dollar notiert.

Zweifel an US-Konjunktur stützen Euro und Pfund
15:44 Uhr

Dow Jones eröffnet auf Rekordhoch

Trotz durchwachsener aktueller Konjunkturdaten erklimmt der Dow Jones gleich zu Handelsbeginn ein Rekordhoch. Der US-Leitindex notiert mit einem Plus von 0,15 Prozent bei 22.235 Punkten.

Dow Jones eröffnet auf Rekordhoch
15:12 Uhr

Angry Birds sollen an der Börse Hunderte Millionen bringen

Der Börsengang des "Angry Birds"-Entwicklers Rovio soll knapp eine halbe Milliarde Euro einbringen. Die Preisspanne wurde auf 10,25 Euro bis 11,50 Euro festgelegt, wie Rovio mitteilte.

  • Am oberen Ende der Spanne würde das Unternehmen mit 896 Millionen Euro bewertet. Der Großteil der Erlöse soll den Alteigentümern zufließen, Rovio selbst will nur rund 30 Millionen Euro einnehmen.

  • Nach Stellenstreichungen und einem Konzernumbau ist Rovio vergangenes Jahr wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Dazu trugen auch der Kinofilm "Angry Birds" sowie anziehende Spiele-Umsätze bei.

  • Im ersten Halbjahr 2017 erzielte das Unternehmen bei einem Umsatz von 152,6 Millionen Euro einen Nettogewinn von 13,3 Millionen Euro. Rovio ist zu 69 Prozent im Besitz der Firma Trema International, die dem Onkel eines der Unternehmensgründer gehört.

  • Die Zeichnungsfrist läuft bis zum 28. September.

Angry Birds sollen an der Börse Hunderte Millionen bringen
14:57 Uhr

Dax gibt nach schwachen US-Daten nach

Der Dax reagiert mit leichten Abschlägen auf sehr schwache US-Einzelhandelsdaten.

  • Die Umsätze sind im August um 0,2 Prozent gefallen gegenüber dem Vormonat, die Erwartung lag bei einem Plus von 0,2 Prozent. Angesichts der hohen Abhängigkeit der US-Wirtschaft vom Konsum sind die Daten relevant für die Finanzmärkte. Zugleich sinkt damit die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank im Dezember den Leitzins anheben wird .

  • Die Geschäftsaktivität des verarbeitenden Gewerbes im Großraum New York ist im September leicht gesunken. Der von der Federal Reserve Bank of New York ermittelte Index für die allgemeine Geschäftstätigkeit im verarbeitenden Gewerbe des Distrikts verringerte sich auf plus 24,4. Vormonat hatte der Index bei plus 25,2 gelegen.

  • Der Dax verliert am frühen Nachmittag 0,15 Prozent.

Dax gibt nach schwachen US-Daten nach
14:24 Uhr

EZB-Direktorin redet Euro rauf

Der Euro steigt auf aktuell 1,1959 Dollar nach einem Tagestief bei 1,1901. Während die US-Währung zum Pfund nach falkenhaften Äußerungen aus dem Kreise der britischen Notenbank abwertet, kommen der Gemeinschaftswährung auch Äußerungen von EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger zugute. Diese hatte erklärt, es sei an der Zeit, eine Entscheidung bezüglich des Verringerung der Staatsanleihen-Ankäufe 2018 zu treffen. Bei der Inflation zeichne sich ein stabiler Trend ab. lautenschläger ezb

EZB-Direktorin redet Euro rauf
13:47 Uhr

Wahl ist dem Markt egal: Kanzler machen keine Kurse

Für uns Deutsche ist die Bundestagswahl in der kommenden Woche eine wichtige Sache. Für die Märkte, auch für die deutschen, nicht. "Für die Finanzmärkte ist kommende Woche nicht die Bundestagswahl, sondern die Fed-Sitzung der wichtigste Termin. Denn dann sollte die künftige US-Geldpolitik klarer werden", sagt Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers.

Zum einen gilt ein weiteres Kabinett Merkel als ausgemachte Sache. Das scheint gut zu sein: Seit Beginn von Angela Merkels erster Amtszeit als Bundeskanzlerin hat sich der Dax etwa verdoppelt - trotz der großen Finanzkrise. Allerdings konnte der Dax in 16 Jahren Kohl-Regierung sogar 800 Prozent zulegen.

