Das war Dienstag, der 31. Januar 2017
Heute waren unter anderem diese Themen wichtig:
Die Gewerkschaften haben Warnstreiks im öffentlichen Dienst angekündigt. In den nächsten Tagen soll in mehreren Bundesländern die Arbeit in Unikliniken sowie bei der Polizei, der Justizverwaltung und den Straßenmeistereien niedergelegt werden. Zudem bewegt nach wie vor das Einreiseverbot Trumps die Welt. Heute hat Kanzlerin Merkel ihre Kritik an dem neuen US-Präsidenten erneuert: Ein allgemeines Vorgehen gegen bestimmte Länder und Menschen mit einem bestimmten Glauben sei auch im Kampf gegen den Terrorismus nicht gerechtfertigt, so Merkel. Außerdem wurden heute die Obduktionsergebnisse zu den toten Jugendlichen in Arnstein vorgelegt: die sechs jungen Menschen starben an einer Rauchgasvergiftung.
Außerdem fanden Sie – laut Ranking – diese Meldungen besonders lesenswert:
Bleibt mir noch, Ihnen eine gute Nacht zu wünschen!
Regierung: Rückkehrer sollen mehr Geld bekommen
Die Bundesregierung will die freiwillige Rückreise von Asylsuchenden stärker fördern. Dafür startet morgen das Programm "Starthilfe plus". Für die Umsetzung des Programms will die Bundesregierung für das Jahr 2017 zusätzlich 40 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Mit dem Geld sollen Asylbewerber möglichst noch vor dem Ende des Asylverfahrens zu einer Rückreise in die Heimat bewegt werden. Flüchtlinge über zwölf Jahren, die sich bereits vor Abschluss des Asylverfahrens für eine Rückreise entscheiden und den Asylantrag zurücknehmen, bekommen 1200 Euro. Wer nach einer Ablehnung seines Antrags innerhalb der Frist ausreist und die Entscheidung nicht anficht, erhält 800 Euro.
Sarah Lombardi erntet mal wieder Shitstorm
Sie ist fremdgegangen, darauf folgte die Trennung von Ehemann Pietro. Seitdem ist das Image von Sarah Lombardi stark angeschlagen, doch sie kann offenbar machen was sie will, es wird nicht besser. Nun gibt es einen neuen Shitstorm: Die 24-Jährige wollte über Facebook ein bisschen Werbung für einen Tee machen. Dumm nur, dass im Hintergrund ihr Sohn Alessio wimmert. Zwar kümmert sich die Mutter irgendwann um den Jungen, den "Fans" dauert das aber zu lange. In den Kommentaren hagelt es Kritik.
Tödlicher Schuss bei Polizeieinsatz in Berlin
Bei einem Polizeieinsatz in Berlin ist ein Mensch erschossen worden. Der tödliche Schuss kam aus einer Dienstwaffe, erklärte eine Polizeisprecherin. Die Person starb in einer Wohnung. Sie war den Angaben zufolge womöglich psychisch krank. Ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelte, sagte die Polizei noch nicht. "Nähere Details müssen wir vor Ort klären", so die Sprecherin. Auch Angaben über die Art des Einsatzes gab es zunächst nicht.
Terrorverdächtiger hatte Ramstein im Visier
Der 17-jährige Terrorverdächtige, der am 20. Januar in Wien festgenommen wurde, hatte offenbar die US-Airbase im pfälzischen Ramstein im Visier. Das haben Recherchen des ARD-Magazins "Report Mainz" und des österreichischen Magazins "Falter" ergeben. Der Jugendliche habe überlegt, dort neben einer Mülltonne eine Rohrbombe explodieren zu lassen. Motiv soll Hass auf die USA gewesen sein. Der Verdächtige setzte sein Vorhaben jedoch nicht um. Im Verhör sagte der 17-Jährige: "Aber ich habe es nicht übers Herz gebracht, den Anschlag tatsächlich zu verüben. Ich habe es nicht zusammengebracht, tatsächlich so viele Menschen zu töten."
