Das war Dienstag, der 18. August
Liebe Leser, in der Redaktion tritt die Nachtschicht ihren Dienst an, und "der Tag" geht zu Ende.
Hier noch einmal ein Überblick über die "Themen des Tages":
Praktikanten werfen UN Menschenrechtsverletzung vor
Kürzlich erregte ein Praktikant bei den Vereinten Nationen in Genf weltweit Aufmerksamkeit, weil er in einem Zelt übernachtete. Er könne sich die horrenden Mieten in der UN-Stadt nicht leisten, hieß es. Später bekannte er dann, dass er sich zwar selbst ein Zimmer hätte leisten können, aber auf die Ungerechtigkeit hinweisen wollte, dass sich nur Kinder wohlhabender Eltern die stets unbezahlten Praktika bei den UN leisten könnten.
Nun haben sich die Praktikanten bei der Uno zusammengetan. Eine Gruppe namens Quality and Fairly Remunerated Internships Initiative schrieb direkt an Uno-Chef Ban Ki Moon.
Die Praktikanten schreiben unter anderem, dass die Weltorganisation ihre eigenen Werte verrate, indem sie vor allem jungen Leuten aus ärmeren Ländern den Berufseinstieg weitgehend unmöglich mache. Denn die unbezahlten Praktika gelten als wichtiger Schritt für eine Karriere in internationalen Organisationen.
Außerdem schreibe die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit für alle vor.
Unicef: Fast 400 Kinder im Jemen-Krieg getötet
Bei den Kämpfen im Jemen sind nach Angaben der Vereinten Nationen seit März fast 400 Kinder getötet worden. Mehr als 600 Minderjährige seien schwer verletzt worden, teilte das UN-Kinderhilfswerk Unicef mit. Viele Kinder hätten außerdem unter der dramatischen Versorgungslage zu leiden.
"Dieser Konflikt ist besonders für die Kinder eine Tragödie", sagte der Unicef-Leiter im Jemen, Julien Harneis. "Kinder werden durch Bomben oder Kugeln getötet. Wer überlebt, ist zunehmend durch Krankheiten und Mangelernährung in Gefahr. Das darf so nicht weitergehen."
Flugfehler führte zu Eurofighter-Crash
Ein Flugfehler und fehlendes Risiko-Bewusstsein sollen den Zusammenstoß von zwei Flugzeugen bei einer Luftwaffenübung über dem Sauerland vor 14 Monaten ausgelöst haben. Damals waren bei der Kollision zwei Menschen ums Leben gekommen.
In ihrem Abschlussbericht fand die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig (BfU) auch im Ablauf der Übung kritische Punkte. Jeder dieser Punkte sei als Ursache zu sehen, da ohne ihn das Unglück nicht passiert wäre, sagte ein BfU-Sprecher.
Bei der Abfangübung am 23. Juni 2014 war der Learjet laut Bericht durch eine falsche Flugbewegung unter einen Eurofighter der Luftwaffe geraten. Die beiden 43 und 50 Jahre alten Piloten des Learjets starben bei den Absturz.
Pest-Alarm in US-Nationalpark
Aus Angst vor weiteren Pest-Fällen hat die Verwaltung des Yosemite-Nationalparks in den USA einen Campingplatz geschlossen. Gestern waren dort zwei tote, pestinfizierte Eichhörnchen gefunden worden. Im Park hatte sich zuvor ein Mädchen die gefährliche Infektionskrankheit zugezogen.
Laut Verwaltung war das die erste Ansteckung in dem Nationalpark seit den 50er Jahren. Das berichtet "National Geographic". Die Pest wird in der Regel von Flöhen von infizierten Nagern auf Menschen übertragen.
In dem Magazin heißt es weiter, dass in diesem Jahr bereits acht Pestfälle in den USA registriert worden seien. Zwei Menschen im Bundesstaat Colorado seien daran gestorben.
Die bisherigen Fälle stellen allerdings noch keine ausgewöhnliche Epidemie dar. Im Durchschnitt werden in den USA sieben Pestinfektionen pro Jahr registriert.
Lazio gegen Bayer: Schiedsrichter droht mit Spielabbruch
Im Qualifikationsspiel zur Hauptrunde der Champions League spielt Bayer Leverkusen derzeit in Rom gegen Lazio. Der Stadionsprecher warnt die römischen Fans: Wenn es weiter rassistische Sprechchöre gibt, wird das Spiel abgebrochen.