Zum anderen: "Kanzler machen keine Aktienkurse", sagt die Hamburger Privatbank Sutor. Das gilt mit einer Einschränkung: Die Regierung kann durchaus Einfluss auf das Wirtschaftswachstum nehmen. Während hohes Wachstum aber nicht eins zu eins von den Börsen umgesetzt wird, wie die Jahre 1959 bis 1981 zeigen, ist ein schwaches Wachstum oder gar ein Schrumpfen der Wirtschaft durchaus ein Indikator für ähnlich stark fallende Aktienkurse.

Wahl ist dem Markt egal: Kanzler machen keine Kurse
12:39 Uhr

Dax dreht bei

Der "große Verfallstag", an dem gegen Mittag verschiedene termingebundene Geschäfte auf Indizes und Aktien auslaufen, sorgt zwar nicht für heftige Verwerfungen im Dax, verhindert aber, dass der Index eine Richtung findet.

Der Dax drehte am Vormittag in Plus, machte dann kurz vor zwölf eine abrupte Krehtwende. Derzeit notiert er mit 12.525 Punkten etwa 0,1 Prozent im Minus.

Für den MDax, geht es minimal noch oben, ebenso für den Technologiewerte-Index TecDax. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx liegt knapp 0,2 Prozent im Minus.

Dax dreht bei
11:59 Uhr

Eurozonen-Handelsüberschuss geht zurück

Die Exporte aus der Eurozone sind im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich gestiegen - die Importe aber noch mehr. Daher ging der Handelsüberschuss von 24,8 Milliarden Euro etwas auf 23,2 zurück.

Eurozonen-Handelsüberschuss geht zurück
11:43 Uhr

Kein Spaß ohne Alkohol: Berentzen stürzen ab

Böse Überraschung für Berentzen-Aktionäre: Der Spirituosen-Hersteller gab unerwartet eine GEwinnwarnung heraus. Die Aktien brechen um gut 10 Prozent ein. n

Ursache der Warnung ist "der glücklose Ausflug in alkoholfreie Getränke", sagt ein Händler.

Das Sommergeschäft sei noch schwächer verlaufen, als es sich bereits bei anderen Herstellern abgezeichnet habe. "Da die Prognosesenkung für den bereinigten Gewinn Midpoint bei fast 19 Prozent Midpoint liegt, könnte die Aktie auch in diesem Umfang einbrechen", sagt ein Händler.

Kein Spaß ohne Alkohol: Berentzen stürzen ab
11:36 Uhr

VW glänzt mit Verkaufszahlen - außer in der Heimat

Der Volkswagen-Konzern hat im August trotz der anhaltenden Diesel-Debatte insgesamt ein Verkaufsplus erzielt - außer auf dem Heimatmarkt Deutschland. Dort lieferte der Konzern 2,4 Prozent weniger Fahrzeuge aus als vor einem Jahr.

Weltweit steigerte der Konzern die Auslieferungen im August um 8,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 820.000 Fahrzeuge, im bisherigen Jahresverlauf bauen die Wolfsburger das Plus damit auf 2,0 Prozent aus.

VW glänzt mit Verkaufszahlen - außer in der Heimat
11:10 Uhr

Societe General lässt deutsche Versorger fallen

Für Aufsehen an der Börse sorgt ein Favoritenwechsel der Societe Generale im Versorgerbereich. Die Analysten des Hauses haben RWE, Eon und Uniper auf "Hold" von "Buy" abgestuft. Stattdessen favorisieren sie in der Branche nun Enel, Italgas und Veolia. "SocGen hat die deutschen Versorger hochgestuft, als sie ganz unten waren", sagt ein Händler. Insofern sei die Abstufung ein Warnsignal.

Eon fallen um 0,2 Prozent, RWE und Uniper geben je 1 Prozent ab. Italgas steigen um 0,4 Prozent, Veolia starten gut behauptet.

