Das war Donnerstag, der 15. Oktober 2015
Der zweite graue und kalte Tag im Berliner Oktober geht zuende. Schön ist anders. Das Wetter hat allerdings auch den Vorteil, dass wir uns unabgelenkt für sie in die Riemen werfen können. Neugierig machen konnten wir sie heute mit folgenden Themen:
Das Elend in Bangladesch ließ Sie nicht kalt.
Kein Tag vergeht, an dem Sie sich nicht für das Thema Flüchtlinge interessieren. Heute verabschiedete der Bundestag eine Reihe neuer Gesetze. Wir haben das für Sie begleitet.
Derzeit tourt die CDU übers Land und erklärt den Mitgliedern und Bürgern ihre Politik. Wir waren dabei.
Auch das Thema Volkswagen ist noch lange nicht abgehandelt. Nun sollen bekanntlich zweieinhalb Millionen Fahrzeuge allein Deutschland in die Werkstatt. Stellvertretend dazu folgender Beitrag.
Noch nicht in trockenen Tüchern sind die Beschlüsse beim EU-Treffen. Die Kollegen werden Sie aber dazu in der Nacht auf dem laufenden Halten.
Kommen Sie gut durch die kommenden Stunden und bleiben Sie uns gewogen.
Thüringer CDU-Nachwuchs will Soli im Westen anheben
Soli soll Wachstumsbeitrag werden: Auf dem morgen beginnenden Deutschlandtag der Jungen Union will der Thüringer Landesverband des CDU-Nachwuchses eine Umbenennung des Solidaritätszuschlags in Wachstumszuschlag beantragen. Zugleich soll er von derzeit 5,5 auf 8 Prozent steigen, wie die "Thüringer Allgemeine" unter Berufung auf das Antragspapier berichtet.
Allerdings soll er nicht in strukturschwachen Regionen und flächendeckend nicht im Osten erhoben werden. Ausnahmen werden zugelassen. Der Landesverband erhofft sich Wachstumsimpulse. Die Antragskommission empfiehlt die Ablehnung.
Flüchtlinge ertrinken nach Kollision mit Küstenwache
Neues Unglück vor der griechischen Insel Lesbos: Sieben Menschen, darunter Kinder, sterben bei der Kollision eines Flüchtlingsbootes mit einem Patrouillenboot der Küstenwache. Die Umstände, die zur Kollision führten, wurden zunächst nicht bekannt. Die Flüchtlinge hatten zuvor ein Notsignal gesendet. Die Küstenwache konnte 32 Migranten aus den Fluten retten, wie das Staatsradio unter Berufung auf die Küstenwache berichtet.
Israel erwartet Zehn-Jahres-Hoch bei Einwanderern
Israel rechnet in diesem Jahr mit so vielen jüdischen Einwanderern wie seit zehn Jahren nicht. Insgesamt werden mehr als 30.000 erwartet, wie die Parlamentskommission für Einwanderung mitteilte. Die meisten Neuankömmlinge sollen wie im Vorjahr aus Frankreich kommen, allein von dort werden 7500 jüdische Einwanderer erwartet. Zudem wird mit 7100 Juden aus der Ukraine, 6300 aus Russland und 2900 aus den USA gerechnet.
Reservisten lassen Kinder mit Sturmgewehren hantieren
Offenbar begeisterte Reservisten haben Grundschüler im Nordosten Frankreichs bei einem Aktionstag der Armee mit echten Sturmgewehren hantiert lassen. Das Verteidigungsministerium verurteilte den Vorfall und kündigte Sanktionen an, wie "Le Monde"berichtete. Dies sei nicht Teil des geplanten Programms gewesen.
Auf Fotos der Regionalzeitung "Le Républicain Lorrain" waren Kinder zu sehen, die in Schussposition am Boden liegend Gewehre des Typs "Famas" in der Hand halten. Die Gewehre seien gesichert gewesen. Ein Offizier erklärte die Szene mit einem "Übermaß an Begeisterung" von Soldaten der Reservekompanie.
Sachsen-SPD: "Wir schaffen es zurzeit nicht"
In einzelnen Landesverbänden der SPD gärt angesichts der Flüchtlingskrise die Stimmung. Erst am Vortag hatte der Oberbürgermeister der sachsen-anhaltischen Landeshauptstadt Magdeburg, Lutz Trümper, seinen Parteiaustritt erklärt.