Firma lässt sich Weltraumfahrstuhl patentieren
Der ThothX Tower könnte die Raumfahrt in wenigen Jahren revolutionieren: 20 Kilometer soll der Turm in den Himmel ragen. Damit könnte der Treibstoffverbrauch für Raketen etwa um ein Drittel reduziert werden. „Raumschiffe könnten von der Plattform direkt in den Orbit geschossen und dort auch wieder aufgetankt werden“, sagte einer der Konstrukteure dem Magazin Wired.
Aufrecht gehalten werden soll die Konstruktion mit Druckluft. Sie kann als Aufzug oder auch zur Gewinnung von Windenergie oder als Superfunkturm genutzt werden.
Die notwendige Bauzeit schätzt die Firma auf drei bis fünf Jahre und die Kosten auf fünf bis zehn Milliarden US-Dollar.
Das klingt alles wie Science-fiction und ist es wohl auch noch, aber immerhin besitzt Thoth Technologies seit rund einem Monat ein offizielles US-amerikanisches Patent auf die Konstruktion.
Schweinsteiger bei Manchester wieder auf der Bank
Der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft muss weiterhin auf seinen ersten Startelf-Einsatz in einem Pflichtspiel für Manchester United warten.
Bastian Schweinsteiger sitzt in der Playoff-Partie des englischen Rekordmeisters zur Champions League am Dienstagabend gegen den FC Brügge zunächst erneut nur auf der Bank.
Der 31-Jährige war in den beiden bisherigen Liga-Partien jeweils erst nach einer Stunde eingewechselt worden. Trainer Louis van Gaal begründete dies mit der fehlenden Fitness Schweinsteigers.
Vergangenen Mittwoch hatte der Ex-Münchner gesagt, dass er in dieser Woche sein Topniveau erreichen wolle.
Farc-Rebellen wollen Papst treffen
Die kolumbianischen Farc-Rebellen wollen Papst Franziskus während dessen Besuch auf Kuba im September treffen. Diese Möglichkeit sei bei einem Gespräch zwischen Vertretern der marxistischen Guerillabewegung und der katholischen Kirche Kolumbiens in Havanna erörtert worden, teilten die Rebellen mit, die unter anderem in der EU als Terroristen eingestuft werden.
Geplant sei, dass Franziskus während seines mehrtägigen Aufenthalts in dem Karibikstaat auch mit Friedensunterhändlern der Farc und der kolumbianischen Regierung zusammenkomme. Die endgültige Entscheidung müsse aber noch der Vatikan treffen.
US-Team rüstet für Riesen-Roboter-Kampf gegen Japan
Mit einer Crowdfunding-Kampagne will eine Gruppe amerikanischer Techniker, Unternehmer und Verrückter 1,5 Millionen Dollar einnehmen, um einen Riesen-Kampfroboter für einen Kampf gegen einen japanischen Gegner aufzurüsten.
Über den Ort und die Regeln für den Kampf der Blechgiganten ist noch nichts bekannt, außer dass beide Seiten einig sind, dass "sie sehen wollen, wie die Roboter verprügelt und zerstört werden".
Frontex meldet erstmals 100.000 Flüchtlinge im Monat
Im Juli stieg die Zahl der an den EU-Außengrenzen entdeckten Flüchtlinge erstmals auf mehr als 100.000 in einem Monat. Insgesamt wurden 107.500 Migranten ausfindig gemacht, teilte die EU-Grenzschutzagentur Frontex mit. Das seien dreimal so viele wie im Juli vergangenen Jahres und die höchste Zahl von Flüchtlingen, seit Frontex im Jahr 2008 mit der Zählung der Ankömmlinge an den EU-Grenzen begann.
Unter den illegalen Einwanderer stammten nach Frontex-Angaben die meisten aus Syrien und Afghanistan. Sie seien über die Türkei und Griechenland nach Europa gelangt.
Kühe fliehen vom Schlachthof auf Autobahn
Kurz vor ihrem sicheren Tod nahmen heute am frühen Morgen zwei Kühe auf dem Schlachthof von Wachtendonk am Niederrhein Reißaus. Anstatt sich brav schlachten zu lassen, legten die beiden Tiere zunächst die A40 lahm, die sogar kurz gesperrt werden musste, wie die WAZ berichtet. Nachdem Polizisten sie von der Autobahn vertrieben hatten, trennten sie sich, sodass die Suche noch aufwendiger wurde. Sogar ein Hubschrauber wurde eingesetzt.