DaxSector Versorger

Societe General lässt deutsche Versorger fallen
10:24 Uhr

Riesen-Kurssprünge für Zocker bei Air Berlin

Bereits seit Monaten gelten Air Berlin als Zocker-Papiere. Nun, kurz vor knapp machen sich Air Berlin-Anleger Hoffnung, dass am Ende des Insolvenzverfahrens doch noch etwas für sie übrigbleiben könnte. Nachdem die Aktien am Vortag bereits um 36 Prozent hochgeschossen waren, legten sie nun um weitere 16 Prozent zu.

Einen Monat nach dem Insolvenzantrag endet bei der Fluggesellschaft heute um 14 Uhr die Frist für Angebote. Air Berlin verhandelt seit Wochen mit der Lufthansa und weiteren Interessenten über den Verkauf von Unternehmensteilen. Eine Entscheidung soll allerdings erst am 25. September, dem Tag nach der Bundestagswahl, fallen.

Riesen-Kurssprünge für Zocker bei Air Berlin
09:55 Uhr

Kims Rakete stört Devisenmarkt kaum

Business as usual auch am Devisenmarkt trotz nordkoreanischem Raketentest: r

  • Der Euro reagiert kaum. Andere Währungen, die wie der japanische Yen als sichere Anlagehäfen gelten, zeigten allenfalls eine kurzlebige Reaktion.

  • Am Morgen kostete ein Euro 1,1910 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Der japanische Yen erhielt nach Bekanntwerden des Raketenabschusses zunächst Zulauf, lag zuletzt gegenüber dem amerikanischen Dollar aber in der Verlustzone.

  • An Konjunkturdaten dürften vor dem Wochenende vor allem amerikanische Zahlen im Mittelpunkt stehen. Es wird eine Reihe an Daten veröffentlicht, darunter die Umsätze des Einzelhandels. Sie gelten als Richtschnur für die Entwicklung des wichtigen Privatkonsums.

Kims Rakete stört Devisenmarkt kaum
09:45 Uhr

Facebook ließ gezielte Werbung für "Juden-Hasser" zu

Facebook ist eines der größten Werbe-Unternehmen der Welt, hat allerdings sein Geschäftsmodell nicht immer unter Kontrolle.

  • Vergangene Woche wurde bekannt, dass Facebook damit warb in einigen Ländern in bestimmten Zielgruppen mehr Menschen zu erreichen, als überhaupt existieren.

  • Nun ein weiterer Skandal: Einem Bericht des US-Portals "ProPublica" zufolge konnten für die Vermarktung von Nazi-Andenken oder die Promotion von rechtsradikalen Veranstaltungen die Zielgruppe "Juden-Hasser" ausgewählt werden.

  • Facebook entfernte die Werbe-Kategorie, nachdem "ProPublica" seine Recherchen vorlegte.

  • In der vergangenen Woche musste Facebook einräumen, dass seine Werbeplattform im US-Wahlkampf 2016 für politische Anzeigen von "nicht authentischen" Accounts missbraucht wurde, die mit Russland in Verbindung stehen.

Facebook ließ gezielte Werbung für "Juden-Hasser" zu
09:29 Uhr

Musk zeigt spektakuläre SpaceX-Explosionen

SpaceX, die Raketenfirma von Elon Musk, ist zwar nicht börsennotiert. Doch der Film mit teils spektakulären Explosionen und Crashs, den das Unternehmen jetzt veröffentlich hat, sollte auch Tesla-Anleger nicht ganz kalt lassen. Die verschiedenen Musk-Firmen sind finanziell eng verbunden, was Anleger-Schützer immer wieder kritisieren.

Die Botschaft des SpaceX-Filmchens soll allerdings eine beruhigende sein: Am Ende ist zu sehen, wie die Falcon-9-Rakete es schafft, unbeschadet wieder zu landen, und damit für die Wiederverwendung bereit steht. Ein technologischer Durchbruch.

spacex explosionen twitter musk

Musk zeigt spektakuläre SpaceX-Explosionen
08:55 Uhr

Oracle könnte SAP ausbremsen

Der US-Software-Konzern Oracle hat in der Nacht gute Zahlen vorgelegt. Doch ein Aspekt könnte die Papiere des deutschen Konkurrenten SAP belasten:

"Die Zahlen waren gut, aber der Ausblick für das Cloud-Geschäft war etwas unter Erwartung", sagt ein Händler. Daher sei die Aktie nachbörslich auch über 4 Prozent eingebrochen. Für SAP hätten die Zahlen des Konkurrenten normalerweise keine Bedeutung, da Marktanteilsgewinne von Oracle schlecht für SAP seien. "Da es hier aber um die Cloud geht, die den Hoffnungsträger bei SAP stellt, könnte sich der Ausblick schon leicht belastend auswirken", sagt ein Händler.