Nun stellt sich gleich die ganze Sachsen-SPD gegen die Linie der Bundesregierung. Deutschland sei "rein organisatorisch an der Belastungsgrenze", sagte Landeschef und Vize-Ministerpräsident Martin Dulig der "Leipziger Volkszeitung". Er wisse nicht, ob das Boot voll sei, "richtig ist aber: wir schaffen es zurzeit nicht mehr". Wer gut integrieren wolle, müsse den Flüchtlingsstrom jetzt eindämmen. "Es nutzt kein Drumherumgerede."
Tote Frau hängt am Zaun
Grausiger Fund in Ohio: An einem Zaun in der Stadt Chillicothe hängt der leblose Körper einer Frau. US-Medien zufolge haben Nachbarn den Anblick zunächst für einen Grusel-Scherz zum bevorstehenden Halloween-Fest gehalten. Der Körper der Toten sei so stark misshandelt gewesen, dass man zunächst nicht sehen konnte, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelte.
Die Polizei hat inzwischen einen 27-Jährigen unter Mordverdacht festgenommen. Medienberichten zufolge hat er zugegeben, die Frau geschlagen zu haben. Bei ihm seien eine mögliche Tatwaffe sowie Blutspuren gefunden worden. Die Polizei geht auch Hinweisen nach, ob der Festgenommene in Verbindung zu einer Serie von Morden an Frauen in der Gegend steht.
Hooverboard Hendo 2.0 im Anflug
Vor einem Jahr lässt die Firma Hendo mit einem Hooverboard aufhorchen. Pünktlich zum Zurück-in-die-Zukunft-Day am 21. Oktober - an diesem Tag betritt der Marty McFly im zweiten Teil der Filmreihe die Zukunft - legt das Unternehmen mit dem Hendo 2.0 nach. Die Verbesserungen im Einzelnen:
mehr Leistung
USB-Anschluss
bessere Kontrolle
eleganteres Aussehen dank Tipps von Legende Tony Hwak
Merken Sie sich den Tag. Wir bleiben für Sie dran - und in der Luft!
Zudem bringt ein japanischer Autohersteller die beiden Protagonisten anlässlich des "Jahrestages" in einem Diner zusammen und lässt die Philosophieren, welche der "Erfindungen" des Films es tatsächlich in die heutige Zeit geschafft haben.
Brasilien steuert auf Ramsch-Niveau zu
Euro / Brasilianischer RealAngesichts der Rezession sowie der politischen Unsicherheit wegend es weiter schwelenden Etatstreits hat die US-Ratingagentur Fitch Brasiliens Kreditwürdigkeit gesenkt. ZUdem drphte sie dem Land mit einer Abstufung auf Ramschniveau. Der Ausblick sei negativ.
Mit der "Ramsch"-Einstufung wird vor spekulativen Investments gewarnt. Je schlechter die konkrete Note in diesem Bereich ist, desto wahrscheinlicher sind Ausfälle. Viele Investoren meiden "Ramsch"-Anlagen, weil die Risiken zu groß sind.
Wegen der Wirtschaftskrise hatte Standard & Poor's (S&P) vor rund einem Monat als erste Rating-Agentur die Kreditwürdigkeit des Schwellenlandes wieder in den sogenannten "Ramsch"-Bereich herabgestuft.
Frau entbindet während eines Fluges
Ist ein Arzt ein Bord? Diese Frage möchte man im Flugzeug eigentlich nicht hören - und schon gar nicht stellen müssen. Passiert ist es jedoch in einer Maschine von China Airlines mitten über dem Pazifik. Bei einer Frau setzten die Wehen ein. Eine mitreisende Internistin meldete sich. Erfahrung beim Thema Entbindungen hatte sie jedoch nicht.
Alle "Exxon-Valdez"-Verfahren eingestellt
Nach mehr als einem Vierteljahrhundert stellen die US-Behörden im Fall "Exxon Valdez" sämtliche Justizverfahren gegen das Unternehmen ein. Die Havarie des Tankers "Exxon Valdez" am 24. März 1989 vor Alaska hatte die zweitschlimmste Ölpest in der Geschichte der USA zur Folge.