Ein happy End aus Sicht der Kühe gab es aber erwartungsgemäß nicht. Nach mehreren Stunden in Freiheit wurden sie eingefangen und zum Schlachthof zurückgebracht...
Deutscher leitet Uffizien in Florenz
Ein Deutscher führt künftig als erster ausländischer Direktor eines der berühmtesten Kunstmuseen der Welt. Das italienische Kulturministerium wählte den Kunsthistoriker Eike Schmidt zum neuen Leiter der Uffizien in Florenz.
Der 47-jährige Schmidt wurde in Freiburg geboren und arbeitete unter anderem als Kurator in der National Gallery of Art in Washington und im J. Paul Getty Museum in Los Angeles. Derzeit ist er am Minneapolis Institute of Arts.
Schmidt wird der erste ausländische Leiter der Uffizien sein, in denen Meisterwerke wie Botticellis Geburt der Venus zu sehen sind. Er soll seine neue Arbeit im September aufnehmen.
Kaum zu glauben, aber wahr
Weiterer Vorwurf gegen Assange verjährt
Heute ist ein weiterer Vorwurf gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange verjährt. Nachdem die schwedische Staatsanwaltschaft vergangene Woche zwei Vorwürfe der sexuellen Belästigung und Nötigung von 2010 hatte fallen lassen müssen, kann der Australier nun auch nicht mehr wegen eines Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs verfolgt werden.
Von den beiden Frauen, die Assange angezeigt haben, behauptet eine außerdem, von ihm vergewaltigt worden zu sein. In diesem Fall endet die Verjährungsfrist aber erst nach zehn Jahren, also 2020.
Putin taucht ab
Was wäre das Sommerloch ohne die traditionellen Action-Fotos von Kremlchef Wladimir Putin? Dieses Jahr ging es - vergleichsweise ruhig - zu einem Tauchgang im Schwarzen Meer vor der Krim - voll bekleidet, ohne Pferd und Gewehr wie noch bei seinen Sommer-Stunts vor einigen Jahren
Der Präsident stieg mit Experten in einem Forschungs-U-Boot zu einem Wrack aus dem 11. Jahrhundert ab. Die Überreste des wohl byzantinischen Schiffs seien faszinierend, sagte Putin der Agentur Tass zufolge. "Dieser Tauchgang soll Menschen motivieren, sich für Geschichte zu interessieren."
Dass Russland sich die Krim 2014 gegen internationalen Protest einverleibt, verleiht Putins Besuch dort eine politische Dimension.
US-Eliteeinheit bildet erstmals Frauen aus
Bislang war die Kaderschmiede der Ranger School der US Army eine Männerdomäne. Nun haben erstmals zwei Frauen ihre Ausbildung zum US-Elitesoldaten abgeschlossen.
Die beiden Soldatinnen erhalten ihre Abschlussurkunde am Freitag, wie das US-Militär mitteilte. Das Ausbildungsprogramm der Ranger School gilt als eines der härtesten Trainings für Soldaten in den USA. Die beiden Frauen dürfen aber vorerst nicht im 75. Ranger-Regiment dienen - die Einheit hat ihre Zugangsbeschränkungen für weibliche Soldaten noch nicht aufgehoben.
Frauen durften in diesem Jahr erstmals die Eliteausbildung an der Ranger School durchlaufen. Insgesamt beteiligten sich neben zahlreichen männlichen Bewerbern 19 Soldatinnen an dem 61-tägigen Trainingsprogramm. Die meisten von ihnen wurden aussortiert. Die Soldaten müssen täglich ein 20-stündiges Pensum absolvieren. Insgesamt legen die Bewerber 320 Kilometer zu Fuß zurück, dabei müssen sie bis zu 40 Kilogramm Ausrüstung mit sich tragen.
Schlagzeilen zum Feierabend
Mehr Radfahrer sterben auf Deutschlands Straßen
Die Verkehrstoten in Deutschland gehen - bis auf einen leichten Anstieg 2014 - seit Jahren zurück. Besorgniserregend ist allerdings die heute veröffentlichte Zahl der getöteten Radfahrer 2014. Sie liegt mehr als 10 Prozent über der des Vorjahres.