NSU-Adressliste umfasste 233 jüdische Einrichtungen
In den Hinterlassenschaften des "Nationalsozialistischen Untergrunds" haben Ermittler des Bundeskriminalamts (BKA) die Adressen von 233 jüdischen Einrichtungen gefunden. Das geht aus einem Vermerk des BKA hervor, der im Münchner NSU-Prozess verlesen wurde. Das BKA hatte die Liste auf Wunsch des Gerichts nachermittelt. Anlass dafür war die Aussage eines Berliner Wachmanns Ende des Jahres. Er hatte ausgesagt, er habe Zschäpe und ihren mutmaßlichen Komplizen Uwe Mundlos im Mai 2000 in einem Café unmittelbar neben der Synagoge an der Rykestraße im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg gesehen. Er habe auch bemerkt, dass dabei Stadtpläne oder Landkarten begutachtet worden seien. Laut BKA-Vermerk befindet sich auch die Synagoge an der Rykestraße auf der Liste.
Doppelstaatler dürfen doch in USA einreisen
Das von US-Präsident Donald Trump erlassene Einreiseverbot für Bürger von sieben muslimischen Staaten gilt wohl doch nicht zwangsläufig für Doppelstaatler. Diese könnten mit ihrem anderen Pass in die USA einreisen, sagte Heimatschutzminister John Kelly. Der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Jürgen Hardt, bestätigte dies: "Deutsche, die auch einen Pass der sieben vom Einreisebann betroffenen muslimischen Länder haben, können ab sofort wieder ein Einreisevisum zu den bisherigen Bedingungen beantragen", sagte Hardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
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Mann fällt in Altkleider-Box und ist gefangen
In Germering bei München ist ein Mann in einen Altkleider-Container gefallen und nicht wieder herausgekommen. Nach Angaben der Polizei hatte der Mann wohl versucht, Kleider aus dem Container zu stehlen. Dabei verlor er aber offenbar den Halt, rutschte durch die Öffnung und fiel ins Innere der Kleiderbox. Vergeblich versuchte der 35-Jährige, die Diebstahlsicherung zu überwinden. Erst als ein Passant merkwürdige Geräusche aus dem Container vernahm und die Polizei rief, kam Hilfe für den Gefangenen. Die Feuerwehr flexte schließlich das Vorhängeschloss an der Stahltüre des Containers auf und erlöste den Gefangenen aus seiner Falle.
Miniaturwunderland mauert Las Vegas ein
Die Mauer zu Mexiko kommt, das steht für US-Präsident Donald Trump fest. Seitdem er sein Wahlkampf-Versprechen tatsächlich in die Tat umsetzen möchte, wird er in der ganzen Welt scharf kritisiert. Kritik kommt nun auch aus dem Miniaturwunderland Hamburg – in Form einer kreativen Aktion. In einem symbolischen Akt haben dort die Modellbauer Las Vegas eingemauert. Bei Facebook erklären die Künstler: "Liebe Freunde aus Amerika, bitte mauert Euch nicht ein….Eure Freunde aus dem Wunderland." Der Wunderland-Chef Frederik Braun sagte zur "Bild"-Zeitung: "Wir haben eine Meinung und die halten wir nicht zurück. Dabei steht das Projekt ganz unter dem Motto Satire. Wir wünschen uns, dass auch in Zukunft keine Mauer zwischen Amerika und der Welt ist." Auf der grauen Mauer steht "Let The World Be Great Again". Eine Anspielung auf Trumps Botschaft "Make America Great Again". Die Besucher sind aufgefordert, die Mauer mit ihren Botschaften und Bildern zu versehen. Die Mauer wird übrigens bald schon wieder abgerissen. Das Modell steht nur noch bis Sonntag.
Washington sucht nach dieser Katze
Das ist Ollie. Ollie ist eine weibliche, siebenjährige Wildkatze, die aus dem Smithsonian's National Zoo in Washington getürmt ist. Ollie hat es geschafft aus ihrem eigentlich ausbruchsicheren Gehege auszubüxen. Freiwillig wird das Tier aber wohl nicht zurückkehren, denn die Wildkatze hat keine Probleme in Washington D.C. und Umgebung zu überleben. Die Pfleger sind sicher, dass Ollie genug zu fressen finden wird. Dennoch hoffen ihre Betreuer, sie bald wieder zu finden. Denn Ollie sieht zwar einer Hauskatze zum Verwechseln ähnlich, ist aber ein Wildtier. Sie neigt also nicht zum Schmusen.
