Der TagFrankreich verbietet geplanten Geräteverschleiß
Die Elektrozahnbürste, die den Geist aufgibt, der DVD-Spieler, der schlagartig nicht mehr funktioniert, der Staubsauger, der schlapp macht. Immer wieder gehen Elektrogeräte plötzlich kaputt, obwohl sie noch wie neu aussehen - und das oft kurz nachdem die Garantie abgelaufen ist.
Viele Verbraucher fragen sich, ob die Hersteller nicht absichtlich die Lebensdauer des Geräts verkürzt haben, mit gezielt eingebauten Schwachstellen. Ein solcher eingebauter Verschleiß ist in Frankreich künftig strafbar und wird ab heute als Betrug geahndet.
Große Ermittlungen dürften aber nicht folgen, räumt der Grünen-Politiker François-Michel Lambert ein. Aber: "Jetzt weiß jeder Manager und jeder Ingenieur, der nach technischen Wegen suchen könnte, damit ein Gerät kaputt geht, dass er viel riskiert", sagt Lambert.
An möglichen Tricks mangelt es nicht: Hitzeempfindliche Bauteile an Stellen, an denen es zu Wärmeentwicklung kommt; minderwertige Verarbeitung an empfindlichen Stellen eines Geräts; billige und wenig stabile Kunststoffzahnräder in Mixern.