Bei Verkehrsunfällen auf Deutschlands Straßen kamen laut Statistischem Bundesamt im vergangenen Jahr 396 Fahrradfahrer ums Leben. Das entspricht 12 Prozent aller Verkehrstoten. 77.900 Fahrradfahrer wurden verletzt, davon 14.500 schwer. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der tödlich verunglückten Radler um 42, die der verletzten um etwa 6000.
Mehr als die Hälfte (58 Prozent) der tödlichen Fahrradunfälle ereignete sich innerorts. 71 Prozent der ums Leben gekommenen Radfahrer waren Männer, und mehr als jeder zweite (57 Prozent) war mindestens 65 Jahre alt.
Halbnackt und blind in London für mehr Selbstvertrauen
Sich halb nackt und mit verbundenen Augen auf den Piccadilly Circus mitten in London zu stellen, erfordert wohl viel Selbstvertrauen. Dies zu demonstrieren und anderen Mut zu machen, war das Ziel von Jae West.
"Ich stehe hier für alle, die mit einer Essstörung kämpfen oder Probleme mit dem Selbstbewusstsein haben wie ich", schrieb West auf ein Schild und forderte die Passanten auf Herzen auf ihren Körper zu malen. Die Aktivistin versucht, das öffentliche Bewusstsein für schwere Essstörungen und ihre psychologischen Ursachen zu stärken.
Schäuble: Kohls anonyme Spender gab es nicht
Bis heute trägt Altbundeskanzler Helmut Kohl ein brisantes Geheimnis mit sich herum: Woher kamen die zwei Millionen Mark, die nicht in der offiziellen Bilanz der CDU auftauchten?
Kohl hat sein Schweigen über die angeblichen Spender im Zuge der Spendenaffäre seit 1999 damit begründet, er habe diesen sein Ehrenwort gegeben, ihre Namen nicht zu nennen.
Wie der Sender SWR am Dienstag mitteilte, antwortete Schäuble auf die Frage des Dokumentarfilmers Stephan Lamby nach den Spendern: "Es gibt keine. Es gab aus der Zeit von Flick schwarze Kassen."
Bei der Flick-Affäre handelt es sich um einen früheren Spendenskandal aus den achtziger Jahren um Zahlungen der Flick-Unternehmensgruppe, in die auch CSU, SPD und FDP verwickelt waren.
Frankreich verbietet geplanten Geräteverschleiß
Die Elektrozahnbürste, die den Geist aufgibt, der DVD-Spieler, der schlagartig nicht mehr funktioniert, der Staubsauger, der schlapp macht. Immer wieder gehen Elektrogeräte plötzlich kaputt, obwohl sie noch wie neu aussehen - und das oft kurz nachdem die Garantie abgelaufen ist.
Viele Verbraucher fragen sich, ob die Hersteller nicht absichtlich die Lebensdauer des Geräts verkürzt haben, mit gezielt eingebauten Schwachstellen. Ein solcher eingebauter Verschleiß ist in Frankreich künftig strafbar und wird ab heute als Betrug geahndet.
Große Ermittlungen dürften aber nicht folgen, räumt der Grünen-Politiker François-Michel Lambert ein. Aber: "Jetzt weiß jeder Manager und jeder Ingenieur, der nach technischen Wegen suchen könnte, damit ein Gerät kaputt geht, dass er viel riskiert", sagt Lambert.
An möglichen Tricks mangelt es nicht: Hitzeempfindliche Bauteile an Stellen, an denen es zu Wärmeentwicklung kommt; minderwertige Verarbeitung an empfindlichen Stellen eines Geräts; billige und wenig stabile Kunststoffzahnräder in Mixern.
Polizei lädt Papagei wegen Beleidigung vor
Eine 75-Jährige Inderin hat ihren Nachbarn beschuldigt, seinen Papagei trainiert zu haben, sie zu beschimpfen. Ihr Stiefsohn sollte demnach dem Nachbarn dabei geholfen haben, beschwerte sich die Frau. Alle vier mussten am Montag auf der Polizeiwache im westindischen Bundesstaat Maharashtra erscheinen.
Der Papagei aber hielt seinen Schnabel - und wurde daraufhin an die Forstabteilung übergeben, die ihn in die Wildnis entlassen sollte.