Mehrere Länder wollen NPD Geldhahn zudrehen
Nachdem das NPD-Verbot gescheitert ist, wollen immer mehr Bundesländer Parteien mit verfassungsfeindlichen Zielen den Finanzhahn zudrehen. Nach der Regierung von Niedersachsen beschlossen nun auch die Kabinette von Rheinland-Pfalz und dem Saarland entsprechende Entschließungsanträge für die Bundesratssitzung am 10. Februar. Absicht sei, auf Bundesebene einen Vorschlag zu machen, "wie wir Verfassung und Parteiengesetz dann verändern werden gemeinsam mit Stimmen des Bundestags und des Bundesrats", sagte die Bundesratspräsidentin und rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Das Parteiengesetz sieht staatliche Unterstützung für Parteien vor, wenn sie bei der jüngsten Bundestags- oder Europawahl mindestens 0,5 Prozent oder bei einer Landtagswahl 1,0 Prozent der Stimmen erhalten haben.
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Schlagzeilen zum Feierabend
Ex-Hitler-Haus-Besitzerin verklagt Österreich
Die ehemalige Besitzerin des Geburtshauses von Adolf Hitler klagt gegen die Enteignung durch die Republik Österreich.
Der Anwalt der Klägerin kritisiert, dass die Republik der Eigentümerin die gesamte Liegenschaft entzogen habe. Diese umfasse nicht nur das Haus, sondern als größeren Teil Garagen und Parkplätze.
Im Dezember hatte der Nationalrat in Wien mit großer Mehrheit der Enteignung der bisherigen Besitzerin zugestimmt. Damit sollte ein Schlussstrich unter die jahrelange Debatte zur weiteren Nutzung des Gebäudes gezogen werden.
In dem Haus in Braunau am Inn hatte der spätere Diktator Hitler seine ersten Lebensmonate verbracht. Die vom Bund gemietete Immobilie war lange ungenutzt, nachdem sich die Vermieterin geweigert hatte, notwendige Umbauten vornehmen zu lassen. Die Regierung wollte verhindern, dass sich das Gebäude zu einer Pilgerstätte für Neonazis entwickelt.
Delfin in T-Shirt gesichtet
Vor der Westküste Australiens ist ein Delfin gesichtet worden, dem vermutlich ein T-Shirt angezogen wurde. Das Tier wurde etwa 170 Kilometer südlich der Millionenmetropole Perth in einer Bucht namens Koombana Bay fotografiert. Die australische Park- und Naturschutzbehörde erklärte: Es sei unwahrscheinlich, dass der Delfin einfach so in das Kleidungsstück hineingeschwommen sei. Wegen des T-Shirts sind Tierschützer jetzt in Sorge. Sie befürchten, dass das Stück Textil das Atemloch des Delfins verstopft und er keine Luft mehr bekommt. Das Tier wurde seit der ersten Sichtung in der vergangenen Woche nicht mehr gesehen. Nach den australischen Gesetzen muss der Täter mit einer Strafe von bis zu 4000 australischen Dollar (etwa 2760 Euro) rechnen, wenn er geschnappt wird.
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Syrer erhalten erstmals US-Panzerfahrzeuge
Unter dem neuen US-Präsidenten Donald Trump haben prowestliche syrische Kämpfer erstmals gepanzerte Fahrzeuge als Unterstützung erhalten. Das militärische Gerät sei vor wenigen Tagen eingetroffen, sagte ein Sprecher der von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Streitkräfte (SDF). Auch wenn es sich nur um eine kleine Anzahl an gepanzerten Truppentransportern und anderen Fahrzeugen handele, sei dies dennoch bedeutsam, weil es auf eine neue Politik hindeute, sagte der Sprecher.
AfD-Abgeordneter soll Referentin vergewaltigt haben
Die Erfurter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Sachsen-Anhalter AfD-Landtagsabgeordneten Matthias Büttner wegen des Verdachts der Vergewaltigung. Eine ehemalige AfD-Referentin hatte ihn wegen sexueller Nötigung angezeigt. Aufgrund der Aktenlage bestehe der Verdacht, dass es sich nicht nur um eine versuchte, sondern eine vollzogene Vergewaltigung handele, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Büttner beteuert indes seine Unschuld.
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Schichtwechsel
Heidi Ulrich hat mir zum Abschluss fröhlich zugewunken, nun übernehme ich, Kira Pieper. Ich werde Sie an dieser Stelle bis in die Abendstunden begleiten. Auf geht's!