Damals verschmutzten fast 42 Millionen Liter Rohöl mehr als 2000 Kilometer Küste von Alaska. Schätzungen zufolge verendeten 250.000 Seevögel, 2800 Seeotter, 300 Seehunde, 250 Greifvögel und bis zu 22 Wale. Die vormals florierende Heringsindustrie in dem Gebiet ging 1993 zugrunde. Nach jahrelangen Prozessen musste Exxon Millionen Dollar Schadenersatz leisten sowie Milliarden für Reinungsarbeiten aufwenden.
Winnetous Silberbüchse wird versteigert
Sie gehörte zu Winnetou wie Old Shatterhand und der Rappe Iltschi: Seine Silberbüchse. Diese und viele andere Erinnerungsstücke des verstorbenen Schauspielers Pierre Brice kommen nun unter den Hammer. Die Erlöse sollen zu einem Teil dem Projekt Future4children des Dalai Lamas zugutekommen, wie die Witwe Hella Brice mitteilte.
Brice war am 6. Juni mit 86 Jahren in Paris gestorben. Winnetous Film-Tod jährte gestern übrigens zum 50. Mal. Bei der Auktion am 7. und 8. November in Mühlenbeck bei Berlin werden auch von Pierre Brice entworfene Winnetou-Kostüme, Sättel und Zaumzeuge sowie private Stücke versteigert - Uhren, Antiquitäten und ein Jaguar.
Schlagzeilen zum Feierabend
Bundeswehr schaltet "Patriot"-System in Türkei ab
Nach fast drei Jahren hat die Bundeswehr ihre "Patriot"-Raketenabwehrsysteme in der Türkei abgeschaltet. Sie seien von ihrem "operativen Auftrag entbunden" worden, sagte eine Sprecherin des Einsatzführungskommandos. Das Verteidigungsministerium begründet den Schritt mit der gesunkenen Bedrohung des Nato-Partners durch Raketenangriffe der syrischen Armee. Die rund 250 deutschen Soldaten sollen bis Ende Januar abgezogen werden.
Auch die USA haben ihre "Patriot"-Systeme bereits abgeschaltet. Damit schützen nun nur noch spanische Raketenabwehrstaffeln den Bündnispartner.
Radfahrer bei Überfall Hakenkreuz in Stirn geritzt
Vier Maskierte haben einen Radfahrer überfallen, zu Boden geworfen und ihm ein Hakenkreuz in die Stirn geritzt. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, ereignete sich der Vorfall im österreichischen Bad Fischau-Brunn bei Wien bereits Ende September. Der Hauptverdächtige befindet sich demnach in Untersuchungshaft, die drei anderen sind auf freiem Fuß.
Nach den bislang vorliegenden Erkenntnissen habe der Angegriffene die vier Männer gekannt. Das Motiv der Tat liege vermutlich darin, dass die Angreifer ihr Opfer zwingen wollten, aus seinem Haus auszuziehen. Noch sei unklar, ob die Angreifer mit rechtstextremistischen Organisationen in Verbindung stünden.
Kanzler-Tanne ist eine Rotfichte aus Düsseldorf
Gerader Wuchs und gleichmäßiges Nadelkleid - aber etwas kürzer als im vergangenen Jahr. Sie wissen es längst - die Weihnachtsbaum-Saison beginnt. Und wenn Meldungen derart prosaisch beginnen, geht es nicht um irgendeinen beliebigen Baum.
Also dann: Der Weihnachtsbaum für Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt in diesem Jahr aus Düsseldorf. Es ist eine zwölf Meter hohe Rotfichte. Derzeit steht sie noch in einem Wald im Stadtteil Angermund. Ende November soll der Baum gefällt werden.
Im vergangenen Jahr stand übrigens eine sturmerprobte 15 Meter hohe Küstentanne von der Mecklenburgischen Seenplatte vor dem Kanzleramt.
Kinder sperren Mütter wegen "guter Pizza" auf Balkon aus
Bizarre Szenen haben sich in Stuttgart abgespielt: Zwei fünf Jahre alte Jungs beschlossen, Pizza essen zu gehen. Da sie offenbar befürchteten, kein Okay ihrer Mütter zu bekommen, lockten sie die 33 und 36 Jahre alten Frauen auf den Balkon und sperrten sie dort aus.