500.000 Ameisen demonstrieren in Köln
Menschenmassen in Deutschland für gute Zwecke zu mobilisieren wird ja immer schwieriger, wie man bei Aktivisten aller Art so hört. Die Umweltschützer vom WWF haben sich mit ihrem Anliegen deshalb gleich an ein Ameisenvolk gewandt - oder vielleicht auch vor allem deshalb, weil diese tierische Demo zwar klein, aber trotzdem spektakulär ist:
Eine halbe Million Blattschneideameisen im Kölner Zoo demonstrierte heute mit Mini-Transparenten mit Botschaften wie "Amazonas retten", "Solidarität" und "Hilfe", wie die Umweltorganisation WWF mitteilte.
Zugleich rief der WWF die Bundesregierung auf, sich bei den für Donnerstag geplanten deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen in Brasilia für den Erhalt des Regenwaldschutzes im größten Land Südamerikas einzusetzen.
Mit der Aktion im Kölner Zoo wandten sich die Umweltschützer gegen Bestrebungen, Schutzgebiete in Brasilien für die wirtschaftliche Ausbeutung zu öffnen.
"Pussys!" und "Halt die Fresse!": Neues aus der HSV-Kabine
Laut verschiedenen Medienberichten kam es beim Hamburger SV am vergangenen Freitag in der Halbzeitpause des ersten Saisonspiels bei Bayern München (0:5) zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Neuzugang Emir Spahic und Mitspieler Lewis Holtby sowie weiteren Spielern.
Die Bild-Zeitung berichtete, Spahic habe Holtbys Versuch, die Mannschaft aufzubauen, mit den Worten "Halt die Fresse, sonst hau ich dir aufs Maul" quittiert.
Die Hamburger Morgenpost vermeldete zudem, dass Spahic seine Mitspieler Holtby, Nicolai Müller und Matthias Ostrzolek mit den Worten "Ihr Pussys geht mir besser aus dem Weg" angegangen haben soll.
Trainer Bruno Labbadia dementiert zwar: "Die Geschichte stimmt nicht". Er räumt aber ein, dass es in der Kabine "etwas lauter" gewesen sei. Bei seinem vorherigen Verein Bayer Leverkusen war der ehemalige bosnische Nationalmannschaftskapitän im April wegen einer Schlägerei mit einem Ordner entlassen worden.
Pumuckl wird schlanker
Auch Pumuckl geht mit der Zeit. Der rotschopfige Kobold wird anlässlich einer neuen Ausgabe des Buches von Ellis Kaut im September ein wenig flotter daherkommen. So wird sein Bauch ein wenig dünner - der Zeichner Jan Saße begründete das mit dem Auftrag, den Kobold dynamischer zu zeichnen. Das Buch erscheint am 11. September.
Weibliche Kampfeinheit rächt sich am IS
Der Islamische Staat (IS) versklavt Frauen, seine Kämpfer vergewaltigen sie. Nun gibt es eine Gruppe Frauen, die sich mit Waffengewalt wehrt.
Die jesidische Sängerin Xate Shingal hat laut der britischen Boulevard-Zeitung "Daily Mail" die rein weibliche Einheit gegründet. Name: Sonnenmädchen.
Laut dem Bericht hat sie 123 Frauen zwischen 17 und 30 Jahren rekrutiert, die sich am IS rächen wollen.
Zu einem Kampfeinsatz ist es aber offenbar noch nicht gekommen.
Jüdischer Musiker bei Festival in Spanien ausgeladen
Matisyahu ist der Name eines US-Reggae- und Hip-Hop-Musikers. Er wollte eigentlich in Spanien auf einem Festival in Benicassim bei Valencia spielen. Doch dann wurde er ausgeladen. Warum?
Als Mann jüdischen Glaubens wurde der US-Amerikaner aufgefordert, den Palästinensern das Recht auf einen eigenen Staat zuzugestehen. Wie die "Jerusalem Post" berichtet, hatte das israelkritische Bündnis BDS Druck auf die Festivalleitung ausgeübt.
Das lehnte er jedoch ab. Dabei ging es ihm offenbar weniger um die eigentliche Frage, sondern um die Aufforderung als solche: "Kein Künstler verdient es, in so eine Situation gebracht zu werden, nur damit er seine Kunst vortragen kann", schrieb er auf seine Facebookseite.