Pompom-Krabbe sorgt für Vermehrung von Anemonen
Sie sehen aus wie Cheerleader mit Pompom-Puscheln: Die Pompom- oder auch Boxer-Krabben halten immer zwei See-Anemonen an ihren Scheren. Lange haben Forscher gerätselt, woher die Krabben ihre Anemonen bekommen. Das haben Forscher von der Bar-Ilan-Universität in Tel Aviv nun herausgefunden und berichten davon in der Zeitschrift "PeerJ". Wenn den Krabben eine Anemone abhandenkommt, halbieren sie mit ihren Scheren ihre zweite Anemone. Die geteilten Anemonen wachsen innerhalb weniger Tage nach. Sie seien Klone mit identischen molekularen Fingerabdrücken, hieß es. Hat eine Boxerkrabbe gar keine Anemonen mehr, bestiehlt sie einen Artgenossen. Und was bedeutet das alles? Die Forscher schrieben, dass dies ein einzigartiges Beispiel dafür sei, wie ein Tier die asexuelle Vermehrung eines anderen Tieres auslöse.
Von der Leyen fordert Respekt für schwule Soldaten
Verteidigungsministerin von der Leyen hat Respekt und Anerkennung für Schwule, Lesben oder Transsexuelle in der Bundeswehr eingefordert. Es geschehe "immer noch zu häufig, dass Menschen mit einer anderen sexuellen Orientierung" in der Truppe dies verleugnen müssten oder unter besonderer Beobachtung stünden, sagte sie. Wer in Angst lebe, könne nicht sein Bestes geben, warnte die Verteidigungsministerin. "Das können wir uns nicht leisten."
Für Einreiseverbot gibt es einige Ausnahmen
Zum Einreiseverbot in die USA gibt es neue Hinweise vom Auswärtigen Amt. Ausgenommen vom Verbot sind demnach unter anderem Menschen mit diplomatischen Visa, Nato-Visa sowie bestimmten Visa für Reisen zur UNO und für Mitarbeiter internationaler Organisationen. Grundsätzlich gelte das Einreiseverbot auch für deutsche Staatsbürger, die zusätzlich eine der vom Bann betroffenen Staatsangehörigkeiten haben. Vom Auswärtigen Amt hieß es weiter, nach dem aktuellen Stand könnten diese Doppelstaatler in die USA einreisen, wenn sie schon ein gültiges US-Visum im deutschen Pass haben. Am Ende entscheide aber der US-Grenzbeamte am Flughafen. Wer von den betroffenen Doppelstaatlern noch kein gültiges US-Visum hat, dürfe hingegen nicht einreisen, "da sie derzeit kein Visum bei der zuständigen US-Vertretung beantragen können".
Trumps Grenzmauer zu Mexiko ist nahezu unkalkulierbar
Obdachlose in Hamburg angezündet
In Hamburg sind zwei Obdachlose angezündet worden. Die Polizei sagte, die beiden Männer seien letzte Nacht auf einem Parkdeck nahe der Landungsbrücken attackiert worden. Dort hatten sie ihren Schlafplatz. Die Obdachlosen kamen verletzt ins Krankenhaus. Das "Hamburger Abendblatt" berichtet, Passanten hätten die Feuerwehr gerufen. Die habe den Brand schnell löschen können. Wie genau der Brandanschlag abgelaufen ist, kann die Polizei noch nicht sagen.
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Streiks im öffentlichen Dienst angekündigt
Im öffentlichen Dienst soll gestreikt werden. Die Tarifverhandlungen hätten nichts gebracht, hieß es von der Gewerkschaftsseite. Die Beschäftigten der Länder sollen in den nächsten Tagen zu Warnstreiks aufgerufen werden. Betroffen davon wären Schulen, Unikliniken, die Polizei, Justizverwaltung oder Straßenmeistereien.
Haftstrafe für mutmaßlichen Raser gefordert
Im Prozess gegen einen Motorradfahrer hat die Bremer Staatsanwaltschaft eine langjährige Haftstrafe gefordert. Die Anklage forderte sieben Jahre und zwei Monate Haft wegen Totschlags. Dem 24-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen, einen 75-jährigen Fußgänger überfahren zu haben. Der Fußgänger kam ums Leben, der Motorradfahrer wurde schwer verletzt.
Die Verteidigung sieht eine klare Mitschuld des Opfers am Unfall, das bei Rotlicht über die Straße gegangen war. Der 24-jährige Fahrer soll viel zu schnell unterwegs gewesen sein und seine Fahrt auch noch gefilmt haben. Bei Youtube hatte er immer wieder Videos von riskanten Fahrmanövern hochgeladen.