Allerdings handele es sich dabei "um Luxusprobleme", sagt ein anderer Händler: "Auch das Cloud-Wachstum war sehr stark, nur wollte der Markt noch mehr sehen". Er rechnet daher nur mit einer leichten und kurzfristigen Kursbremse bei SAP. Schließlich gehe Oracle von einem Umsatzanstieg in der Cloud von 2 bis 4 Prozent aus. Nur hätten Finanzanalysten eben 4,7 Prozent verlangt.

Oracle könnte SAP ausbremsen
08:20 Uhr

Anleger erwarten ruhigen Dax trotz Hexensabbat

Der große Verfall an den Terminmärkten - auch Hexensabbat genannt - steht an und trotzdem erwarten Experten kaum Veränderungen im Dax. Gestern hatte er 0,1 Prozent auf 12.540,45 Punkte verloren. Für Kopfschmerzen sorgt aber der neueste nordkoreanische Raketentest. Anspannung herrscht auch bei den Anlegern der Lufthansa:

  • Sie schauen darauf, wer ein verbindliches Gebot für Air Berlin abgibt. Die Frist die Interessenten läuft am Nachmittag aus. Die Lufthansa ist einer davon.

  • Aufseiten der Konjunktur stehen keine wichtigen Termine an. Allerdings spekulieren Investoren noch immer auf eine baldige Zinserhöhung in den USA und Großbritannien.

Gestern hatte der Dow Jones um 0,2 Prozent zugelegt, während der Nasdaq 0,5 Prozent verlor. Der S&P500 fiel um 0,1 Prozent.

Anleger erwarten ruhigen Dax trotz Hexensabbat
07:33 Uhr

Google prüft offenbar Einstieg bei Lyft

Erst im Mai haben der Mitfahrdienst Lyft und die Google-Tochter Waymo bekanntgegeben, ihre Kräfte für voll automatisierte Fahrzeuge bündeln zu wollen, um den Rivalen Uber abzuhängen. Jetzt wird die Zusammenarbeit offenbar ausgeweitet: Die Google-Mutter Alphabet erwägt einem Insider zufolge, bei Lyft zu investieren.

  • Derzeit führten die beiden Unternehmen Gespräche über einen solchen Schritt, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

  • Die Agentur Bloomberg berichtet, dass Alphabet rund eine Milliarde Dollar in die Hand nehmen könnte.

  • Alphabet und Lyft wollten sich nicht dazu äußern.

Google prüft offenbar Einstieg bei Lyft
06:57 Uhr

Kims Raketentest lässt japanische Börse kalt

Zum inzwischen Mal hat Nordkorea eine Rakete über Japan hinweggeschossen. Das Land bedrohe den Weltfrieden, reagierte der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe auf die Entwicklungen. An den Börsen in Tokio hat der Test dagegen am frühen Morgen kaum eine Rolle gespielt:

  • Der Nikkei stieg um 0,5 Prozent auf 19.909 Punkte.

  • Der breiter gefasste Topix verlor 0,3 Prozent auf 1632 Zähler.

  • Bei den Einzelwerten legten Astellas Pharma 4,1 Prozent nach einer positiven Studie zu einem Krebsmedikament zu.

"Das ist nichts, was wir nicht erwarten konnten. Daher nimmt der Markt das nicht allzu ernst", sagt Analyst Woon Tian Yong von Informa Global Markets. "Der Markt ist zunehmend unempfindlich gegenüber neuen Provokationen geworden", ergänzte Analyst Stuart Ive von Financial's.

Auch am Devisenmarkt blieben die Händler nach dem Raketentest relativ ruhig. Der Euro behauptete sich im fernöstlichen Handel zum Dollar. Die europäische Einheitswährung kostete zuletzt 1,1907 Dollar. Zum Yen stagnierte die US-Währung bei 110,20 Yen.

Kims Raketentest lässt japanische Börse kalt