Die Zeitung "El País" sprach von einem "gravierendem Akt politischer und religiöser Diskriminierung" und forderte die Regierung auf, zu intervenieren. Auch der Jüdische Weltkongress empörte sich: "Matisyahu wurde bei einem europäischen Reggae-Festival die Möglichkeit verweigert, seine Musik darzubieten, nur weil er ein Jude ist", sagte dessen Präsident Ronald S. Lauder.
Schäuble: Griechenland braucht nicht mehr Geld
Was denn nun? Gestern wurde gemeldet, Griechenland brauche noch ein paar Milliarden Euro mehr als bislang im Hilfspaket vorgesehen. Nun hebt der Finanzminister den Zeigefinger und stellt da etwas klar:
"Der Finanzbedarf bleibt unverändert bei 86 Milliarden Euro", teilte Schäubles Ministerium mit.
Die in dem Regierungsantrag zur Abstimmung am Mittwoch angegebenen 6,2 Milliarden Euro würden durch Privatisierungen erzielt.
Zum Thema schreibt gerade die Kollegin Samira Lazarovic einen längeren Artikel.
Fifa-Funktionär wegen Geldwäsche angeklagt
Julio Rocha ist einer der sieben Fifa-Funktionäre, die im Mai in der Schweiz festgenommen wurden. Nun wurde Anklage gegen ihn erhoben.
Der Nicaraguaner muss sich in seinem Heimatland wegen Geldwäsche und Korruption verantworten.
Der 64-Jährige war dort viele Jahre Präsident des nationalen Fußballverbandes und zudem Entwicklungsbeauftragter der Fifa.
Er soll für den Abschluss eines TV-Vertrages 90.000 Euro Bestechungsgeld kassiert haben.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Dispozinsen sind zu hoch
Da bin ich ja froh, dass ich mit dieser Meinung nicht allein stehe: Die Dispozinsen sind zu hoch und zu intransparent, sagt die Stiftung Warentest.
Im Durchschnitt liegen diese bei 10,25 Prozent - also kaum geringer als die 10,65 Prozent vor einem Jahr.
Der Höchstwert bei der aktuellen Untersuchung lag bei 16 Prozent. Die Stiftung beklagte zudem mangelnde Bereitschaft mancher Banken, die Zinsen öffentlich zu machen.
Ikea ruft ein Nachtlicht zurück
Haben Sie ein Nachtlicht von Ikea im Haus? Dann Obacht, bitte.
Das Möbelhaus ruft die Lampe namens "Patrull" zurück, weil ein Kind einen Stromschlag erlitten hatte.
Kunden sollen sie nicht mehr verwenden und sie einfach zurückbringen. Sie werden auch ohne Quittung angenommen.
Vergewaltigte Elfjährige bekommt Zwillinge
Ihr Stiefvater hatte sie vergewaltigt, jetzt bekommt ein elfjähriges Mädchen in Bolivien Zwillinge.
Die Kinder wurden am Freitag per Kaiserschnitt in der Stadt Montero entbunden.
Der Stiefvater wurde festgenommen, auch gegen die Mutter wird wegen Mitwisserschaft ermittelt.
Erst am Donnerstag hatte ein ebenfalls vergewaltigtes elfjähriges Mädchen in Paraguay ein Kind zur Welt gebracht.
Mehr dazu hier.
Sammer verteidigt Götze
Mario Götze hat zwar das entscheidende Tor im WM-Finale vor einem Jahr geschossen, bei den Bayern sitzt er aber hauptsächlich auf der Bank. Dann schossen die Gerüchte ins Kraut. Wechselt er? Bleibt er? Stimmt seine Einstellung? Nun wirft sich Matthias Sammer dazwischen.
"Können wir uns auf eins einigen: Wir lassen den Mario jetzt einfach mal Fußball spielen", sagte der Sportvorstand der Bayern. "Er genießt unser Vertrauen, aber jetzt lasst den Jungen auch mal ein bisschen in Ruhe!"
"Wir arbeiten, geben Gas und nehmen den Mario in den Arm", sagte Sammer. "Das bekommt der Mario von uns allen, von dem einen mehr, von dem anderen weniger. Es ist alles gut.
Sie möchten weiter schmökern? Dann schauen Sie doch mal in unseren Transferticker.
Boom am Arbeitsmarkt schwächt sich ab
Noch einmal gibt es einen Rekord am Arbeitsmarkt, doch der Schwung ist langsam raus.
