Panorama

Abtreibung, Homoehe, ISKardinal sieht neues "Nazitum" aufkommen

14.10.2015, 18:49 Uhr
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Robert Sarah (r.) sieht die Werte der katholischen Kirche von zwei Seiten bedroht: Von westlicher Gender-Ideologie und vom islamischen Fundamentalismus. (Foto: AP)

Bei der Bischofssynode in Rom findet ein aus dem afrikanischen Gambia stammender Kardinal heftige Worte. Die Kirche befinde im Zwiespalt zwischen Gender-Ideologie und Islamismus. Beide seien "apokalyptische Bestien" wie einst Nazis und Kommunisten.

Der konservative afrikanische Kardinal Robert Sarah hat bei der Bischofssynode in Rom mit scharfer Kritik an westlichen Einstellungen für Aufsehen gesorgt. "Was im 20. Jahrhundert Nazi-Faschismus und Kommunismus waren, das sind heute westliche Ideologien über Homosexualität und Abtreibung sowie der Islamistische Fanatismus", sagte Sarah in seinem Redebeitrag bei der Synode, der vom "National Catholic Register" in den USA veröffentlicht wurde.

Die Kirche befinde sich zwischen dem Götzendienst westlicher Freiheit und dem islamischen Fundamentalismus, beides seien "apokalyptische Bestien", ergänzte Sarah. "Wir befinden uns, um einen Slogan zu benutzen, zwischen 'Gender-Ideologie und IS'", sagte Sarah mit Blick auf die Terrormiliz IS. Der Theologe aus Guinea gilt als Speerspitze der Konservativen und ist für seine radikalen Aussagen bekannt.

Die größten Bedrohungen für die Kirche seien auf der einen Seite schnelle und leichte Scheidungen, Abtreibungen und die Homo-Ehe. Auf der anderen Seite stünde "die Pseudofamilie im ideologisierten Islam, die Polygamie, eine Abwertung der Frau, sexuelle Sklaverei, und die Kinderheirat legitimiert". Sarahs Aussagen stammen bereits aus der vergangenen Woche, wurden aber jetzt erst veröffentlicht.

Quelle: ntv.de, nsc/dpa

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