Schlagzeilen am Mittag
Julia Jentsch sitzt in Berlinale-Jury
Die Jury-Mitglieder für die Berlinale stehen fest: Mit dabei ist die deutsche Schauspielerin Julia Jentsch. Außerdem gehören zur Jury der isländische Künstler Olafur Eliasson, US-Schauspielerin Maggie Gyllenhaal, der mexikanische Schauspieler und Regisseur Diego Luna, die tunesische Filmproduzentin Dora Bouchoucha Fourati und der chinesische Regisseur und Drehbuchautor Wang Quan'an. Juryvorsitzender ist der niederländische Regisseur Paul Verhoeven. Die Berlinale startet am 9. Februar.
Schlichtung bei Bahn wird verlängert
Für Bahnfahrer bedeutet das, es wird weiterhin erstmal nicht gestreikt. Denn so lange die Schlichtung läuft, sind Streiks nicht erlaubt. Drei Wochen wurde nun schon zwischen Bahn und der Lokführgewerkschaft GDL geschlichtet, ohne eine Lösung zu finden. Das Verfahren solle nun bis zum 19. Februar verlängert werden, sagten die Schlichter.
Bolivien lässt Wolken besprühen
Boliviens Hauptstadt La Paz braucht dringend Regen. Die Stadt hat seit November mit Wassermangel zu kämpfen. Die Regierung versucht deshalb, die Wolken über der Stadt mit Hilfe von Chemikalien zum Regnen zu bringen. Mehr als 200 Wolken seien mit Silberiodid besprüht worden, sagte Verteidigungsminister Ferreira. Künstlicher Niederschlag wird erzeugt, indem Wolken mit Chemikalien besprüht werden, um die sich dann Regentropfen bilden.
Social-Media-Account kann für Einreise in die USA "gefährlich werden"
Falscher Polizist erbeutet Tausende Euro
Ein Trickbetrüger hat sich von einer Seniorin eine fünfstellige Summe Bargeld erschlichen. Er rief die 78-jährige Frau aus der Nähe von Aachen an und gab sich als Polizist aus. Er brachte sie dazu, zu glauben, dass sie Falschgeld auf ihrem Konto habe. Wenn sie die Polizei das Geld nicht überprüfen lasse, mache sie sich strafbar, erzählte er ihr. Die Seniorin hob schließlich Geld von ihrem Konto ab und gab es dem Trickbetrüger.
Mexiko antwortet auf Vorschlag für Mauer-Finanzierung
Da Mexiko nicht für die Mauer an der US-Grenze bezahlen will, muss sich wohl jemand anderes finden. Der neue Stabschef im Weißen Haus Priebus hatte die Idee, dass das doch die mexikanischen Drogenkartelle übernehmen könnten. Wie man Drogenkartelle dazu bewegen könnte, für eine Mauer zu zahlen, die ihr Geschäft zerstören soll, hat Priebus nicht gesagt. Schade, das hätte ich sehr interessant gefunden! Mexikos Außenminister hat den Vorschlag des Stabschefs nun mit einer Antwort bedacht – und das, wie ich doch stark annehme, mit einer gehörigen Portion Sarkasmus. Es sei "ohne Zweifel ein positiver Fortschritt", wenn nun im Weißen Haus darüber geredet werde, die Kosten nicht dem mexikanischen Staat in Rechnung zu stellen, sagte Außenminister Videgaray im einem Fernsehinterview.
Zahl der Arbeitslosen steigt auf 2,7 Millionen
In diesem Monat ist die Zahl der Arbeitslosen um 209.000 gestiegen. Damit sind insgesamt 2,777 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit dem Januar vor einem Jahr seien aber weniger Menschen arbeitslos, hieß es von der Bundesagentur für Arbeit. Außerdem nehme die Arbeitslosigkeit im Januar normalerweise mehr zu. Die Arbeitslosenquote liegt diesen Monat bei 6,3 Prozent.
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Anglizismus des Jahres 2016 ist gekürt
Hier hört der Trommelwirbel auf und ich sage Ihnen einfach, welches Wort der Anglizismus des Jahres 2016 geworden ist: "Fake News". Der Begriff fülle eine Lücke im deutschen Wortschatz, so die Jury aus Sprachwissenschaftlern. Denn mit "Falschmeldung" etwa werde nicht zwischen bewusster Irreführung und echten Fehlern unterschieden. Mit "Fake News" sei heutzutage eine politisch motivierte Falschmeldung gemeint, um Menschen zu manipulieren. Gleichzeitig sehen die Sprachwissenschaftler den Begriff als Parole, mit der Meldungen abgetan werden, die nicht ins eigene Weltbild passen.
