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Mehr als 20 Jahre als Auge im All: "Hubble" macht scharfe Bilder

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Am 24. April 1990 wurde das Weltraumteleskop "Hubble" an Bord der US-amerikanischen Weltraumfähre "Discovery" ins All geschossen, um einen Tag später im Orbit ausgesetzt zu werden. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Am 24. April 1990 wurde das Weltraumteleskop "Hubble" an Bord der US-amerikanischen Weltraumfähre "Discovery" ins All geschossen, um einen Tag später im Orbit ausgesetzt zu werden.

Am 24. April 1990 wurde das Weltraumteleskop "Hubble" an Bord der US-amerikanischen Weltraumfähre "Discovery" ins All geschossen, um einen Tag später im Orbit ausgesetzt zu werden.

Seitdem rast das Weltraumteleskop in einer Höhe von 575 Kilometern um die Erde und sucht mit moderner Technik das All ab. Eine Umkreisung dauert 96 Minuten.

Seinen Namen bekam das erfolgreiche Weltraumteleskop zu Ehren des US-amerikanischen Astronomen Edwin Hubble (1889-1953).

Die Aufgaben des Weltraumteleskopes, das in jahrelanger Zusammenarbeit von NASA und ESA entstand, sind vielfältig. (Sternen-Nebel N44C, 2002)

Mit "Hubble" sollen die Vorteile genutzt werden, die ein Teleskop außerhalb der Erdatmosphäre hat. (Schmetterlingsnebel, 2009)

Im All fallen die Filterwirkungen der Erdatmosphäre beispielsweise im ultravioletten und infraroten Bereich weg. (Ausbreitung des Licht-Echos, 2004)

Zudem treten keine Störungen durch Luftbewegungen auf. (kollidierende Galaxien, 2006)

Die Bilder, die "Hubble" zur Erde sendet, sind gestochen scharf und äußerst farbenprächtig (Reste eines explodierenden. Sterns, 2005)

Die Farbe der Bilder entsteht durch die Filter. Jedes Bild wird einmal mit einem roten, einem grünen und einem blauen Filter gemacht und erst zum Schluss auf der Erde zusammengesetzt. (Supernova, 2004)

Durch diese Technik ist es möglich, Ansammlungen von Atomen sichtbar zu machen, die in ihrer bestimmten Wellenlänge besonders hell leuchten. (Eskimo-Nebel, 2000)

Die Arbeit des Weltraumteleskops hat den Blick ins All um Millionen von Lichtjahren geweitet und enorm geschärft. (Spiralnebel im Sternbild Großer Bär, 2001)

Mit Hilfe der eindrucksvollen "Hubble"-Bilder konnten die Theorien über die Vorgänge im All bestätigt und immens erweitert werden. Diese Bildkombo beispielsweise verdeutlicht, dass der Kern der Andromeda-Galaxie aus einem Ring alter, roter Sterne und einer neu entdeckten Scheibe blauer, junger Sterne besteht.

Eine wesentliche Erkenntnis für die Astrophysik, die mit Hilfe von "Hubble" gezogen werden konnte, ist, dass alle jungen Sterne eine Staubscheibe um sich tragen, aus denen neue Planeten entstehen können.

Daraus folgt: Planetensysteme sind in unserer Galaxie praktisch der Normalfall und nicht die außergewöhnliche Ausnahme, wie Fachleute bisher angenommen hatten. (Einschlag auf dem Jupiter, 2009)

Es ist somit auch möglich, dass irgendwo in unserer Galaxie Leben existiert. Auch "Hubble" ist auf der Suche danach (Sternenverjüngungskur, 2009).

Außerdem ist durch "Hubble"-Bilder auch die Theorie, dass jede Galaxie in ihrem Kern ein Schwarzes Loch hat, zur Erkenntnis geworden. (Katzenaugennebel, 2009)

Allerdings waren die Bilder von Hubble nicht von Anfang an so brillant.

In den ersten Jahren lieferte der Satellit nur unscharfe Bilder.

Schuld daran war ein Fehler im Hauptspiegel der Sonde. Er war falsch geschliffen.

Erst drei Jahre später ersetzten Astronauten den Hauptspiegel des Teleskops durch ein neues Linsensystem.

Vier weitere Verjüngungskuren für "Hubble" folgten, bei denen fehlerhafte Systeme ausgetauscht und alte Technik erneuert wurde.

Die letzte Rundumerneuerung war im Frühjahr 2009. Bei einer einwöchigen Wartung ...

... mit insgesamt fünf Außeneinsätzen brachten die Astronauten den 13,1 Meter langen Satelliten wieder auf den höchsten Stand der Technik und machten ihn damit zum Glanzstück im All.

Damit wurden dem 11,6 Tonnen schweren Späher weitere fünf bis zehn Arbeitsjahre im All beschert, ...

... um auch weiterhin Daten zur Erde zu senden, die zusammengesetzt faszinierende Bilder ergeben. (Supernova-Explosionswolke, 2005)

Bisher machte "Hubble" 570.000 Aufnahmen (Kugelsternenhaufen Omega Centauri, 2009) ...

... von insgesamt 30.000 Himmelsobjekten. (Baby-Planetensystem, 2009)

Trotz der herausragenden Arbeit von Hubble (Sternenkindergarten, 2006) ...

... und der vielen Sanierungsarbeiten (Kosmische Sternenfabrik, 2007) ...

... ist das Ende bereits geplant. (Bumerang-Nebel, kältester Ort im All, 2003)

Die Sonde soll nach ihrer Dienstzeit kontrolliert in den Pazifik stürzen. (Adler-Nebel, 2005)

Der Nachfolger für "Hubble" steht auch schon fest. Das Weltraumteleskop "James Webb" wird ein großes Erbe antreten.

Ob auch "Webb" solche faszinierenden Bilder zur Erde senden kann, ... (Gassäule in einer Brutstätte neuer Sterne, 2010)

... wird man abwarten müssen. (Kosmisches Collier 2011)

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