Dann schmissen sich die beiden Jungs in Schale: Einer verkleidete sich als Polizist, der andere als Snowboarder. In dem Dress machten sich die beiden auf den Weg zum Italiener ihres Vertrauens.
Dort angekommen, erklärten die beiden Gourmets, sie hätten Lust auf eine "gute Pizza". Geld hatten sie allerdings nicht dabei.
Die Kellnerin servierte den beiden Pizza, verständigte allerdings auch die Polizei. Die Beamten brachten die beiden gesättigten Ausreißer nach Hause.
Berliner Imam machte Werbung für den IS
Ein Imam aus Berlin ist wegen mutmaßlicher Werbung für den Islamischen Staat (IS) verhaftet worden.
Ermittler des Landeskriminalamtes vollstreckten einen Haftbefehl gegen den 30-Jährigen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.
Der Russe dagestanischer Herkunft sei dringend verdächtig, im Internet Mitglieder und Unterstützer für den IS geworben zu haben. Zudem soll er für islamistische Gruppierungen in Syrien Nachtsichtgeräte und Zielfernrohre beschafft haben.
Der Mann war demnach eine enge Kontaktperson des Präsidenten des Moscheevereins in der Perleberger Straße, Ismet D., sowie von dessen "Weisenratspräsidenten" Emin F.. Gegen beide hatte die Bundesanwaltschaft im Juli Haftbefehle als mutmaßliche Unterstützer der Terrorgruppe "Junud Al-Sham" ("Soldaten Syriens") erwirkt.
Gewinne bei Goldman Sachs brechen ein
Eine Flaute im Handelsgeschäft hat die führende US-Investmentbank Goldman Sachs ausgebremst.
Im dritten Quartal fiel der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 36 Prozent auf 1,43 Milliarden Dollar (1,25 Milliarden Euro), wie das Geldhaus mitteilte. Die Erträge schrumpften um 18 Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar.
Vor allem im für den Wall-Street-Riesen so wichtigen Geschäft mit Anleihen, Devisen und Rohstoffen ging es rapide nach unten - die Einnahmen in der unter dem Kürzel FICC geführten Sparte fielen um ein Drittel auf 1,46 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit besseren Ergebnissen gerechnet.
Oscar Pistorius kommt frei
Der frühere Sportstar Oscar Pistorius kommt frei. Das berichten die BBC und unterschiedliche südafrikanische Medien unter Berufung auf den Bewährungsausschuss. Nähere Hintergründe sind noch nicht bekannt.
Pistorius wurde im September wegen fahrlässiger Tötung zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er im Februar 2013 seine Freundin Reeva Steenkamp erschossen hat.
Schichtwechsel
Liebe Leser, mein Name ist Jürgen Wutschke. Ich versorge Sie an dieser Stelle bis in den späten Abend mit Nachrichten.
Segelflugzeug kommt Passagierjet in die Quere
Über Nürnberg hätte es im Mai beinahe einen schwerwiegenden Zwischenfall gegeben. Wie jetzt bekannt wurde, kam ein Segelflugzeug einer mit 113 Leuten besetzten Boeing 737-800 so nahe, dass die Crew sogar den Piloten des Seglers erkannt hätte.
Dieser hatte sich dem Passagierjet auf 100 bis 150 Meter genähert. Der Verkehrspilot habe gerade zur Landung ansetzen wollen und konnte gerade noch rechtzeitig ausweichen.
Wie nun eine Untersuchung ergab, hatte der Segelpilot seinen Transponder ausgeschaltet, sodass sein Gleiter für den Radar unsichtbar war.
Bridge ist keine Sportart mehr - Briten empört
Britische Kartenspieler sind mitten ins Herz getroffen: Ein Gericht hat entschieden, dass "Bridge" keine Sportart mehr ist.
Das hat der High Court in London bekannt gegeben. Damit bestätigte der Gerichtshof eine Einschätzung des Dachverbandes Sport England, der Bridge nicht als Sport ansieht, da keine körperliche Aktivität nötig ist.
Dagegen hatte die Bridge-Vereinigung EBU geklagt: Auch Schach werde schließlich als Sport anerkannt. Der Richter sagte: "Bridge ist ein Kartenspiel."
Bundestag stimmt Asylgesetz zu
Der Bundestag verschärft die Asylgesetzgebung - soeben haben wir Ihnen eine Breaking News aufs Handy geschickt. Abschiebungen werden nun leichter.