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Ex-Bamf-Chef Weise: Geduldete sollten arbeiten dürfen
Zehntausende Ausländer werden in Deutschland jahrelang geduldet, dürfen aber nicht arbeiten. Das sollte man ändern, sagte der frühere Chef des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, Frank-Jürgen Weise, bei n-tv.de. Wenn jemand nicht abgeschoben werden könne, müsse man überlegen, "ob man nicht doch dann sagt, dann muss er eben hier arbeiten können und etwas Nützliches tun können", erklärte Weise. Es gebe nichts Schlimmeres, als wenn "junge Menschen Geld bekommen und nichts arbeiten". Das verderbe den Charakter, warnte er.
Pentagon fordert Ausnahme für Trumps Bann
Im Moment gibt es viel Unsicherheit darüber, wer alles nicht mehr in die USA reisen darf. Beim Einreisestopp gibt es schon Ausnahmen – etwa für Mitarbeiter der Vereinten Nationen. Auch das Pentagon in Washington hat nun eine Ausnahme gefordert. Der Bann sollte nicht für Iraker gelten, die die US-Armee im Irak-Einsatz unterstützt hatten. Diese Iraker hätten "große Gefahren für sich selbst" in Kauf genommen, um die US-Streitkräfte etwa als Kämpfer oder Dolmetscher zu unterstützen, sagte Pentagon-Sprecher Davis. Das Pentagon will jetzt eine Liste mit den Namen der Iraker machen.
Schlagzeilen am Morgen
Gabriel sagt Antrittsbesuch in Brüssel ab
Das mit dem Antrittsbesuch in Brüssel wird heute doch nichts mehr – der neue Außenminister Gabriel hat abgesagt. Er ist krank. Gabriel wollte in Brüssel Nato-Generalsekretär Stoltenberg, EU-Kommissionspräsident Juncker und die EU-Außenbeauftragte Mogherini treffen.
Affleck raus, Regisseur für "Batman" gesucht
Im neuen "Batman"-Film wird Ben Affleck zwar wieder die Hauptrolle spielen, auch Regie führen aber nicht. Das sei zu viel, sagte er US-Medien zufolge. "Diese Rolle zu spielen, verlangt Konzentration, Leidenschaft und die beste Leistung, die ich geben kann. Es ist klar geworden, dass ich nicht beide Aufgaben so leisten kann, wie es erforderlich ist." Die Produktionsfirma Warner Bros. sucht nun nach einem Regisseur. Der neue Film "Justice League" soll im November in die Kinos kommen.
UN: Tausende Flüchtlinge sollten in USA übersiedeln
Tausende Flüchtlinge können nicht wie geplant in die USA übersiedeln. Schuld daran ist der Aufnahmestopp für Flüchtlinge, den US-Präsident Trump erlassen hat. Die Vereinten Nationen schätzen, dass etwa 20.000 Flüchtlinge in den nächsten drei Monaten in den USA Zuflucht bekommen sollten. Dies sei im Moment aber unmöglich, so der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge Grandi. Er betonte, dass es um verängstigte Menschen gehe, die vor Verfolgung und Krieg geflohen seien.
Studie: Brexit treibt Investoren nach Deutschland
Deutschland könnte durch das Brexit-Votum mehr ausländische Investoren anziehen. In einer Umfrage der Unternehmensberatung Ernst & Young ist Deutschland für 40 Prozent der Firmen ein attraktiver Ort für Investitionen. Das waren zwei Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr. Gerade für Firmen, die bisher in Großbritannien aktiv sind, ist Deutschland offenbar eine Alternative. 54 Prozent von ihnen sagten, Deutschland wäre ein bevorzugtes Ziel außerhalb des Vereinigten Königreichs.