Laut Statistischem Bundesamt stieg die Zahl der Erwerbstätigen von April bis Juni 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,4 Prozent auf 42,8 Millionen.
Das war der höchste Stand in einem zweiten Quartal seit der Wiedervereinigung.
Der Anstieg ist aber geringer als in den vergangenen vier Quartalen und lag unter dem Durchschnittswert der vergangenen fünf Jahre.
Russische Großbank macht wieder Gewinn
Mieser Ölpreis und westliche Sanktionen nehmen die russische Wirtschaft in die Zange. Doch nun gibt es Anzeichen für eine Erholung.
Die Großbank VTB macht im zweiten Quartal einen Nettogewinn von 16,5 Millionen Euro.
Weniger Rückstellungen für faule Kredite sorgten für die Wende - in den beiden Vorquartalen setzte es noch rote Zahlen.
Die VTB ist die zweitgrößte russische Bank nach der Sberbank.
Der IWF geht davon aus, dass die russische Volkswirtschaft ab 2016 wieder wächst.
Ex-DFB-Präsident Mayer-Vorfelder gestorben
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Deutschen Seehunden geht es super
Sie sind die wohl beliebtesten Wildtiere, die es in Deutschland gibt: die Seehunde an der Nordsee. Doch ein Grippevirus hat die Population bedroht - eine Katastrophe blieb jedoch aus, wie die "Süddeutsche Zeitung" nun berichtet. Die Population in Deutschland umfasst 9255 Tiere, was nur 88 weniger als im vergangenen Jahr sind. Und das war ein Rekordwert. Insgesamt gebe es an den Wattenmeerküsten der Niederlande, Deutschlands und Dänemarks rund 40.000 Tiere. Das seien wieder so viele wie vor 100 Jahren. Jagd, Gifte und Tourismus hatten den Bestand zwischenzeitlich auf 4000 in Deutschland dezimiert.
Asylbewerberin stirbt an Kopfverletzungen
In Trier ist eine Asylbewerberin an schweren Kopfverletzungen gestorben.
Die Polizei nimmt an, dass es sich beim Tod der 32-Jährigen um einen "nicht natürlichen Todesfall" handelt.
Ob es einen fremdenfeindlichen Hintergrund gibt, ist unklar. Der Polizei liegen dafür keine Hinweise vor. Sie ermittelt nun die Hintergründe und will dazu noch nichts sagen.
Sie war am Montag ins Krankenhaus gekommen - angeblich, weil sie sich bei einem Sturz verletzt hatte.
Fraport darf 14 griechische Flughäfen kaufen
Zu den Auflagen für ein weiteres Hilfspaket musste Griechenland viele Zugeständnisse machen. Zum Beispiel sollten die Flughäfen des Landes verkauft werden - davon profitiert nun ein deutsches Unternehmen.
Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport darf nun 14 griechische Regionalflughäfen kaufen. Das hat die Regierung Tsipras nun genehmigt.
Der Gesamtkaufpreis liegt bei 1,234 Milliarden Euro.
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Schlagzeilen am Morgen
Südkorea zahlt Nordkoreanern 74 Dollar im Monat
Nord- und Südkorea sind nicht gerade Freunde, betreiben aber einen gemeinsamen Industriepark in Kaesong. Lange haben sich beide Staaten um den dortigen Mindestlohn gestritten. Jetzt gibt es eine Einigung.
Der Mindestlohn für Zehntausende nordkoreanische Arbeiter wird angehoben. Er steigt um fünf Prozent auf sage und schreibe 73,87 US-Dollar pro Monat.
In Kaesong arbeiten 50.000 Nordkoreaner für 120 südkoreanische Firmen. Die freuen sich über die niedrigen Löhne, Nordkorea freut sich, so überhaupt irgendwie an Devisen zu kommen.
Spanische Stadt jagt Hunde-Sünder mit DNA
Alltägliches Problem, nichtalltägliche Lösung: Im spanischen Tarragona greift die Stadtverwaltung zu ungewöhnlichen Mitteln.
Um Hundehalter aufzuspüren, die nicht hinter ihren Vierbeinern herräumen, wollen die Behörden DNA-Proben nehmen.
Mittels einer Datenbank sollen dann die Häufchen abgeglichen werden.
Die Stadt hat 2800 registrierte Hunde.