Mehr dazu hier.
"Nerv-Kandidaten" mischen philippinischen Wahlkampf auf
Im kommenden Jahr wählen die Menschen auf den Philippinen einen neuen Präsidenten, es gibt drei ernstzunehmende Kandidaten. Doch bis heute Morgen haben 60 Möchtegern-Präsidenten ihren Hut in den Ring geworfen. Einer behauptet, sich Rat bei Außerirdischen zu holen, ein anderer lässt sich als "Erzengel Luzifer" nennen. Eine Bezeichnung haben die Philippinos auch schon für diese Leute. Sie nennen sie nur die "Nerv-Kandidaten".
Ukraine stellt Russland Ultimatum
Russland und die Ukraine streiten sich nicht nur um den Osten des Landes, sondern auch ums Geld. Es geht um die Rückzahlungen von Krediten.
Streitpunkt ist die Summe von 2,6 Milliarden Euro. Die hatte Russland der alten Regierung Janukowitsch gewährt, die neue Regierung soll sie nun zurückzahlen.
Das will Ministerpräsident Jazenjuk aber nur machen, wenn Russland auf 20 Prozent verzichtet, so wie andere Gläubiger. Das will Russland aber nicht.
Erklärt Russland sich nicht bis zum 29. Oktober dazu bereit, möchte Jazenjuk vor Gericht beim IWF ziehen. Es geht um die Frage, ob es sich um einen privaten oder einen staatlichen Kredit handelt. In letzterem Fall bekäme Russland recht - dann wäre auch der IWF-Rettungsplan für die Ukraine in Gefahr.
Deutschland erlebt Motorrad-Boom
"Get your motor runnin'
Head out on the highway
Looking for adventure
In whatever comes our way"
So beginnt der legendäre Song "Born to be wild" von Steppenwolf. Warum ich das erzähle? Weil Deutschland zurzeit einen Motorradboom erlebt und diese Zeilen die Faszination beschreiben. Hier ein paar schnöde Zahlen:
Nach 9 Monaten wurden bereits gut 136.000 heiße Öfen verkauft.
Das sind sieben Prozent mehr als im Vorjahr.
Marktführer sind BMW, die ihren Marktanteil auf 16,3 Prozent ausbaute, es folgen Yamaha und Honda.
Forscher elektrisiert: Säugetier aus Dino-Zeitalter entdeckt
Das Fossil ist 125 Millionen Jahre alt und äußerst gut erhalten: Ein rattenähnliches Tier namens Spinolens xenarthrosus begeistert zurzeit Wissenschaftler. Warum?
Das Säugetier lebte zur Zeit der Dinosaurier - in dem Fossil wurden bislang das älteste Ohr, die älteste Lunge und die älteste Leber eines Säugetiers entdeckt.
Bereits zuvor gab es Hinweise auf über 165 Millionen Jahre altes Haar, allerdings handelte es sich dabei um versteinerte Abdrücke, die keine so detaillierten Rückschlüsse zuließen wie der Fund von Spinolestes.
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Schlagzeilen zur Mittagspause
Barbie wird zur Jungfrau Maria
Barbie und Ken sind das Traumpaar jeder Puppenstube - oder das Horror-Duo, das unerreichbare Perfektion in Plastik vorlebt. Die Künstlerin Marianela Perlelli aus Argentinien hat noch eine dritte Idee: Barbie und Ken sind Heilige. "Wenn es eine Babysitter-Barbie gibt, eine Löwendompteuse und sogar eine Astronautin, warum soll es dann keine Jungfrau-Maria-Barbie geben", fragt sie sich. Sie hat die Lücke selbst gefüllt. In Buenos Aires eröffnet daher am Samstag eine Ausstellung mit dem Titel "Barbie, die Plastikreligion". Eine Flut böser Mails und Briefe ignoriert sie mittlerweile.
Lebensmittelmärkte im Test
Flughafen BER erreicht "Point of no Return"
Der Hauptstadtflughafen BER ist noch nicht eröffnet, wird aber bereits saniert - und die Arbeiten sind nun zur Hälfte geschafft. Flughafenchef Karsten Mühlenfeld spricht daher von einem "Point of no Return". "Der Weg zum Ziel ist ab sofort kürzer als die seit der Ankündigung des Terminbandes", sagte er. Das berichtet der "Tagesspiegel". Na Glückwunsch! Es bleibt übrigens dabei, dass der BER im zweiten Halbjahr 2017 in Betrieb genommen werden soll.