Glatteis lässt Autofahrer im Osten rutschen
Auch heute Morgen ist es in vielen Teilen Deutschlands gefährlich glatt auf den Straßen. Diesmal trifft es vor allem die Osthälfte. Alleine in Niederbayern wurden in der vergangenen Nacht 40 Glatteis-Unfälle gezählt. Auch in Mecklenburg-Vorpommern krachte es fast 30 Mal. Die A3 musste in Richtung Regensburg wegen eines Lkw-Unfalls für mehr als eineinhalb Stunden gesperrt werden. In vielen Kreisen in Niederbayern, Oberbayern und in der Oberpfalz wurde der Unterricht abgesagt.
Frau rettet ihre Nachbarin
Welch ein Glück, dass eine Hannoveranerin ihrer Nachbarin einen Zweitschlüssel für ihre Wohnung gegeben hatte – das und Rauchmelder haben ihr womöglich das Leben gerettet. Denn neben ihrem Bett war vergangene Nacht ein Feuer ausgebrochen, während sie schlief. Die Nachbarin hörte das Piepen von Rauchmeldern. Sie schloss die Wohnung auf, löschte das Feuer und weckte die Frau. Diese kam mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Was den Brand ausgelöst hat, ist nicht bekannt.
Behörde: Diesel-Abgas verpestet die Luft
Die Luft an vielen deutschen Straßen ist nach wie vor stark verschmutzt. Die Menschen würden zu viel gefährliches Stickstoffdioxid einatmen, hieß es vom Umweltbundesamt (UBA). An 57 Prozent der Messstationen an stark befahrenen Straßen überschritten die Werte demnach 2016 im Jahresmittel den Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter. Schuld seien vor allem Diesel-Autos, sagte UBA-Präsidentin Krautzberger. Dass die Gemeinden besonders schmutzige Diesel weiter nicht aus den Innenstädten verbannen, könne "nicht akzeptiert werden".
Das wird heute wichtig
Liebe Leser,
der Protest gegen das von US-Präsident Trump erlassene Einreiseverbot beherrscht auch heute Morgen die Schlagzeilen. Und: Er wächst. Der Bundesstaat Washington will gegen den Erlass klagen. Die nächste womöglich folgenreiche Entscheidung Trumps steht schon an: In der kommenden Nacht will er sagen, wer sein Kandidat für das Oberste Gericht der USA ist. Außerdem wird das heute wichtig:
Bundeskanzlerin Merkel reist nach Schweden. Mit Ministerpräsident Löfven spricht sie über die EU, Sicherheit und Integration.
Außenminister Gabriel hat seinen Antrittsbesuch in Brüssel.
Im britischen Parlament wird erstmals über das Gesetz zum Brexit beraten.
Sexuelle Orientierung und die Bundeswehr - darüber hält Verteidigungsministerin von der Leyen eine Rede.
Im festgefahrenen Tarifkonflikt zwischen der Lufthansa und der Pilotengewerkschaft Cockpit endet das Schlichtungsverfahren. Entweder gibt es ein Ergebnis oder die Schlichtung wird verlängert.
Das Programm für die Berlinale wird vorgestellt. Der Leiter des Filmfestivals Kosslick wird auch sagen, welche Stars auf dem Roten Teppich dabei sein werden.
Ich bin Heidi Ulrich, guten Morgen!
Regen, Schnee und glatte Straßen
Auch heute zieht das Wetter wieder alle Register. Von Regen über Schnee bis hin zu Eisregen und Glätte ist alles mit dabei. Aber: der Reihe nach. Los geht es heute besonders in den östlichen Landesteilen sowie in den Mittelgebirgen mit minus 4 bis 0 Grad. Richtung Westen ist es generell weniger kalt bei Frühwerten zwischen 2 und 7 Grad. Wettertechnisch bleibt es heute facettenreich und mitunter leider auch sehr gefährlich. Denn vor allem in Teilen von Bayern, Sachsen und Thüringen müssen Sie zu Beginn mit teils erheblichem Glatteis rechnen. Außerdem schneit es im Nordosten unseres Landes noch bis ins Flachland, so dass auch dort die Straßen glatt sind. Im Süden sieht es in Sachen Schneefallgrenze ganz anders aus. Denn die liegt dort bei 1200 Meter. Darunter regnet es zum Teil kräftig. Am ehesten trocken durch den Tag kommen Sie heute von der Eifel bis herauf nach Schleswig-Holstein. Die Temperaturen erreichen meistens zwischen minus 1 und plus 4 Grad. Am Rhein und an den Alpen werden es zwischen 5 und 9 Grad. Kommen Sie gut und sicher in und durch diesen Tag. Ihr Björn Alexander