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Dümmer als die Polizei erlaubt: Leland Ayala-Doliente und Holland Sward.
Dümmer als die Polizei erlaubt: Leland Ayala-Doliente und Holland Sward.(Foto: Youtube-EastIdahoNews/Screenshot)

"Ich weiß nicht, was hier los ist": Bekiffte Dealer wählen Polizei-Notruf

Zwei junge Männer werden wegen Drogenschmuggels von der Polizei verfolgt. Zumindest glauben sie das. Die zwei offensichtlich zugedröhnten Kiffer alarmieren nun ausgerechnet selbst die Polizei und bitten um Hilfe. Der amüsante Notruf landet im Netz.

Dass das Kiffen nicht gesund ist, ist kein Geheimnis. Dass es zu einer Psychose oder gar zu Schizophrenie führen kann, zeigt diese Geschichte aus dem US-Bundesstaat Idaho. Zwei junge Männer melden sich bei der Polizei. Sie müssten ihre "Ware" abliefern und würden jetzt von der Polizei verfolgt, erklären sie am Telefon.

Wie der britische "Guardian" berichtet, wird dem Beamten der Notrufzentrale im Laufe des Gesprächs schnell klar, dass die Anrufer selbst völlig bekifft waren. Mit "Ware" meinen die beiden offenbar total bekifften Anrufer Marihuana. Davon hatten die beiden reichlich selbst intus, denn sie bildeten sich die Verfolgung durch die Polizei nur ein. Also fragt der Beamte die jungen Männer nach ihrem Standort, um ihnen helfen zu können.

Als die Polizei eintrifft, stehen der 22 Jahre alte Leland Ayala-Doliente und sein 23 Jahre alter Freund Holland Sward vor ihrem Auto, mit den Händen hinter dem Kopf. Die "Ware", neun Kilo Cannabis, liegt zu Beschlagnahmung in einer Hundebox bereit. Die Polizei von Rexburg teilt den dreiminütigen "Notruf" der beiden Dealer jetzt mit der ganzen Welt.

 

Der Mitschnitt im Wortlaut:

Ayala-Doliente: Hallo, äh, wir sind die zwei Dummköpfe, die erwischt wurden, als sie versuchten, unsere Ware über die Grenze nach Idaho zu bringen und jetzt fahren alle Bullen um uns herum wie Loser und wir wären froh, wenn sie damit aufhörten. Könnten Sie helfen, das zu beenden? Dann könnten wir weiterfahren.

Polizist: Bei was wurden Sie denn erwischt?

Ayala-Doliente: Okay. Wir wurden hier etwas eingeschüchtert, als wir Ware über Ihre Idaho-Grenze bringen wollten.

Polizist: Okay.

Ayala-Doliente: Und ein paar Cops in Zivilfahrzeugen fahren um uns herum und möchten uns aufhalten. Ich verstehe nicht, was los ist. Ich frage mich, ob Sie uns helfen könnten, das einfach zu beenden.

Polizist: Okay.

Ayala-Doliente: Yeah, wenn Sie einen von denen kontaktieren könnten. Ich weiß nicht. Es wird kalt hier. Ich möchte an die Wärme und die ganze Sache beenden.

Polizist: Okay, wo sind Sie jetzt genau?

Ayala-Doliente: University Boulevard, gerade bei der Tankstelle und dem Applebee. All Ihre Kollegen sind da, also wenn Sie uns helfen könnten, wäre das großartig.

Polizist: Okay, alles klar. Sind Sie allein oder ist noch jemand bei Ihnen?

Ayala-Doliente: Nur ich und mein Kumpel, den ich mitgebracht habe. Und dann haben wir einen Hund dabei, den wir seinem Besitzer bringen sollten, aber ...

Polizist: Okay.

Ayala-Doliente: Sie ist eine wirklich süße Hündin. Gar nicht böse. Sie ist ein Pitbull.

Polizist: Oh... cool.

Ayala-Doliente: Sie hat es wirklich kalt im Auto. Außerdem braucht sie etwas Futter.

Polizist: Also, wie ist dein Name, Mann?

Ayala-Doliente: Ich heiße Leland.

Polizist: Leland, okay. Warte eine Sekunde. Bleib am Telefon.

Ayala-Doliente: Alles klar. Danke. (Zu seinem Kollegen: Er ist ein netter Typ.)

Polizist: Habt ihr Jungs Pistolen, andere Waffen oder sonst noch was dabei?

Ayala-Doliente: Nein, nichts von dem. Nur ein paar Snacks und so Zeugs.

Polizist: Alles klar. Ich wollte das nur sicherstellen. Die anderen sind einfach neugierig.

Ayala-Doliente. Yeah, yeah. Wir versuchten mehrere Male vom Auto wegzulaufen, aber es hat nicht funktioniert. Wir haben versucht, sie abzulenken, aber das hat auch nicht funktioniert. Ich weiß also nicht, was hier los ist.

Polizist: Okay. Ich habe eine Einheit rübergeschickt. Sie ist unterwegs und wird euch bald treffen.

Ayala-Doliente: Alles klar. Danke.

Minuten später werden Leland Ayala-Doliente und sein Freund Holland Sward verhaftet.

Quelle: n-tv.de

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