Assad-Armee und Russland greifen Rebellen-Dörfer an
Nördlich von Homs werden Kämpfe gemeldet. Die syrische Armee und die russische Luftwaffe greifen Dörfer im Einflussbereich der Rebellen an.
Dabei sollen sechs Aufständische und zwei Zivilisten getötet worden sein, meldet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.
Sollte die syrische Armee die Region zurückerobern, könnte Assad damit eine Landverbindung zwischen Damaskus und seinen Hochburgen an der Küste sichern.
Deutsche Industrie meldet Beschäftigungsrekord
Der deutschen Industrie geht es blendend - zumindest, wenn man die Beschäftigungszahl als Maßstab nimmt. Diese erreicht einen Rekord.
Ende August arbeiteten knapp 5,4 Millionen Menschen im Verarbeitenden Gewerbe. Das sind 52.000 oder 1 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Laut dem Statistischen Bundesamt ist das der höchste Stand seit 2005 als die Statistik in dieser Form eingeführt wurde.
Ermittler durchsuchen Italien-Zentrale von VW
Auch in Italien ermittelt die Polizei gegen VW. Nun hat die Finanzpolizei die Italien-Zentrale des Autobauers in Verona durchsucht.
Die Durchsuchung sei Teil von Ermittlungen wegen des Verdachts auf Wirtschaftsbetrug.
VW hat dazu noch nichts gesagt.
Übrigens hat das Kraftfahrtbundesamt (KBA) VW dazu verdonnert, 2,4 Millionen Autos zurückzurufen.
Und auch das Engagement bei Bugatti könnte gefährdet sein.
Nach Stimmzettel-Posse: Köln wählt neuen Bürgermeister
Köln ist die viertgrößte Stadt Deutschlands und hat mehr Einwohner als das Saarland. Und am Sonntag ist ein großer Tag für die Millionenmetropole: Sie wählt einen neuen Bürgermeister - mit fünf Wochen Verspätung. Warum?
Eigentlich sollte schon am 13. September gewählt werden, doch eine Posse um den Stimmzettel verhinderte dies.
Darauf waren die Parteien viel größer als üblich abgedruckt - das war politisch hoch brisant, weil Kandidatin Henriette Reker zwar von CDU, Grünen und FDP gestützt wird, aber parteilos ist. Ein Parteikürzel hätte bei ihr also gefehlt. Die Wahl musste wiederholt werden.
Eins ist klar: Wenn die Wahl über die Bühne ist, machen viele Kölner gleich drei Kreuze.
Aktivisten legen "Homeland"-Macher rein
Die US-Serie "Homeland" erzählt Geschichten über Terroristen, Amerikaner und den Nahen Osten. Auf eine Weise, die manch ein Araber unerträglich findet. Die US-Amerikaner sind immer die Guten, die Muslime die Bösen - das sagen zumindest Aktivisten, die nun die Macher der Serie reingelegt haben. Als diese im Sommer in Berlin drehten, schmuggelten sie sich ins Team und bekamen einen Auftrag. In einer Flüchtlingslager-Kulisse sollten sie arabische Schriftzeichen an die Wände malen. Das taten sie auch - allerdings mit Anti-"Homeland"-Nachrichten. "Homeland ist eine Fälschung", "Homeland ist keine Serie" hieß es da - die Bilder dazu finden Sie hier.
Merkel: "Historische Bewährungsprobe Europas"
"Es ist nicht übertrieben, diese Aufgabe als historische Bewährungsprobe Europas zu begreifen."
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in ihrer Regierungserklärung im Bundestag über die Bewältigung der Flüchtlingskrise.
Mehr dazu hier.
Iran zeigt erstmals unterirdische Raketen
Bislang waren sie geheim, jetzt zeigt der Iran Bilder seiner unterirdischen Raketendepots.
Angeblich soll es Hunderte solcher Basen geben, sagte Amir Ali Hadschisade, Leiter der Luftfahrtabteilung.
