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Wasserbomben, Flaschen, Speere: Drei Schüler verletzen sich bei Abi-Randale

Mit selbstgebastelten Wurfspeeren und Pyrotechnik gehen in der Nacht erneut Abiturienten in Köln aufeinander los - es sind die bisher schlimmsten Ausschreitungen in diesem Jahr. Für drei Jugendliche endet der Abistreich im Krankenhaus.

Nur einen Tag, nachdem mehrere Hundert randalierende Abiturienten in Köln einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst haben, ist es erneut zu einer Straßenschlacht zwischen jugendlichen Schulabgängern gekommen. Einem Bericht des WDR zufolge lieferten sich etwa 300 Schüler in der Nacht zu Dienstag eine Straßenschlacht "mit Wasserbomben, Bierflaschen und Wurfspeeren". Mehrere Jugendliche seien verletzt worden. Zudem seien bei einigen der Randalierer Drogen sichergestellt worden.

Erst in der Nacht von Freitag auf Samstag hatten rund 60 Jugendliche und junge Erwachsene nach einer illegalen Abiturfeier auf einem Platz in einem Kölner Wohngebiet etwa 70 Polizisten angegriffen, woraufhin die Beamten Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzten mussten, um die Lage wieder unter Kontrolle zu bringen. Ein Polizist hatte sich bei der Straßenschlacht den Knöchel gebrochen. In der Nacht von Sonntag auf Montag musste die Polizei dann erneut ausrücken - ganze 16 Mal innerhalb einer Nacht. Dieses Mal hatten die Schüler vor ihren Gymnasien randaliert, Pyrotechnik gezündet und sich geprügelt. Verletzt wurde jedoch niemand.

"Das soll mal die Elite der Gesellschaft sein?"

Der Bezirksbürgermeister von Köln-Ehrenfeld, Jupp Wirges, forderte im "Express" nun ein Jahr "Nachsitzen" für die Abiturienten. "Man kann hier eindeutig von offenkundig nicht erwiesener Hochschulreife sprechen", sagte er. "Und das soll mal die Elite der Gesellschaft sein?" Unklar ist bisher, wie gegen die Randalierer vorgegangen werden kann. Im rechtlichen Rahmen sei auch, die Zulassung zum Abitur für die Schüler, die an den Straßenschlachten beteiligt waren, zurückzuziehen, hieß es in dem Bericht.

Seit Beginn der Ausschreitungen in Köln sind mittlerweile zehn Randalierer in Gewahrsam genommen worden. Die Polizei hat gegen sie und weitere Teilnehmer der illegalen Feiern Anzeige unter anderem wegen Landfriedensbruch erstattet. Für die Beamten sind solch handfeste Randale längst nichts Neues mehr. "Dass Grenzen überschritten werden bei sogenannten Abi-Scherzen, das kennen wir schon seit Jahren", sagte Polizeisprecher Dirk Weber.

Quelle: n-tv.de

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