14 Polizisten drücken Gehbehinderten zu Boden
Ein neues Video zeigt wieder Polizeigewalt in den USA. Diesmal wird niemand erschossen, unverhältnismäßige Gewalt aber dennoch angewandt.
14 Polizisten haben laut einem Bericht des US-Onlinemagazins "Matter" einen obdachlosen, gehbehinderten Schwarzen zu Boden gedrückt und dort 30 Minuten lang festgehalten.
Demnach hat der Mann nur ein Bein und nutzt eine Prothese und Krücken, um sich fortzubewegen. Der Einsatz war offenbar ausgelöst worden, weil Passanten sich von seinen "Stöcken", also den Krücken bedroht fühlten.
Goldhasen bringen Lindt weltweit Gewinn
Lindor-Kugeln und goldene Schokohasen - danach verzehren sich weltweit immer mehr Kunden. Und das lässt bei Lindt&Sprüngli die Kasse klingeln.
Die Schweizer verdienen im ersten Halbjahr 65,0 Millionen Franken (etwa 60 Millionen Euro). Das sind 15,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Der Umsatz soll in diesem Jahr um sechs bis acht Prozent steigen. Dieser liegt zurzeit bei rund 1,4 Milliarden Franken (1,29 Mrd. Euro).
UN-Kommissar: Deutschland bei Flüchtlingen entlasten
Deutschland und Schweden nehmen in Europa die meisten Flüchtlinge auf - laut dem UN-Flüchtlingskommissar ist das nicht in Ordnung.
Antonio Guterres spricht sich in der "Welt" für eine Entlastung der beiden Länder aus. Es sei "langfristig nicht tragbar, dass nur zwei EU-Länder mit leistungsfähigen Asylstrukturen die Mehrheit der Flüchtlinge aufnehmen".
Da die meisten Flüchtlinge vor Konflikten und Verfolgung flöhen, sei es die "moralische Pflicht" aller Staaten in Europa, sie willkommen zu heißen und sie zu schützen.
Laut UN haben im vergangenen Jahr 60 Millionen Menschen ihre Heimat verloren.
Mehr dazu hier.
Älteste US-Veteranin stirbt mit 110 Jahren
Im vergangenen Monat war sie noch im Weißen Haus bei US-Präsident Obama, jetzt ist Emma "Big Mama" Didlake gestorben.
Die Afro-Amerikanerin galt als älteste noch lebende Veteranin der Vereinigten Staaten. Sie wurde 1905 geboren und trat 1943 in die Armee ein - damals für eine schwarze Frau ein höchst ungewöhnlicher Schritt. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen. Obama kondolierte ihrer Familie gestern persönlich.
Ihre gute Gesundheit führte sie darauf zurück, viel Obst und Gemüse, aber wenig Fleisch zu essen. Jeden Abend habe sie zudem neun Rosinen in einem halben Liter Gin eingeweicht und am Morgen getrunken.
Wohl keine deutschen Opfer in Bangkok
Wer in Deutschland um Angehörige bangt, die zurzeit in Bangkok unterwegs sind, kann hoffen.
Auf einer ersten Liste mit den Namen von 49 Opfern des gestrigen Bombenanschlags sind zumindest keine deutsch oder europäisch klingenden Namen. Das berichtet die Zeitung "The Nation".
Eine hohe Zahl der Opfer könnte demnach aus China stammen.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen! Ich heiße Volker Petersen und begleite Sie heute durch die erste Tageshälfte. Die beginnt zumindest in Berlin leider unangenehm grau. Diese Themen werden heute wichtig:
Die Fraktionen im Bundestag äußern sich zur Griechenlandabstimmung morgen.
Außerdem stimmen Spanien und Estland über das Hilfspaket für Hellas ab.
Flüchtlinge auf Kos, in Mazedonien, Serbien und am Eurotunnel - wir schauen, wie sich die Lage entwickelt.
Wir berichten weiter über die Suche nach der vermissten Anneli.
In der Qualifikation zur Champions League spielt am Abend (20.45 Uhr im n-tv.de-Liveticker) Lazio Rom gegen Bayer Leverkusen.
Wie das Wetter wird, erfahren Sie hier ausführlich. Die Kompaktvariante: Tagsüber im Norden und in der Mitte bewölkt und regnerisch, im Süden und Nordosten etwas heiterer. Meist wird es so um die 20 Grad warm. Genießen Sie die Kühle!
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Schlagzeilen aus der Nacht