Der Iran werde nie einen Krieg beginnen, aber falls angegriffen, "werden diese Anlagen für die Aggressoren wie ein Vulkanausbruch", sagte er.
Die Schabab-3-Raketen haben eine Reichweite von 2000 Kilometern - damit könnte der Iran Israel angreifen. Dank des Atom-Deals ist das aber unwahrscheinlicher geworden.
Schlagzeilen am Morgen
Polizei Hagen landet Internet-Hit
Mit dieser Aktion hat die Hagener Polizei einen Internet-Hit gelandet. Nach Angaben der Beamten haben sich elf Millionen Leute diesen Aufruf angesehen.
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Ministerin stellt Steuervorteil für Diesel infrage
Wer einen Diesel fährt, genießt in Deutschland Steuervorteile. Diese stellt Umweltministerin Hendricks nun infrage.
Stattdessen könnte das Geld dafür genutzt werden, Elektroautos zu fördern - "Da könnte man darüber nachdenken", sagte Hendricks im ZDF-Morgenmagazin.
Bis 2020 will die Bundesregierung eine Million Elektroautos auf der Straße haben. "Wenn wir uns dem nähern wollen, müssen wir in der Tat was unternehmen", so die Ministerin.
Verarmende Burgherren rufen um Hilfe
Wer eine Burg oder ein Schloss besitzt, muss reich sein. Theoretisch stimmt das auch, wenn man den Wert des Anwesens einkalkuliert. Aber der Unterhalt! Nun werden Erleichterungen gefordert.
Der Staat soll den Schloss- und Burgbesitzern helfen, das kulturelle Erbe zu erhalten.
Die Deutsche Burgenvereinigung fordert Steuererleichterungen und Sonderregelungen bei Abwassergebühren oder der Wärmedämmung.
Starker Regen in Italien - drei Tote
Bei uns ist es nur grau, in Teilen Italiens dagegen geht massenhaft Starkregen herunter. Das kostet mehreren Menschen das Leben.
Gestern Nachmittag sind drei Leute bei Regen gestorben. In der Provinz Frosinone starb ein 60-jähriger Autofahrer, in L'Acquila eine 51-jährige Frau, ein weiter Mann starb, als er Wasser aus seinem Keller schöpfte.
Am schlimmsten erwischte es die Regionen Latium und die Abruzzen.
Blick auf den Mars
Ein Foto zeigt den Mars an diesem Morgen. Warum nur wollen Leute dahin? Ist doch viel schöner bei uns.
Mehrheit der Deutschen für Tempolimit auf Autobahn
Ich dachte ja immer, dieses Land wäre nur regierbar, wenn der Bierpreis niedrig und die Autobahnen frei befahrbar sind. Zumindest Letzteres stimmt offenbar nicht.
56 Prozent der Deutschen würden ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen befürworten. Das zeigt eine Yougov-Umfrage.
Es geht um 150 km/h. 61 Prozent der Frauen sind "voll und ganz" oder "eher" dafür, bei den Männern sind es 50 Prozent.
130 km/h oder weniger hat als Limit dagegen keine Chance. 56 Prozent lehnen dies ab.
Amazon verkauft Lebensmittel
Im Internet kann man mittlerweile so ziemlich alles kaufen - auch Lebensmittel. Nur die Deutschen kaufen ihre Nahrung lieber im analogen Supermarkt. Amazon will das ändern.
Das Internet-Versandhaus startet in diesem Monat einen neuen Service namens "Pantry". Damit können sich Kunden Lebensmittel direkt nach Hause liefern lassen.
Zurzeit liegt der Online-Anteil am Lebensmittelhandel bei 1,2 Prozent.
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Japan fährt zweiten Reaktorblock hoch
Nach Fukushima war Schluss mit Atom-Energie in Japan - das Land legte nach der Katastrophe alle 48 Reaktoren im Land still. Das ändert sich gerade wieder.
Vier Jahre nach der Katastrophe fährt der zweite Block des AKW Sendai im Südwesten des Landes hoch. Im September war bereits der erste wieder ans Netz gegangen.
Ist Japan also wieder auf dem Weg zurück in die Vor-Katastrophen-Zeit? Nicht direkt: Neue strenge Sicherheitsauflagen sollen weitere Probleme verhindern. Das AKW Sendai ist das erste, das diese erfüllt.
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Ebola-Virus überlebt im Sperma
Die Ebola-Epidemie ist überstanden? Möglicherweise droht noch immer Gefahr - darauf lässt eine neue Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) schließen. Demnach ...
... überlebt das Virus viel länger als gedacht im Sperma. Bislang ging man davon aus, dass dies 82 Tage der Fall sei. Nach der neuen Studie sind es aber neun Monate.
... müssen Überlebende noch sechs bis zwölf Monate nach ihrer Erkrankung betreut werden, damit sie nicht ihre Partner anstecken.
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Lehrerverband fordert Migrantenquote in Schulklassen
Bitte nicht zu viele Migranten in einer Klasse: Das ist die Forderung des Deutschen Philologenverbandes, der die Lehrer vertritt.
"Schon wenn der Anteil von Kindern nicht deutscher Muttersprache bei 30 Prozent liegt, setzt ein Leistungsabfall ein. Dieser wird ab 50 Prozent dramatisch", sagte Verbandschef Heinz-Peter Meidinger der "Neuen Osnabrücker Zeitung".
Reine Migranten-Klassen will er aber nicht. Migranten in Regelklassen förderten Integration und Spracherwerb. "Wir wollen keine Gettos", sagte er.
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Neues Video zeigt die Flucht von Drogenboss "El Chapo"
Es ist die wohl spektakulärste Flucht des Jahres: Der mexikanische Drogenboss "El Chapo" Guzman flieht aus einem Hochsicherheitsgefängnis. Ein neues Video zeigt die Bilder der Überwachungskamera. Nach etwa fünf Minuten sieht man, wie der Mafia-Pate durch einen Tunnel seine Zelle verlässt - diese Bilder sind bereits bekannt. Das Video zeigt aber auch die Reaktion der Wächter, die alles an einem Monitor verfolgen: Keine. Erst nach etwa 25 Minuten schöpfen sie laut mexikanischen Journalisten Verdacht - da ist der "Chapo" längst über alle Berge. Auch als sie die Abwesenheit des Verbrechers entdecken, bleibt die Reaktion seltsam träge.
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Das wird heute wichtig
Nässe/Kälte vs. Trockenheit/Wärme - das sind heute Morgen die Gegensatzpaare. Man könnte auch sagen: Im Bett liegen vs. mit dem Rad zur Arbeit fahren. Aber wenn man es einmal hinter sich hat, ist es gar nicht mehr wichtig. Dafür könnte eins dieser Themen an Gewichtigkeit gewinnen (Bekomme ich jetzt den Gerd-Delling-Gedächtnis-Preis für gelungene Überleitungen?):
Der Bundestag stimmt über die Reform des Asylgesetzes ab. Wie das aussieht, lesen Sie hier.
Kanzlerin Merkel und Bayerns Ministerpräsident Seehofer geben Regierungserklärungen ab.
In Brüssel beginnt der EU-Gipfel. Themen sind die Flüchtlingskrise und das geplante Referendum in Großbritannien.
VW-Führungskräfte treffen sich in Leipzig. VW-Chef Müller informiert über die Folgen des Skandals.
Die Uefa gibt nach ihrer Dringlichkeitssitzung eine Pressekonferenz. Es dürfte auch um die Zukunft des angeschlagenen Präsidenten Platini gehen.
Jürgen Klopp fiebert seinem ersten Premier League-Spiel Samstagmittag (13.45 Uhr) mit Liverpool gegen Tottenham entgegen.
Ich bin Volker Petersen, guten Morgen! Wollen Sie mir schreiben? Dann bitte hier: volker.petersen (at) nachrichtenmanufaktur.de.
Das Wetter mit Björn Alexander
Zwar liegt die Schneefallgrenze bei rund 800 Metern, das macht das Wetter aber leider auch nicht besser. Denn auch heute bleibt es häufig wolkig oder trüb mit zeitweiligem Regen oder Nieselregen. Chancen auf etwas mehr Sonne bestehen im äußersten Südwesten und Nordosten. Die Temperaturen erreichen im Bergland 4 bis 7, sonst 7 bis 12 Grad. An der Küste weht frischer Wind aus Ost bis Nordost. Am Wochenende wird es dann mit 5 bis 13 Grad auch nicht viel wärmer, aber etwas beständiger.
Schlagzeilen aus der Nacht